Suchen und finden im Internet
Der richtige Umgang mit dem Internet will gelernt sein. Obwohl wir es fast täglich benutzen und Google und Co keine Fremdwörter sind, ist es manchmal mühsam, die richtige Information zu finden. Die Ergebnislisten sind lang und unübersichtlich. Anzeigenleisten und Werbung sind bislang kaum von den eigentlichen Treffern zu unterscheiden und/oder nicht relevante Treffer werden gelistet.
Deshalb lohnt es sich, einige Tricks im Umgang mit den Suchmaschinen zu kennen.
Wie für fast alles im Leben gilt, je besser Sie Ihre Suche vorbereiten desto bessere Ergebnisse werden Sie erzielen.
Begriffsauswahl
Stellen Sie sich zuerst die Fragen: „Was genau wollen Sie wissen?“ Und „Was wissen Sie bereits über das Thema?“ Jetzt sollten Sie die richtigen Stichwörter finden. Dabei ist es wichtig, dass die Begriffe in irgendeiner Beziehung zueinander stehen. Erstellen Sie eine Liste mit Begriffen, mit deren Hilfe Sie den zentralen Begriff zu diesem Thema finden.
Achten Sie darauf, dass es sich bei Ihren Stichwörtern überwiegend um Hauptwörter handelt. In vielen Webseiten ist eine Art Stichwortregister integriert, ähnlich wie in Fachbüchern. Diese bestehen hauptsächlich aus Substantiven. Lässt es sich dennoch nicht vermeiden mit Hilfe eines Verbes oder Adjektivs zu suchen, benutzen Sie die Grundform. Z. B. statt kleinster/größter nehmen Sie klein bzw. groß.
Suchmaschinen durchsuchen üblicherweise das gesamte Word Wide Web, also auch internationale Seiten in anderen Sprachen. Dabei steht Englisch an erster Stelle. Wenn Sie der englischen Sprache nicht mächtig sind, sollten Sie bei Ihren Suchbegriffen darauf achten, dass Sie deutsche Begriffe verwenden, z. B. Spiele statt Games oder Veranstaltung statt Event.
Suchen können Sie natürlich auch über sogenannte Suchportale. Dort werden die Ergebnisse meist noch überarbeitet, z. B. gruppiert, bewertet oder doppelte rausgefiltert.
Raus aus der Flut
Geben Sie einen einzelnen gängigen Suchbegriff wie „Film“ ein, werden meist hunderte von Seiten gelistet in denen irgendwo das Wort Film auftaucht. Das könnte auch in Zusammenhängen stehen mit z. B. Schmutzfilm oder private Videofilme usw. Erwarten Sie aber Informationen zum Kinoprogramm um die Ecke, ist es besser nach mehreren Suchbegriffen gleichzeitig zu suchen, z. B. Film, Kino, Augsburg oder Augsburg, Kino, Programm.
Dabei ist es hilfreich, die Wirkungsweisen der logischen Verknüpfungen von Suchmaschinen zu kennen.
Grundsätzlich unterscheidet man vier logische Verknüpfungsweisen:
• Und-Verknüpfung
(Trennung der Begriffe durch Leerzeichen, Pluszeichen oder dem Wort „And“)
Hier werden nur Webseiten gelistet, die alle Stichwörter enthalten
• Oder-Verknüpfung
(Trennung der Begriffe durch das Zeichen | (Taste ) oder dem Wort „Or“)
Hier werden nur Webseiten gelistet, die mindestens einen der Begriffe enthalten
• Nicht-Verknüpfung
(Definieren des Nicht-Begriffes durch das Minuszeichen vor dem ausgeschlossenen Begriff)
Es werden nur Webseiten gelistet, die bestimmte Begriffe enthalten und andere (definiert durch das Minuszeichen) auf keinen Fall enthalten.
• Genau-Verknüpfung
(Definieren der genauen Begriffsreihenfolge durch das Setzen von Anführungszeichen vor und nach den Begriffen)
Es werden nur Webseiten gelistet, die die Suchbegriffe in genau dieser Reihenfolge enthalten.
Trotz Kombination diverser Begriffe und Anwendung von logischen Verknüpfungen müssen die Treffer meist noch auf Ihre Qualität geprüft werden. Die Suchdienste listen die Ergebnisse häufig schon nach der Treffergenauigkeit, zusammen mit folgenden weiteren Kurzinformationen, die Hinweise auf die Brauchbarkeit der Treffer liefern sollen.
• Kurzbeschreibung (Inhalt)
• Datum (Aktualität)
• Dateigröße (Ladeintensität)
• genaue Internetadresse (Abstammung der Datei)
Gute Seite – schlechte Seite
Haben Sie eine interessante Webseite gefunden, sollten Sie dennoch kritisch begutachten, woher die Informationen stammen und wer sie anbietet.
Hierfür gibt es einige Kriterien, die Ihnen helfen, die Seriosität der Informationen einer Webseite zu beurteilen.
• Formale Sorgfalt (Indiz für gewissenhaftes Arbeiten des Anbieters)
• Zu viel Schnickschnack und unterschiedliche Schriftgrößen, -typen oder -farben deuten auf eine unprofessionelle Seite hin
• Quellenangaben (Auch im Internet sollte das „Wer?, Was?, Wann?, Wo?“ einer Meldung enthalten sein. Dies gilt im Besonderen für Zitate, die als solches erkennbar sein müssen.)
• Aktualität (Wird die Seite regelmäßig überarbeitet?)
Das Internet soll uns das Leben erleichtern, ob es sich nun um Anbieter oder Kunden handelt. Die Angebote werden transparenter, die Kommunikationswege kürzer und die Vergleichsmöglichkeiten einfacher.
Es ist sozusagen Fluch und Segen gleichzeitig. Gerade Betreiber von Webseiten sollten das beachten, dann kann es allen zum Vorteil gereichen.
Elke Dirnhofer
www.ed4web.de Der leichte Weg zur eigenen Homepage


Mit dem Aktivieren des Buttons erlauben Sie einen begrenzten Datenaustausch mit Facebook. Mehr dazu rechts unter .