Gelungener Bau an einer Vision: Evangelische Gemeinde verwirklicht mit dem Neubau für Groß und Klein einen lang gehegten Traum

Ein gelungenes Gebäude für Groß und Klein
 
Regionalbischof Michael Grabow zeit den Kindergartenkindern das Kreuz, das er als Geschenk zur Einweihung mitgebracht hat
Von großer Freude war die Einweihung des neuen Gemeindesaals und der Kindertagesstätte geprägt, die die evangelische Gemeinde „Der Gute Hirte“ am Wochenende feierte.

Für Regionalbischof Michael Grabow, der die Festpredigt hält, „ein Anlass, wie es keinen schöneren geben kann“. Und die Freude wirkt ansteckend: Wie er und auch Pfarrer Volker Nickel die Kindergartenkinder als echte Ehrengäste in den Mittelpunkt stellen und sie in den lebendigen Festgottesdienst einbeziehen, ist ebenso erfrischend wie berührend. Ob nun Volker Nickel mit seiner beliebten Handpuppe Ernie oder an der Gitarre bei fröhlichen Liedern oder Regionalbischof Grabow, „ganz neidisch auf das Musikzimmer“, von dem ihm die Kinder berichten – die Wertschätzung gegenüber den Kindern ist deutlich zu spüren.

Ebenso wie die Freude über das gelungene Gebäude. Regionalbischof Grabow erklärt, dass im neuen Haus viel geboten sei – „von der Kinderkrippe bis zum Seniorenkreis.“ Gemeindehäuser als Lebens-, Begegnungs- und Beziehungsräume seien „Orte, wo wir die alte und neue Kultur des Willkommens einüben können“. Als Geschenk hat er zwei bunt bemalte Holzkreuze im Gepäck, die mit Bezug auf den Namen der Gemeinde das Bild vom Guten Hirten zeigen. Für Grabow „ein schönes Zeichen, dass wir von Gott umsorgt, geführt, geschützt sind. Mögen die kleinen Leute im Kindergarten und die großen Leute in der Gemeinde hier immer in dieser Zuversicht leben.“

Pfarrer Volker Nickel hat Gelegenheit zahlreichen Beteiligten zu danken, unter anderem der Leiterin der Kindertagesstätte, Annemarie Abenthum, "die, als sie ihre Stelle als Leiterin der Kindertagesstätte antrat, noch gar nicht wusste, was hier alles auf sie zukommen würde". Sein besonderer Dank galt zudem Monika Göppel, Vertrauensfrau des Kirchenvorstands, die sehr viel Mühe Zeit und Engagement in dieses Projekt investierte. Das weiß auch die Festgemeinde, die sie mit stehenden Ovationen belohnt.

Viele Ehrengäste beglückwünschen die Gemeinde zum Neubau, unter ihnen Vertreter der Politik und der Kirchenverwaltung, von Institutionen und Vereinen, der katholischen und der islamischen Gemeinde. Große Freude über das Haus als einen „Ort, wo man sich trifft“, äußert auch Bürgermeister Roland Eichmann. Dieser Raum gehöre mitten hinein in die Stadt. Er sei für ihn ein besonderes Zeichen, denn diesen Neubau als Diasporagemeinde zu stemmen, sei im katholisch geprägten Land ein Kraftakt. „Es ist schön, dass dieses Haus nun so in der Stadt zu sehen ist.“ Architekt Hans Hicker, lässt nochmals die aufwändige Planungsphase Revue passieren, bis schließlich jenes innovative Raumprogramm realisiert werden konnte, das allen Ansprüchen gerecht werde. Sein Dank gilt den 30 am Bau beteiligten Firmen, vor allem auch den Handwerkern aus der Region.

So konnte schließlich „alles, was wichtig war, verwirklicht werden“, wie Monika Göppel erklärt: „Der freie Blick auf die Kirche durch die gelungenen Außenanlagen und das ansprechende Gebäude für die Kindertagesstätte und den Gemeindesaal.“ Sie ist froh über einen unfallfreien Bau und vergisst außerdem nicht, den zahlreichen Zuschussgebern und Spendern zu danken – von vielen privaten Spendern bis hin zu Unternehmern. Stellvertretend nennt sie Ludwig Nägele, der die Lautsprecheranlage für den neuen Gemeindesaal spendierte und abgesehen davon beim Festgottesdienst auch für die musikalische Begleitung an der Orgel sorgte. Das vielfältige wie tiefe Engagement, auch in den eigenen Reihen, ist an allen Ecken und Enden spürbar. Mit zahlreichen Aktionen ist die Gemeinde auch weiterhin damit beschäftigt, den hohen Eigenanteil an der Finanzierung zu schultern.

Immerhin bleiben die Gesamtkosten für das Gebäude unter zwei Millionen Euro und damit etwa zehn Prozent unter der Baukostenberechnung. 600.000 Euro steuerte die Stadt Friedberg zur Kindertagesstätte bei, etwa eine halbe Million Fördermittel kommen vom Freistaat – „gut angelegtes Geld“, ist Landtagsabgeordneter Peter Tomaschko überzeugt, der zudem lobt, dass Friedberg in Sachen Betreuung unter Dreijähriger Meilensteine gesetzt habe.

Dazu trägt auch die Kinderkrippe der evangelischen Gemeinde bei. Einrichtungsleiterin Annemarie Abenthum ist froh, dass der Kindergarten im neuen Haus nun „endlich angekommen ist“. Die Kinder fühlten sich sehr wohl hier und nähmen das neue Gebäude wie auch das neue Konzept sehr gut an, das quasi zeitgleich Einzug gehalten hat. Die Teilöffnung der Gruppen bietet den Kindern viel Platz, um kreativ zu werden. Das kommt gut an, bei den Kindern wie auch bei den Erzieherinnen, die von der deutlich besseren Kommunikation profitieren.

Einen ersten Einblick in die neuen Räume gewinnen die zahlreichen Besucher, die sich nach dem Festgottesdienst und dem Segnungsakt im neuen Gemeindesaal zum Feiern einfinden. Wie gut, dass die Fläche dank einer mobilen Trennwand von 90 auf 150 m² vergrößert werden kann. Den Platz brauchte die Gemeinde gleich bei dieser ersten Veranstaltung dringend. Barrierefrei gilt hier übrigens auch im übertragenen Sinn – das Haus ist ein Ort der Begegnung für alle.
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Weiterveröffentlichungen:

myheimat-Stadtmagazin friedberger | Erschienen am 22.12.2014
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