Die Jumpinos des TSV Friedberg bringen den 8.Platz von der Rope Skipping WM nach Hause

  Über ein halbes Jahr haben sich die 16 Mädels der Jumpinos auf den 3. August 2014 vorbereitet: denn im Rahmen der Rope Skipping Weltmeisterschaft in Hong Kong gingen sie zum ersten Mal beim Welt Cup für Deutschland an den Start. Allein die Qualifikation dafür war ein riesiger Erfolg für die Skipperinnen und man hatte sich vorgenommen, nicht letzter zu werden.
Das hat das Friedberger Team auch geschafft. Trotzdem war direkt nach dem Wettkampf die Enttäuschung groß: viele der neun angetretenen Mannschaften zeigten klar weniger anspruchsvolle Shows als die der Jumpinos, so dass man als letzter Auftritt schon Chancen auf einen Platz im Mittelfeld hatte. Doch die vielen Hänger während der achtminütigen Show erlaubten leider keine bessere Platzierung.
Das Trainer-Team arbeitete in der heimischen Vorbereitung ein neues Trainingskonzept aus, das Outdoorunternehmen Tatonka steuerte Reisetaschen und Rucksäcke für das gesamte Team bei und auch das TUI-Reisebüro Fried aus Kissing plante die Reise der 40-köpfigen Gruppe und sponsorte sogar noch Sporttops. Die letzten beiden Monate wurde noch verstärkter trainiert und alles auf das große Ziel in Hong Kong fokussiert.
Auch die Vorbereitung in Hong Kong verlief einigermaßen planmäßig; man konnte zweimal eine Trainingseinheit durchführen und auch im Coliseum, der Wettkampfstätte, ein paar Minuten den Boden testen, dessen Beschaffenheit während der Show zu großen Schwierigkeiten führen könnte. Dies war aber nicht der Fall und die Jumpinos gingen motiviert am Sonntagabend in die Halle. Schon fertig gestylt konnte man auch drei andere Teams beobachten, unter anderem den Favoriten aus Belgien, der die letzten drei Welt Cups für sich entscheiden konnte. Fast fehlerfrei, aber mit verblüffend wenig Schwierigkeiten zeigten sie ansprechende Shows.
Als die Friedberger Mädels unvorhergesehen nur wenige Minuten vor ihrem Auftritt erfuhren, dass sie sofort auf die Bühne gehen mussten, da sich zwei Dänen beim Warm Up verletzt hatten, war die Aufregung groß. Mit minimalem Aufwärmprogramm beeilten sich die 16 Jumpinos, um 15 Minuten früher bereit für den Wettkampf zu sein.
Auf der Fläche lief anfangs auch alles gut, die erste Schwierigkeit, das Double Dutch Kreuz lief fehlerfrei und wurde nicht nur von den deutschen Fans laut bejubelt. Doch schon im weiterführenden Double Dutch Teil schlichen sich zwei kleine Flüchtigkeitsfehler ein, die leider viel Abzug zur Folge hatten. Auch in den beiden Wheel-Formationen konnte man nicht hängerfrei bleiben. Der Long Rope Höhepunkt hingegen wurde sauber geschwungen und auch mit entsprechendem Beifall belohnt. Der Salto-Eingang in die Lieblingsdisziplin der Friedbergerinnen, den großen Double Dutch, war fehlerfrei und sollte nun alle Skipperinnen zum Schlussspurt motivieren. Einigermaßen kam man durch diesen Teil auch durch, sodass nur noch der 6er-Subway, ein Trick, bei dem sechs Mädchen untereinander im Liegestütz springen, gezeigt werden sollte. Außer den Friedbergerinnen hat dieses Element noch kein reines Mädels-Showteam zeigen können, denn auch die Männer springen dieses nur zu viert. Die Spannung war auf dem Höhepunkt, als Moni, Chrissi, Amelie, Hanni, Melina und Tina ins Seil sprangen. Doch gleich nach dem 2. Sprung hingen die Seile und man musste wiederholen. Die Nerven lagen blank und so zeigten die Mädchen zwar einen sauberen Eingang und schafften die ersten acht Sprünge auch sehr gut. Doch leider war kurz vor Ende doch ein Fehler zu verzeichnen, sodass das Publikum zwar staunte, was hier gezeigt wurde, die Jury aber leider auch hier abziehen musste, da das Element nicht ohne Hänger lief. Dass die abschließende große Single Rope Formation sehr gut gezeigt wurde und auch bei den Zuschauern super ankam, konnte die Enttäuschung der Mädchen leider nicht mindern, sodass am Ende niemand mit der Teamleistung zufrieden war.
Als nach der Siegerehrung klar war, dass man nicht letzter wurde, war zumindest das Minimalziel erreicht. Vor Ungarn konnten sich die Jumpinos mit dem drittbesten Levelwert auf Platz acht wiederfinden, während die Heimmannschaft aus Hong Kong die favorisierten Belgier und Australier auf die Plätze verwies. Die mitgereisten Fans, die die Jumpinos gigantisch unterstützten waren sich mit den anderen deutschen Springern und der Bundestrainerin einig: der Unterhaltungswert und das Schwierigkeits-Level der Show waren im Vergleich zu den anderen Teams sehr gut. Dass man viele Hänger hatte, war einfach Pech. Für die Zukunft bedeutet das: unbedingt dabei bleiben, den Showaufbau und das Level so lassen und die Fehlerzahl soweit wie möglich reduzieren. Diese frohe Botschaft sorgte dafür, dass alle 16 Mädels sehr motiviert abends um 23 Uhr im McDonalds im Hong Konger Hauptbahnhof beim Abendessen ein bisschen feiern konnten und gleich beschlossen, dass das nicht der letzte WM-Auftritt der Jumpinos war!
Jetzt ist erst einmal Zeit, sich von den intensiven Trainingseinheiten, dem Wettkampf und der Asienreise zu erholen, um in der neuen Saison die Erfahrungen aus Hong Kong in eine neue Show einzubauen, mit der man das heimische und eventuell auch das internationale Publikum verzaubern kann!
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Weiterveröffentlichungen:

myheimat-Stadtmagazin friedberger | Erschienen am 04.10.2014
myheimat-Stadtmagazin friedberger | Erschienen am 22.12.2014
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3 Kommentare
15.020
Hans-Werner Blume aus Garbsen | 01.09.2014 | 12:37  
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Jumpinos TSV Friedberg aus Friedberg | 01.09.2014 | 13:11  
15.020
Hans-Werner Blume aus Garbsen | 01.09.2014 | 13:18  
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