„Die Rückmeldungen der Aussteller waren genial“: Ein Interview mit Aktiv-Ring-Geschäftsführerin Petra Gerber

  myheimat: Frau Gerber, nachdem die Infoschau aufgrund anfänglich geringer Anmeldefreudigkeit der Betriebe zwischenzeitlich sogar auf der Kippe stand, konnte am Ende mit 93 Ausstellern sogar eine Rekordbeteiligung verzeichnet werden. Worauf führen Sie diesen „Boom in letzter Minute“ zurück?
Gerber: Ich denke, dass es bei einigen Firmen erst kurzfristig möglich war, aufgrund von Personal und Auftragslage.

myheimat: Welchen Anteil hat Projektleiter Daniel Schindler an diesem Erfolg?
Gerber: Er hat mit seinem Engagement einen großen Anteil an dem Erfolg.

myheimat: Wie sind Sie mit den Rückmeldungen der Aussteller zufrieden?
Gerber: Die Rückmeldungen waren genial! Einige Aussteller haben uns bereits darüber informiert, dass sie in den folgenden Tagen die Nachhaltigkeit der Infoschau gemerkt haben.

myheimat: Warum hat eine Veranstaltung wie die Infoschau auch noch im Zeitalter von Online-Versandhäusern ihre Berechtigung?
Gerber: Was gibt es Vertrauenswürdigeres als ein persönliches Gespräch mit dem Geschäftsinhaber vor Ort?

myheimat: Wie kam der thematische Schwerpunkt der diesjährigen Infoschau „Familienbetriebe & Ausbildung“ bei den Besuchern an?
Gerber: Leider nur zum kleinen Teil, wir haben zwar Besucher in allen Altersklassen – jedoch im Alter ab 15 bis 18 Jahren waren nicht viele vor Ort.

myheimat: Die Infoschau wurde von vier auf drei Tage verkürzt. Inwieweit hat sich diese „Straffung“ aus Ihrer Sicht bewährt?
Gerber: Es waren immer schon drei Tage, jedoch bei der Infoschau 2012 war der 1. November ein Donnerstag, wir dachten diesen Tag beziehen wir mit ein.

myheimat: Auch das Rahmenprogramm der Gewerbeausstellung konnte sich in diesem Jahr mehr als sehen lassen. Ob Kinderschminken oder Marzipan-Schneemann-Modellieren am Stand des Altstadtcafés Weißgerber – für jeden Geschmack war etwas geboten. Welches Highlight hat Ihnen am besten gefallen?
Gerber: Ich finde das Engagement von dem Roten Kreutz und dem Altstadtcafé Weißgerber einfach toll, möchte keines der beiden missen.

myheimat: Seit 2010 hat die Infoschau ihr neues Zuhause in den beiden Landkreishallen an der Rothenbergstraße. Dazu gibt es noch ein Freigelände. Sind Sie mit dieser Lösung dauerhaft zufrieden oder wollen Sie mit Ihrer Gewerbeschau eines Tages wieder „näher ans Stadtzentrum“ rücken?
Gerber: Dies wird leider nicht möglich sein, wir haben einen höheren Platzbedarf.

myheimat: Nicht nur die Infoschau sorgte in der Friedberger Geschäftswelt im Jahr 2014 für bewegte Gemüter. Auch der Versuch einer temporären Fußgängerzone in der Ludwigstraße sorgte für reichlich Diskussionsstoff. Was sagt die Aktiv-Ring-Geschäftsführerin zu diesem Thema?
Gerber: Wir haben es probiert, jedoch der Umsatzrückgang bei den Einzelhändlern, die verärgerten Anwohner, die mit einem sehr großen Verkehrsaufkommen zu kämpfen hatten, haben die vorzeitige Beendigung bestätigt.

myheimat: Was wünschen Sie sich für den innerstädtischen Einzelhandel im Jahr 2015?
Gerber: Keine Leerstände von Ladeneinheiten, Menschen, die gerne unsere schöne Altstadt besuchen und einkaufen.

Interview: Joachim Meyer, Bilder: Redaktion
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myheimat-Stadtmagazin friedberger | Erschienen am 22.12.2014
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