Was: Friedberger Zeit 2010: Steinbildhauer Franz Seidl auf den Werbeplakaten
Wo: Friedberger Zeit
Wann: 09.07.2010 00:00 Uhr bis 18.07.2010 00:00 Uhr

Friedberger Zeit 2010: Steinbildhauer Franz Seidl auf den Werbeplakaten

von Franz Scherer aus Friedberg | am 13.03.2010 | 628 mal gelesen | 7 Kommentare | 14 Bildkommentare | 14 Bilder
Werbeplakat für das Altstadtfest 'Friedberger Zeit': Franz Seidl vor dem Friedberger Rathaus bei der Arbeit am "Kniefall"

Friedberg: Friedberger Zeit | In seiner Rinnenthaler Werkstatt hat Steinbildhauermeister Franz Seidl das große Werbeplakat für das Altstadtfest "Friedberger Zeit" bereits an die Wand gehängt. Seidl wird neben Wolfgang Karlshöfer auf Plakaten und Prospekten der Werbeträger für das Altstadtfest vom 9. bis 18. Juli 2010 sein um möglichst viele Besucher zum Fest zu locken.

Der Stolz und die Freude ist Franz Seidl anzusehen, wenn er sich auf "seinem Plakat" betrachtet. Auf dem Foto ist Seidl abgebildet, wie er vor dem Friedberger Rathaus in historischem Gewand an einem "Kniefall" arbeitet. Für Kulturabteilungsleiter Frank Büschel "verdeutlicht dieses Plakat, mit welcher Hingabe die historischen Handwerker am Werke sind", sagte er der Friedberger Allgemeinen. Mit dem "ersten Kniefall" wird Franz Seidl während Festtage die Arbeiten zum biblischen Kreuzweg fortsetzen.

Seit 54 Jahren ist Franz Seidl heute mit seinem Beruf verbunden. Alle Stationen der Ausbildung hat er absolviert. Vom Steinhauer über den Steinmetz hin zu Steinbildhauermeister hat er seinen Beruf von Grund auf erlernt. "Erstmals 1740 wird der "Steinhauer Seidl" im niederbayerischen Hauzenberg erwähnt" erzählt Seidl über seinen Familienstammbaum. Auch Franz Seidl ist ein geborener Niederbayer. Die Werke des Meisters sind in Friedberg an vielen Orten zu sehen. Vor dem Friedberger Krankenhaus und bei der Wallfahrtskirche "Unseres Herrn Ruhe" sind der zweite und der dritte "Kniefall" zu sehen. Im Friedberger Stadtgarten steht Seidls "Wassermann" im Parkteich. Restauriert hat die Firma Seidl auch die Statuen am heute blütenweißen Friedberger Marienbrunnen.

"Naturrealistisches Arbeiten wie Malen, Zeichnen und Schnitzen muss der Steinbildhauer können", sagt Franz Seidl. "Ohne diese Fähigkeiten können gedankliche Vorstellungen nicht umgesetzt werden." Am Anfang eines Werks steht die Zeichnung, dieser folgt die reale Modellage in Gips. Dann folgt erst die Übertragung auf den Stein selbst. An einem Kreuzweg, den Seidl gerade für die Nachbargemeinde Schmiechen erstellt, demonstriert er anschaulich diese Arbeitsschritte.

Das Familienunternehmen Firma Franz Seidl feierte 2008 sein 25-jähriges Jubiläum. 1983 gründete Franz Seidl seinen eigenen Steinmetzbetrieb in Friedberg, der jetzt von seinen Söhnen Markus und Martin Seidl geführt wird. Das Leistungsspektrum reicht von der Grabmalgestaltung über Natursteinarbeiten für Haus und Garten bis hin zu kreativen Steinmetzarbeiten.

Weitere Informationen:
Firma Franz Seidl im Internet
Friedberger Zeit 2010 im Internet

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7 Kommentare zum Beitrag
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Willi Hembacher aus Gersthofen am 13.03.2010 um 16:30 Uhr  
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Gisela Diehl aus Alzey am 13.03.2010 um 16:35 Uhr  
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