Schaffe, schaffe, Neschtle baue ...

Überall wird fleißig am Appartement gebaut und dazu braucht es jede Menge Material.

In der Beliebtheitsskala rangieren sie nicht gerade auf den Top-Plätzen. Sie sind erstens schwarz, zweitens riesig und drittens irgendwie einfach unerwünscht: die Saatkrähen. Auch für die schwarzen Gesellen hat das Frühjahr begonnen und die Zeit für den Wohnungsbau ist gekommen.

Ihr neues Domizil bauen die Rabenkrähen immer gemeinsam. Als Bauplatz werden meist Baumkronen in der Umgebung von flachen Landschaften gewählt; zu den Favoriten zählen da unsere Parks und Erholungsgebiete. Mit gemischten Gefühlen wird der Nestbau beobachtet und schnell sind auch die Urteile und Prognosen zu hören und zu lesen: Es werden immer mehr von den "Viechern" und "die müssen weg, da muss man doch was tun!" Die Lage wird da oft schnell verkannt – es wurde bereits sehr viel getan. Die natürlichen Feinde der Tiere, etwa Habicht und Uhu, sind nur vereinzelt zu erspähen am Firmament. Naherholungsgebiete verkommen schnell mal zu Ablageflächen vom Restmüll gesättigter Schnellrestaurant-Besucher und: irgendwo muss auch der kleinste Hund mal sein Geschäft erledigen.

Den schwarzgefiederten Allesfressern kommen diese Umstände natürlich sehr gelegen und deshalb ist es auch nicht verwunderlich, das die Nähe zu uns Menschen gesucht wird. Tja, und das geht natürlich überhaupt nicht! Da wird es einem schon fast unmöglich gemacht, seine Hamburgerverpackung achtlos im Park zu entsorgen, weil da sofort die schwarzen Müllmänner zu Stelle sind. Der sonntägliche Spaziergang gerät zum Hindernislauf weil dem Tritt in einen frischen Hundehaufen ohne Weiteres von oben ein nicht gerade kleiner Krähenschiss folgen kann!

Sei 's drum. Allenthalben ist unsere Tierwelt mit Familiengründung beschäftigt. Auch die Biber sind beflissen dabei, ihre Anlagen auszubauen und zu sanieren. Und so ist das eben auf unserer Welt: Die einen mag man, die anderen nicht. Georg Kreisler, der Wiener Musiker, Karikaturist, Komponist und Schriftsteller hat dazu ein wunderschönes Chanson geschrieben:

"Schau, die Sonne ist warm und die Lüfte sind lau,
Geh mer Tauben vergiften im Park!
Die Bäume sind grün und der Himmel ist blau,
Geh mer Tauben vergiften im Park!
Wir sitzen zusmam' in der Laube
Und a jeder vergiftet a Taube,
Der Frühling, der dringt bis ins innerste Mark
Beim Tauben vergiften im Park."

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7 Kommentare zum Beitrag
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Marlene Feldmeier aus Ederheim am 27.03.2011 um 18:28 Uhr  
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Andreas aus Niedersachsen aus Laatzen am 27.03.2011 um 18:36 Uhr  
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Edgard Fuß aus Peine am 27.03.2011 um 20:40 Uhr  
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Silke Krause aus Dillingen am 27.03.2011 um 21:24 Uhr  
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Andreas aus Niedersachsen aus Laatzen am 27.03.2011 um 23:11 Uhr  
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Ali Kocaman aus Donauwörth am 29.03.2011 um 09:37 Uhr  
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Karl-Heinz Töpfer aus Marburg am 29.03.2011 um 15:52 Uhr  
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