St. Vinzenz-Hospiz kann Neubaupläne zur Erweiterung des stationären Hospizes in Oberhausen realisieren

Rund um die Grünfläche hinter der Kirche St. Martin entsteht ein moderner Neubau für das St. Vinzenz-Hospizes
 
Grund zur Freude im St. Vinzenz-Hospiz: Geschäftsführerin Christine Sieberth, Domkapitular Armin Zürn und Dr. Margarethe Beck, erster und zweiter Vorstand
Jetzt ist es amtlich: Der St. Vinzenz-Hospiz Augsburg e.V. kann in Augsburg-Oberhausen seinen geplanten Neubau errichten. Diese Woche unterzeichneten Domkapitular Armin Zürn, erster Vorsitzender des Hospizvereins, und Pfarrer Karl Mair als Vertreter der Kirchenstiftung St. Martin den Erbpachtvertrag für das Grundstück an der Zirbelstraße. Damit ist das St. Vinzenz-Hospiz der dringend benötigten Erweiterung seiner Station einen entscheidenden Schritt näher gekommen.

Erweiterung am bisherigen Standort nicht möglich

Nachdem dies am bisherigen Standort in Hochzoll nicht möglich gewesen wäre und das Vorhaben sich auch nicht wie geplant an der Ulmer Straße realisieren ließ, war der Hospizverein lange auf der Suche nach einer neuen Möglichkeit. Die Pfarrei St. Martin war schließlich auf das St. Vinzenz-Hospiz zugekommen und hatte dem Verein ein passendes Grundstück im Umfeld der Kirche angeboten, einschließlich der Fläche, auf der momentan noch das sanierungsbedürftige Pfarrheim steht.

Barrierefreier Neubau: Zimmer mit Zugang zum Garten

Hier ist Platz genug für den geplanten Neubau des St. Vinzenz-Hospizes. Im neuen Gebäude können künftig 14 statt derzeit 9 Patienten in Einzelzimmern stationär betreut werden. Alle Zimmer sind ebenerdig zu erreichen und haben Terrassen zum Garten in der Mitte des Gebäudekomplexes. Ein Teil des Neubaus an der Zirbelstraße ist zweigeschossig geplant. Hier sind Räume für die Verwaltung, den ambulanten Hospiz- und Palliativberatungsdienst, den Hospizdienst in Senioren-, Behinderten- und Pflegeeinrichtungen sowie die Trauerbegleitung untergebracht.

Baubeginn im Frühjahr 2017

Mit dem Abriss des Pfarrheims soll das Projekt dieses Jahr im Herbst seinen Anfang finden. Der Baubeginn ist im Frühjahr 2017, die Fertigstellung voraussichtlich ein Jahr später geplant. Die Kosten belaufen sich nach ersten Schätzungen auf rund fünf Millionen Euro. Einen maßgeblichen Beitrag dazu leistet das Bistum Augsburg mit einem Zuschuss von zwei Millionen Euro, „dafür sind wir der Diözese außerordentlich dankbar“, erklärt Domkapitular Armin Zürn.

Finanzierung ist ein Kraftakt - Spenden erwünscht!

Die Finanzierung der verbleibenden drei Millionen Euro lastet aber auf den Schultern des Vereins, für den dies tatsächlich ein großer Kraftakt ist. „Wir hoffen auf viele Menschen, die uns als Partner in der Stadt und Region Augsburg dabei unterstützen, den Hospizneubau zu realisieren“, so Domkapitular Zürn.
Auch Geschäftsführerin Christine Sieberth setzt auf zahlreiche Unterstützung durch Stiftungen, Sponsoren und Spender. „Hier zählt wirklich jeder Cent, auch jede noch so kleine Spende trägt dazu bei, dass das St. Vinzenz-Hospiz den Neubau realisieren kann, um schwerstkranke und sterbende Menschen auf ihrem letzten Lebensweg zu begleiten. Allein im letzten Jahr konnten wir 150 Anfragen auf stationäre Aufnahme nicht gerecht werden. Mit der Erweiterung des St. Vinzenz-Hospizes kommen wir dem Ausbau der Hospizkultur und Palliativversorgung ein großes Stück näher. Ich hoffe, dass auch viele Spenden dazu beitragen, dieses Ziel zu erreichen.“

Hospizbetten dringend erforderlich

Die steigenden Anfragen und die hohe Auslastung des stationären Hospizes zeigen, wie groß der Bedarf einer guten Hospiz- und Palliativversorgung ist, den auch der Bundestag mit Hilfe der Gesetzgebung erst kürzlich gestärkt hat. Der St. Vinzenz-Hospiz Augsburg e.V. engagiert sich seit fast 25 Jahren in der ambulanten Begleitung schwerstkranker und sterbender Menschen. Bereits vor knapp 20 Jahren ging das stationäre Hospiz in Augsburg-Hochzoll in Betrieb, als erstes in Bayern. Der Einzugsbereich dieser Einrichtung ist groß – er reicht von Donauwörth bis Landsberg am Lech, von Günzburg bis München. Selbst aus der Landeshauptstadt erreichen den Verein immer wieder Anfragen, denn die Anzahl an Hospizbetten ist auch dort begrenzt und nicht ausreichend.
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