„Spenden sind der Lebensnerv “ - St. Vinzenz-Hospiz berichtet von erfolgreichem Geschäftsjahr

Christine Sieberth und DK Armin Zürn berichten den Mitgliedern des St. Vinzenz-Hospiz Augsburg e.V. vom erfolgreichen Geschäftsjahr und der weiteren Entwicklung
Die Frage nach dem neuen Standort des St. Vinzenz-Hospizes sorgte für großes Interesse bei der Jahreshauptversammlung des Vereins, auch wenn sie nicht im Mittelpunkt der Veranstaltung stand. Nachdem die Neubaupläne für ein Projekt in Kriegshaber nicht weiter verfolgt werden, sei der Verein erneut auf der Suche nach einem geeigneten Grundstück, berichtete Vorstandsvorsitzender Domkapitular Armin Zürn. Konkrete Angaben für einen Standort konnte er noch keine machen, aber „aufgrund der zahlreichen Presseberichte über die geplante Erweiterung haben wir einige neue Angebote für Grundstücke erhalten“, so Domkapitular Armin Zürn. „Diese Alternativen prüfen wir zurzeit.“

Geplante Erweiterung als Antwort auf große Nachfrage

Mit der geplanten Erweiterung seines stationären Angebotes trägt der St. Vinzenz-Hospiz Augsburg e.V. der großen Nachfrage in diesem Bereich Rechnung. Diese Entwicklung bestätigte auch Christine Sieberth in ihrem Bericht, die seit einem Jahr als hauptamtliche Geschäftsführerin des Vereins tätig ist. Die Belegung des stationären Hospizes ist mit einer Auslastung von 93 Prozent extrem hoch und übertraf sogar noch die vom Vorjahr. Auch daran lässt sich der steigende Bedarf an Hospizbetten ablesen.

580 Begleitungen von Schwerstkranken und Sterbenden

Über alle Bereiche des Hospizdienstes – ambulant, stationär sowie in Senioren- und Pflegeeinrichtungen – leistete der St. Vinzenz-Hospiz Augsburg e.V. 580 Begleitungen von Schwerstkranken und Sterbenden. „Ich bin dankbar, dass wir dies bewerkstelligen konnten“, so Domkapitular Armin Zürn. Er würdigte damit die Leistung der 32 hauptamtlichen Mitarbeiter, die der Verein für die professionelle Hospizarbeit beschäftigt, ebenso aber auch die der der Ehrenamtlichen, die deutlich zum Ausdruck bringe, dass das St. Vinzenz-Hospiz kein sozialpolitisches Unternehmen sei, sondern ein ideeller Verein, in dem Menschen für andere da sind.

St. Vinzenz-Hospiz gehört zu den Vereinsgrößen der Stadt

Kontinuierlich hat sich der St. Vinzenz-Hospiz Augsburg e.V. – mit 1548 Mitgliedern einer der großen der Stadt Augsburg – seit über 20 Jahren weiterentwickelt und seine Arbeit fortgeführt. Dass dies auch im vergangenen Jahr möglich war, sei den großzügigen Zuwendungen durch Spender und Stifter zu verdanken. „Sie sind der ideelle und finanzielle Lebensnerv des St. Vinzenz-Hospizes“, erklärte Domkapitular Zürn und sprach allen, die zur Unterstützung beigetragen haben, seinen Dank aus.

Dem umsichtigen Wirtschaften und großzügigen Spenden ist es zu verdanken, dass der Verein den Haushalt 2014 mit einem Überschuss von 35.000 Euro abschließen konnte. Dieser werde den Rücklagen zugeführt und komme der Finanzierung des geplanten Neubaus zugute.

Hospizarbeit ohne Spenden nicht möglich

Allein für die Finanzierung des laufenden Betriebs sind jährlich Spenden und Zuwendungen in Höhe von 380.000 Euro erforderlich. Denn die Pflegesätze sind nicht ausreichend, um die Kosten für die stationäre Unterbringung zu decken, „der Verein muss pro Gast täglich gut 50 Euro aufbringen“, erklärte Domkapitular Zürn. Auch für den ambulanten Hospizdienst gebe es nur geringe Fördermöglichkeiten. Trotzdem sind alle Angebote des St. Vinzenz-Hospizes für Schwerkranke und Sterbende kostenfrei. „Ohne Spender, Gönner und Förderer wäre Hospizarbeit nicht möglich“, brachte Geschäftsführerin Christine Sieberth ihren abschließenden Bericht auf den Punkt.
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