Bürgermeister-Besuch bei der Friedberger Tafel

Bereits während der heißen Wahlkampfphase im Frühjahr dieses Jahres bekundete der damalige Bürgermeister-Kandidat Roland Eichmann sein Interesse an der Friedberger Tafel. Zum Bürgermeister gewählt, hat er es - trotz enger Terminplanung - dieser Tage geschafft, ihr in dieser Funktion seinen Besuch abzustatten. Bei seiner Begrüßung brachten der Geschäftsführer des Caritasverbandes Aichach-Friedberg e.V. Andreas Reimann, seine Mitarbeiterin in der Allgemeinen Sozialberatung Dipl.-Päd. Gisela Ender, die ehrenamtlichen Mitarbeiter der Friedberger Tafel Bernhard Ziegler und Lieselotte Grund, ihre Freude und ihren Dank über sein Kommen zum Ausdruck.

Der Termin wurde bewusst auf den Tag der Lebensmittel-Abholung bei den neun Augsburger und Friedberger Discounter-Filialen (Aldi, Lidl und Rewe) gelegt. Im Ausgaberaum der Tafel traf Bürgermeister Roland Eichmann auf weitere vier, sich im Einsatz befindlichen und mit Aufräumarbeiten der soeben ausgeladenen Lebensmittelkisten beschäftigten MitarbeiterInnen (Irmgard Den Ouden, Rudolf Heidrich, Gerlinde Müller, Karin Wastian). Sie berichteten ihm aus erster Hand über ihre Erfahrungen bei den wöchentlichen Touren und er überzeugte sich von der Qualität und Quantität der erhaltenen Lebensmittel. Ihm wurde näher gebracht, dass nicht nach jeder Tour die Körbe, Regale und Kühlschränke so üppig gefüllt sind wie an diesem Dienstag. Und dies, obwohl dankenswerter Weise einmal wöchentlich von der Augsburger Tafel zusätzlich Ware zur Verfügung gestellt wird. Zu den regelmäßigen Gebern zählen auch die Friedberger Bäckereien Ihle, Schwab, Scharold und Altstadtcafé Weißgerber mit ihren wöchentlichen Abgaben von Brot, Semmeln, Brezen, sowie Gebäck. Über die Zahl der zurzeit zu versorgenden Bedürftigen (88 Haushalte, mit 114 Erwachsenen und 39 Kindern) zeigte sich Roland Eichmann dann doch betroffen. Seitens des Tafel-Teams wurde die großzügige Spendenbereitschaft der Friedberger Bürgerschaft, Geschäftswelt, Banken, Vereine, Schulen, Kindergärten und vielen anderen mehr besonders lobend hervorgehoben. So kommt es immer wieder zu spontanen Abgaben von Lebensmitteln oder Geldspenden. Bei letzteren Einnahmen wird in vielen Fällen der Verwendungszweck auf den Zukauf von Lebensmitteln festgelegt. Dass die Stadt Friedberg seit 2009 der Tafel mit einem monatlichen Zuschuss von 300 Euro helfend unter die Arme greift, wurde in diesem Zusammenhang ebenso dankbar erwähnt.

Nach dem Rückzug in die Räume des Caritasverbandes konnten die Tafel-MitarbeiterInnen in entspannter Atmosphäre über ihr Wirken berichten. Bürgermeister Roland Eichmann brachte ihnen seinen Respekt und seine Anerkennung für ihr verantwortungsvolles und mit viel Einfühlungsvermögen gepaartes Engagement zum Ausdruck. Alle Anwesenden waren sich darüber im Klaren, dass derartige Einrichtungen ohne ehrenamtlichen Einsatz nicht erhalten werden könnten. Im weiteren Verlauf des Gespräches traten aktuelle Themen in den Vordergrund. Unter anderem die weitere Zunahme von Asylanten, die auch für Friedberg bereits zur Realität gehört. Es werden noch viele und breite Diskussionen darüber geführt werden. Auf verstärkte Zuwanderung vorbereitet zu sein und die entsprechenden und richtigen Maßnahmen zu treffen, ist die große und aktuelle Herausforderung für die Politik und Gesellschaft. Sich ihr zu stellen, trifft auch die Friedberger Tafel. An den Ausgabetagen ist schon seit langem ein größerer Andrang festzustellen, dem mit einer gerechten Verteilung der Lebensmittel zu begegnen ist. Denn einem Anwachsen zu versorgender Bedürftiger steht nicht automatisch ein Mehr und breiteres Angebot an Lebensmitteln gegenüber. Deshalb ist es sehr wichtig, dass die Tafel von den Friedberger Bürgerinnen und Bürgern und der Geschäftswelt weiterhin so bereitwillig und unterstützend getragen wird. Für die ehrenamtlichen MitarbeiterInnen ist das keine Selbstverständlichkeit und wird mit Dankbarkeit wahrgenommen.

Andreas Reimann machte Bürgermeister Roland Eichmann am Ende des Gespräches noch auf weiterführende Angebote (unter anderem zur allgem. Sozialbetreuung gehörend: Schuldnerberatung, Insolvenzberatung, sowie Asylbetreuung) des Caritasverbandes e.V. aufmerksam, die im sozialen Netz von zunehmender Bedeutung und außerdem im Zusammenhang mit den Nutzern der Tafel zu sehen sind.

Friedberger Tafel auf einen Blick:

Adresse: Hermann-Löns-Str. 6, 86316 Friedberg
Träger: Caritasverband Aichach-Friederg e.V.
Tel.: 0821/26891-0
Ausgabetag: 1 x wöchentlich mittwochs 8.45 – 11.30 Uhr
Spendenannahme: mittwochs 8.30 – 8.45 Uhr südl. Kellerabgang Karl-Sommer-Straße
Ehrenamtl. MitarbeiterInnen: 16
Zu versorgenede Bedürftige: 88 Haushhalte mit 114 Erwachsenen (davon 42 Asylanten) und 39 Kindern (davon 20 Asylanten), insgesamt 153 Personen

Konto-Nr. für Geldspenden:
Liga Bank IBAN: DE 92 7509 0300 0000 2000
BIC: GENODEF1M05
Verwendungszweck: Spende Friedberger Tafel

Text: Lieselotte Grund, Bild: Bernhard Ziegler
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Weiterveröffentlichungen:

myheimat-Stadtmagazin friedberger | Erschienen am 04.10.2014
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