Rededuell mit den beiden Bürgermeisterkandidaten

Letzte Vorkehrungen
 
Redaktionsleiter Thomas Gossner wird verkabelt ;-))
Friedberg: Mensa | Die Podiumsdiskussion der AZ lockte viele Friedberger Bürger in die kleine Turnhalle. Sechs Tage vor der Stichwahl war das Interesse so groß, dass die Bestuhlung der Mensa auch diesmal nicht ausreichte und viele Besucher die Veranstaltung im Stehen erlebten. Souverän leitete der Redaktionschef der Friedberger Allgemeinen, Herr Thomas Gossner, dieses Rededuell mit den beiden Bürgermeisterkandidaten Thomas Kleist (CSU) und Roland Eichmann (SPD/Parteifreie Bürger)
Thomas Gossner stellte zunächst die Kandidaten mit Lebenslauf und politischen Werdegang vor, bevor es dann zu Sachthemen und den Leserfragen ging.
Begonnen wurde, wie nicht anders erwartet, mit der Innenstadtentwicklung, die ins Stocken geraten ist.

Thomas Kleist versprach für ein gepflegtes Stadtbild zu sorgen und das Straßennetz auf Vordermann zu bringen. Probeweise will Kleist auch eine Sperrung der Ludwigstraße an den Wochenenden.

Eine Leserfrage war, in welcher Form der Aktivring vom Bürgermeister unterstützt würde. Kleist, seit 18 Jahren im Stadtrat, weiß von der Notwendigkeit, diesen mit deren ausgewogenem Sortiment auch weiterhin zu fördern und zu befürworten.

Als nächstes wollte Gossner wissen, ob es eine Neugestaltung des Marienplatzes gibt, der bisher nur als Parkplatz und für den Wochenmarkt herhalten muss.
Hier möchte Kleist gerne anpacken und erwähnte die vorliegenden Pläne der Architektin Schober.

Die Parküberwachung war eine nächste Frage, die Kleist als Gerechtfertigt ansieht, jedoch muss mit viel Fingerspitzengefühl daran gearbeitet werden. Demgemäß stehe er auch für eine Semmeltaste.

Eine Zwischenfrage war das Thema Seniorenhaus im Schloss oder im NKD, was freilich wünschenswert ist und auch auf dem jetzigen Bauhofgelände kommen könnte, so Kleist

Zum Thema Neubaugebiet weiß Kleist, dass es Rar und Teuer ist. Darum muss schnell ein größeres Baugebiet von 10 bis 12 Hektar Fläche in Friedberg-Süd ausgewiesen werden, um dieses Gebiet auch günstiger erschließen zu können. Natürlich auch in den Ortsteilen werden Baumöglichkeiten geschaffen.

Bei der Frage, wie Friedberg in 10 Jahren gewachsen ist, meint Kleist, die Bevölkerung wird dann nicht viel größer sein. Die 30000 wird jedoch realistisch sein und bleiben.

Wie es mit der 750 Jahresfeier weitergeht, war eine Leserfrage.
Kleist lobt die Verantwortlichen, die sich viel Mühe gemacht haben, ein schönes Programm zu gestalten, doch durch die Kommunalwahl und Stichwahl etwas ausgebremst sind.

Auch die Tramlinie von Augsburg und der Personennahverkehr in den umliegenden Ortsteilen ist Unvollkommen, trotz schon erhöhter Taktzahl. Hier ist auch die Bezuschussung aus dem Kreisrat nötig. Darum ist es schade, wenn ein Bürgermeister nicht im Kreisrat zu finden ist, so Kleist in Richtung Eichmann.
Ein Thema war die Bürgernähe und dazu gehören auch Bürgerbeteiligung und regelmäßige Bürgersprechstunden und Versammlungen in allen Ortsteilen, so Kleist. Denn ihm ist Information der Bürgerschaft wichtig.

Gefragt wurde von Lesern, die Zusammenarbeit mit den Referenten der Stadt, die sich teils unter dem jetzigen Bürgermeister etwas verselbstständigt hat. Kleist nahm diese in Schutz, denn gegen einen politischen Willen können die ebenfalls alle 6 Jahre Gewählten nichts machen.

Ein Stichwort für die nächste Frage von Gossner. Wie wird vom neuen Bürgermeister die Stadtverwaltung gesehen. Kleist sieht schon einmal im vorbildlich geführten Bürgerbüro einen prima Vorreiter in Sachen Service. Jedoch bei weiteren Abteilungen werden Bürgerfreundlichere Zeiten angebracht sein und z. B. das Bauamt zur Chefsache werden.

Die Vorletzte Frage betraf nun die Wirtschaftsförderung und Kleist will als Bürgermeister auch hier erster Ansprechpartner sein.
Zum Schluss durfte Kleist seine persönliche Erkenntnis zum Gegenkandidaten darstellen und bezeichnete diesen als fairen Kontrahenten, der gut reden kann. Er jedoch handle lieber.
Zwei Stunden dauerte dieses Rededuell ohne Angiften und sonstige Attacken. Jetzt wird der 30. März und die Friedberger Bürger alles klar machen.
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