„Hildegard v. Bingen- keine Heilige, aber hochverehrt“,
Friedberg: Hildegard v. Bingen | Bei einem Vortrag zum Thema: „Hildegard v. Bingen- keine Heilige, aber hochverehrt“, wollte ich natürlich nicht fehlen.
Etwa 25 Zuhörer teilten ihr Interesse mit mir und hörten der Referentin Frau Irmgard Wirzinger von der Rosen-Apotheke angeregt zu.
Frau Wirzinger begann mit der Zeit und der Persönlichkeit der Hildegard v. Bingen und kam über die Hildegard Heilkunde zur Hildegard Medizin von heute.
Die Lebens-und Wirkungszeit der Hildegard v. Bingen war das 12. Jahrhundert, der Beginn des Hochmittelalters.
Mit 14 Jahren kam sie als 10. Kind in die Klause auf dem Disibodenberg in die Obhut der später Heilig gesprochenen Jutta von Sponheim und wurde Benediktinerin. Mit 81 Jahren verstarb sie in dem von ihr gegründeten Kloster auf dem Rupertsberg bei Bingen.
Sie lebte ein Leben, dass bestimmt keine Langweile kannte.
Die Hildegard Heilkunde berücksichtigt immer die seelische und geistige Aspekte des Menschen, daher ist ihre Heilkunde auch immer ganzheitlich. „Alles Lebendige dieser Welt ist von einer heiligen Grünkraft durchdrungen“so Hildegard.
Die Medizinlehre Hildegard v. Bingens wurde teilweise durch die Schulmedizin bestätigt. Die Ganzheitlichkeit ihres Gesundheitsverständnisses bietet heute ein vollwertiger Schlüssel zu einer eigenverantwortlichen Gesundheit.
Die Grundlagen der Hildegard-Medizin ist unter anderem: „Du bist was Du isst“.
Der Mensch kann sich die Natur zu nutzen machen. Darum empfahl sie neben pflanzlichen Heilmitteln auch Edelsteine und Mineralien zur Unterstützung der Selbstheilkräfte.
Auch sind Nahrungsmittel Energiequellen. Was soviel heißt wie: „Gute Nahrungsmittel besitzen Heilkraft, schlechte Nahrungsmittel erzeugen schlechte Säfte und Schleime“ Dann müssen neben den bekannten Aderlass und dem Schröpfen auch Fastenkuren als Ausleitung von Stoffwechselschlacken genutzt werden. Auch setzte Hildegard auf die reinigende, entgiftende Wirkung von Bädern.
Auch die seelische Reinigung war Hildegard wichtig.
Bei der Hildegard-Medizin hat Frau Wirzinger sich
das Mutterkraut,
die Schafgarbe,
den Flohsamen
als Beispiele der empfohlenen Heilkräuter herausgesucht. Ebenso die bewährten Rezepturen wie
Edelpelargonienpulver,
(Fenchel)- Galgant-Tabletten,
Quendelkrautpulver,
Rebaschenmundwasser und natürlich
die Veilchencreme
Bei den, für den Eigenbedarf gut herzustellenden Rezepten, erklärte sie den Petersilientrank, der bei Herz-Kreislauf-Schwäche, stressbedingten Herzschmerzen und Altersherz eingenommen werden kann.


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