Miteinander Füreinander: Friedberger Hilfsorganisation „Ubuntu e.V.“ setzt sich für Hilfsprojekte in Kenia ein

Irene ist 35 Jahre alt. Ausgezehrt und abgeschafft steht sie umringt von ihren 5 Kindern vor ihrer Lehmhütte. Mit 12 war sie mit einem kleinen Landwirt aus Kasuna, einem kenianischen Dorf in der Nähe des Victoriasees, verheiratet worden. Nun ist der Mann an AIDS verstorben und die Not ist überwältigend. Für 100 Ksh, das entspricht nicht einmal 1 Euro pro Tag, verdingt sie sich auf den Reisfeldern. Wie kann man da leben, wenn z.B. eine Packung Mehl 135 Ksh kostet, wenn 1 l Milch auf 65 Ksh kommt? Kein Einzelschicksal und so weit weg von myheimat.

Dass man durchaus in der Heimat mit der Fremde und ihren Problemen verbunden sein kann, zeigt die Friedberger Hilfsorganisation „Ubuntu e.V.“ Betroffen von den widrigen Lebensumständen in Kasuna, einem kenianischen Dorf in der Nähe des Victoriasees, bemüht sie sich gemeinsam mit einer lokalen Selbsthilfegruppe, die Probleme durch verschiedene nachhaltige Projekte anzupacken: Rund 1000 Kinder erhalten derzeit täglich aus der Ubuntu Schulküche eine warme Mahlzeit.

In einer Gegend, die zu den in Kenia am stärksten von der Geisel Aids betroffenen gehört, ist die nun organisierte medizinische und soziale Betreuung überlebenswichtig. Täglich gehen jetzt im Auftrag von Ubuntu Sozialarbeiter in die Hütten, um die dringendsten Probleme zu lösen. Im Oktober 2013 organisierte der Verein den Besuch eines deutschen Ärzteteams mit dem Ziel der Aus- und Weiterbildung von lokalem medizinischen Personal. Dabei konnten auch über 2000 Menschen medizinisch versorgt werden.

Eine große Aufgabe ist die Betreuung der Kinder. Die zahlreichen Waisenkinder und die Kinder armer Eltern brauchen Schulgeld und -ausstattung, die nicht schulpflichtigen Kinder einen Kindergarten, die Schulabgänger Berufsaussichten. So stehen derzeit 2 Bauprojekte an: Ein Kindergarten wird gebaut und eine „Ubuntu Vocational school“ - ein Berufsbildungszentrum mit Werkstätten wie Nähstube, Schreinerei, Fahrradreparatur soll erstellt werden.

Grundprinzip des Engagements von Ubuntu e.V. ist Partnerschaft, Eigenverantwortung und langfristige Selbsthilfe der Dorfbewohner. So betreuen 180 Dorffrauen, die sich zu einer Ubuntu-Frauengruppe zusammengeschlossen haben, eine von Ubuntu finanzierte Geflügelfarm, fertigen Kunstgewerbe und beginnen mit Gemüseanbau.

Am Sonntag, den 8. Dezember veranstaltet der Verein Ubuntu e.V. ein Benefizkonzert in der Pfarrkirche St. Radegundis in Friedberg/Wulfertshausen. Zur Aufführung kommen Werke Barocker Komponisten, Beginn ist um 15.00 Uhr. Dabei wird auch über die verschiedenen Projekte informiert.

Spendenkonto

Stadtsparkasse Augsburg BLZ 720 500 00; Kontonummer: 250 508 827
Kontakt: Ubuntu e.V., c/o Dr. Tobias Lutz, Birkhahnweg 6, 86316 Friedberg, Tel. 0821/9075848; E-Mail: ubuntu-hilfe@gmx.de; www.ubuntu-hilfe.de

Text und Bilder: Ubuntu e.V.
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Weiterveröffentlichungen:

myheimat-Stadtmagazin friedberger | Erschienen am 07.12.2013
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