Heimatpfleger Dr. Raab lud die interessierten Friedberger zu einer Führung der West-Südwestlichen Stadtmauer ein

Dr. Hubert Raab begrüßt viele Teilnehmer

Friedberg: Stadtmauer | Voraussichtlich im Herbst soll an der Südostecke der im November 2002 eingestürzte Stadtmauerturm wieder aus den Ruinen entstehen.
Zuvor wollte Heimatpfleger Dr. Raab nochmals die Geschichte der Friedberger Stadtmauer ins Gedächtnis zurückrufen und lud die interessierten Friedberger zu einer Führung der West-Südwestlichen Stadtmauer ein.
Nach der Begrüßung am malerischen Marienbrunnen und unter strahlend blauem Himmel machte sich eine große Schar auf den Weg
Insgesamt stößt man entlang der Stadtmauer auf Türme, die alle ihren bestimmten Zweck hatten, wie den Pulverturm, den Folterturm, Wasser-, oder Krankenturm. Die Ecktürme waren als Rundtürme gebaut, alle anderen sind halbrunde Schalentürme mit Pultdächern, Früher standen auch drei Stadttore, erklärte Dr. Raab.
Friedberg wurde 1264 als Stadt gegründet in einer strategisch günstigen Lage gegenüber der Stadt Augsburg. Deshalb war sie auch immer großen Gefahren ausgesetzt und wurde schon kurz nach der Gründung von den Augsburgern eingenommen und niedergebrannt.
Darum war eine sichere Stadtbefestigung unumgänglich. Nach der ersten teilweise aus Holzpalisaden bestehender Befestigung folgte ab 1409 eine Befestigungsanlage aus Ziegelsteinen mit Türmen und Toren. Zusätzlich zur durchschnittlich 5 Meter hohen Ziegelwand, wurden an der ungeschützten Süd- und Ostseite, breite tiefe Trockengräben geschaffen. Als die Mauer keine Befestigung mehr darstellte, wurde der Graben zugeschüttet und kleine Häuser wuchsen an der Mauer entlang, so dass die Gruppe den Stadtmauerverlauf nur noch eingeschränkt deuten konnte. Dr. Raab erklärte das langsame Wachsen aus der Befestigung raus. Er zeigte die nötigen Durchbrüche, und die kleinen und großen Bausünden die seit der Auffüllung des Stadtgrabens geschehen sind.
Dann stand man vor dem Südosteck der Stadtmauer, wo im November 2002 eine dieser Bausünden abgerissen wurde und somit ein Teil der Stadtmauer zum Einsturz brachte. Dieser Anblick tut immer wieder weh und so darf man hoffen, dass es eine gut durchdachte Lösung für den Wiederaufbau dieses Denkmals gibt.

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Erika Bf aus Neusäß am 07.02.2011 um 16:29 Uhr  
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Kathrin Zander aus Meitingen am 07.02.2011 um 16:41 Uhr  
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