Ein Abend mit Pauline Füg: Die Abschaffung des Ponys
Friedberg: Rittersaal im Wittelsbacher Schloss | Pony muss zum Schlachter, der zückt die Schere und schafft freie Sicht. Endlich, denkt sich der Augen-Blick, sieht sich um und schießt, klickklickklick, kleine Fotos, die aneinandergereiht zitternde Kurzfilme ergeben. Pauline Füg (Lyrik, Spoken Word) eröffnet mit ihrem Band / Die Abschaffung des Ponys / eine unmittelbarere, unverstellte Sicht auf die Wirklichkeit und leitet den Leser zu einer neuen, poetisch-realistischen Wahrnehmung an. Gemeinsam mit der Licht- und Filmkünstlerin Cendra-Doreen Polsner (radient) lässt sie so Kurzfilme Wirklichkeit werden: Pauline spricht, Cendra projiziert live Clipfragmente in den Raum, die dem Zuhörer/Zuseher die Augen öffnen und so einen weiteren Zugang zu den Texten schaffen. Ein abwechslungsreich spannender Abend mit Spoken Word-Texten, Lyrik, Installation, Videoclips und manchmal ein paar melodischen Beats nimmt das Publikum mit zu anderen Blick- und Fluchtpunkten. Pauline Füg schreibt und war schon beim Poetry Slam im letzten Jahr dabei. Lyrik und Prosa. 1983 in Leipzig geboren, aufgewachsen in und um Nürnberg. Studium der Psychologie. Lebt in Eichstätt und Hannover. 2011 erschien ihr Lyrikband „Die Abschaffung des Ponys“ im stellwerck-Verlag. Zusammen mit ihrem Elektropoesie-Projekt großraumdichten veröffentlichte sie 2009 das Album „an grauzonen vorbei“ im Sprechstation-Verlag. Pauline Füg gibt Poetry Slam-Schreibworkshops, z.B. für die Schauburg in München und für eine Vielzahl von Schulen. Sie ist Mitglied der Eichstätter Schule (großraumdichten, lichtpunkt-film, radient audiovisual arts). 2009 gewann die Eichstätter Schule mit der Verfilmung des großraumdichten-Tracks „Spiegel“ den 3Sat-Poetry Clip Wettbewerb. 2010 mit großraumdichten Preisträgerin der Bremer Netzresidenz. 2010 Gewinnerin des Förderpreises der Literaturstiftung Bayern. Mitglied des Alzpoetry-Teams. Live im Wittelsbacher Schloss Friedberg (Rittersaal).
Bild: Tobias Heyel


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