„Unser Baggersee wird herzsicher“

Die Organisatoren der Aktion "Unser Baggersee wird herzsicher" Daniel Schindler (links) und Tom Schmid möchten noch viele mit ins Boot holen, um die vier Defibrillatoren für Friedberger Seen finanzieren zu können. (Foto: Andreas Schmidt)
Friedberg: Friedberger See |

Mit Defibrillatoren Leben retten – Jede Spende zählt

Insgesamt vier Defibrillatoren (Defis) sollen künftig an den Friedberger Seen dafür sorgen, dass Leben gerettet werden können. Denn bei Herzproblemen ist schnelle Hilfe überlebensnotwendig. Wertvolle Sekunden zählen. Viele Menschen unterstützen die Idee bereits. Die Initiatoren der Aktion freuen sich über viele Unterstützer.

Auslöser war ein Vorfall Mitte Juli am Friedberger See. Dem beherzten Eingreifen der Badegäste war es zu verdanken, dass ein Mann nach einem Zusammenbrach mit einer Herzdruckmassage bis zum Eintreffen des Notarztes überlebte. Normalerweise ist die Wasserwacht Friedberg am See für die Sicherheit zuständig. Da aber das Engagement der Helfer ehrenamtlich ist – alle Helfer gehen unter der Woche ihrem Berufsleben nach – kann die Station nur am Wochenende kontinuierlich besetzt werden. Unter der Woche ist eine Überwachung durch die Wasserwacht in der Regel nicht möglich. In solchen Fällen können Defis durch gezielte Stromstöße Leben retten. Doch zumindest jederzeit öffentlich zugängliche Lebensretter fehlen an den Seen.

So war die Idee geboren, dort schnellstmöglich einen Defi anzubringen. Die beiden Organisatoren der jetzt gestarteten Friedberger Aktion „Unser Baggersee wird herzsicher“ Daniel Schindler und Tom Schmid von der Friedberger Web- und Werbe-Agentur ihoch3 hatten es deshalb sehr eilig. Je früher desto besser soll ein Defi her. Jetzt beginnen die Sommerferien und die Wettervorhersagen sind gut. Viele Badegäste werden sich bald an den Seen in der Region tummeln. Deshalb sollen durch Sponsoren und Spender insgesamt vier Defibrillatoren für den Friedberger See, den Derchinger See und den Afrasee angeschafft werden. Dafür sind aber 11.000 Euro nötig. Nicht nur um diesen Betrag zusammen zu bekommen, wollen Schindler und Schmid möglichst viele mit ins Boot holen. Es geht den beiden auch darum, dass die Badegäste das Gefühl bekommen, es ist ihr Defi. Darum soll auch an den Seeufern gesammelt werden.

„Diese Situation wollen wir gemeinsam ändern“

„Nicht nur für die dritte Bürgermeisterin in Friedberg Martha Reißner ist diese Situation nicht hinnehmbar. Auch wir als ortsansässige Unternehmen und Vereine möchten im Hinblick auf die kommenden Sommerferien an diesem Umstand etwas ändern. Deshalb rufen wir alle Bürgerinnen und Bürger sowie alle Besucher der drei Baggerseen (Friedberger, Afra, Derchinger) dazu auf, uns zu helfen, die Seen herzsicher zu machen und jedem den Zugang zu einem lebensrettenden Laien-Defi zu ermöglichen“, so Daniel Schindler. Es ist geplant, an drei Veranstaltungen am jeweiligen See allen interessierten Besuchern den Umgang mit einem Defi zu zeigen und die Möglichkeit zu bieten, selbst das Gerät zu testen und daran zu üben.

Wir brauchen Ihre Unterstützung

Ein Defi soll am Ostufer, einer am Südufer des Friedberger Baggersees, einer am Fischerei-Vereinsheim am Afrasee und einer am Kiosk des Derchinger Baggersees angebracht werden.

Damit der Defibrillator auch für Laien problemlos einsetzbar ist, wurde ein Defi-Modell gefunden, das nicht nur einen Elektroschock abgibt, sondern auch bei der notwendigen Herzdruckmassage den Retter anleitet. Der Defibrillator gibt in Echtzeit Rückmeldung, ob die HLW richtig gemacht wird (schneller drücken, langsamer drücken, tiefer drücken, gute Herzmassage etc.). Für die vier Defibrillatoren, den Unterhalt und die Veranstaltungen zum Einsatz des Defis werden Spenden in Höhe von gesamt 11.000 Euro benötigt.

Jede Spende zählt - egal ob 1 Euro oder mehr - damit schnell und sicher in Zukunft „Leben gerettet werden kann“

Zunächst hatten die beiden Organisatoren der Aktion nur an Defis am Friedberger See gedacht. „Doch dann hat das Ganze eine eigene Dynamik entwickelt“, so Schindler. „Schnell war klar, dass auch der Afrasee beim Fischerheim und der Derchinger See herzsicher werden sollen.“

Sehr schnell wurden auch Unterstützer für die Initiative gefunden. Dazu zählen unter anderem die Dritte Bürgermeisterin Martha Reißner, Bürgermeister Roland Eichmann, der Verkehrsverein, die Arbeiterwohlfahrt, Jürgen Koppold, Ulrike Sasse-Feile und Sabine Roth.

Die neue Facebook-Gruppe „Unser Baggersee wird herzsicher“ hat innerhalb weniger Tage über 400 Mitglieder und es gibt auch eine Internetseite www.unser-baggersee-wird-herzsicher.de. Ein Spendenkonto ist jetzt freigeschaltet.
Wer noch Fragen hat oder weitere Infos möchte, kann sich telefonisch melden unter 0821/79 63 62 05.
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