Nachtlichtrojektionsuhr bereichert Friedbergs Museum im Wittelsbacher Schloss

Eine seltene Nachtlichtsprojektionsuhr vom Friedberger Uhrmacher ist jetzt, dank einer großzügigen Spende der Firma Segmüller, im Besitz des Friedberger Museums im Wittelsbacher Schloss. Im Bild Friedbergs Bürgermeister Roland Eichmann und Museumsleiterin Dr. Alice Arnold-Becker
Friedberg: Museum im Wittelsbacher Schloss Friedberg |

Eine Nachtlichtprojektionsuhr, gefertigt um das Jahr 1670, ist dank einer großzügigen Spende des Möbelhauses Segmüller jetzt im Besitz des Friedberger Museums im Wittelsbacher Schloss.

Der Friedberger Uhrmacher Johann Georg Mayr hat dieses seltene Stück gefertigt. Bei der über 50 cm hohen Uhr handelt es sich um ein äußerst seltenes Exponat. Es ist bislang wohl die einzig bekannte Nachtlichtprojektionsuhr mit Kalendarium und astronomischen Angaben. Das feuervergoldete und sehr qualitätsvoll mit Blütenranken gravierte Ziffernblatt und das Werk von Mayr (entstanden um 1670) sind in ein jüngeres Gehäuse aus Eiche und Nußbaumholz (um 1720) eingebaut. In das Gehäuse konnte eine Kerze gestellt werden (Halterung noch vorhanden), die wiederum das Licht – und damit die Angabe der Uhrzeit - durch die mit einem Ziffernblatt versehene Projektionslinse nach außen warf. Die Uhrzeit wurde also auf die gegenüberliegende Wand projiziert; der Besitzer konnte sich so auch bei Nacht der Uhrzeit vergewissern.

Innerhalb des großen Ziffernrings befindet sich links ein versilberter Ring mit eingravierten Namen der Tagesregenten für die Wochentage, rechts ein versilberter Ring mit Namen der Wochentage; darüber ein Hilfsziffernblatt für die Sonntagsbuchstaben. Links der Projektionslinse ist ein Ziffernring mit Datumsangabe und rechts die Angabe des Mondalters.

Über den Uhrmacher Johann Georg Mayr gibt es nicht all zu viele Informationen. Mayr war Kleinuhrmacher in Friedberg und stieg um 1662 zum Hofuhrmacher in der Münchner Residenz auf. Als Hofuhrmacher hatte er sich um die in kurfürstlichen Besitz befindlichen Uhren zu kümmern. Sein Geburtsdatum ist nicht sicher zu ermitteln – aufgrund der im 30jährigen Krieg zerstörten Archivalien. Er scheint 1684 gestorben zu sein. Überliefert sind einige sehr qualitätsvolle Uhren von seiner Hand.

Die Uhr kann ab sofort sofort im Museum zu den Öffnungszeiten besichtigt werden.

Information:

Museum im Wittelsbacher Schloss

Öffnungszeiten:
Dientags bs Freitags 14-18 Uhr,
Samstags, Sonn- und Feiertags 11-17 Uhr
1
1
1
1
1
1
Einem Mitglied gefällt das:

Weiterveröffentlichungen:

myheimat-Stadtmagazin friedberger | Erschienen am 02.08.2014
myheimat-Stadtmagazin friedberger | Erschienen am 22.12.2014
Information zu Weiterempfehlungen Einstellungen für Weiterempfehlungen
 auf anderen WebseitenSenden
1 Kommentar
57.397
Manfred W. aus Nebra (Unstrut) | 22.07.2014 | 07:19  
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.