9. Friedberger Musiksommer lockt mit einer „Langen Nacht der Musik“
Die erwarteten heißen Tage im klassischen Sommermonat werden zum neunten Mal vom Friedberger Musiksommer begleitet. Vom 5. bis zum 8. August bieten die „Bürger für Friedberg“, unterstützt durch den Freundeskreis "Friedberger Musiksommer", dem Publikum ein weitgespanntes musikalisches Programm.
In diesem Jahr lockern mehrere Besonderheiten den Ablauf auf. Zunächst sahen sich die Veranstalter mit einer Raumnot konfrontiert. Die Stadthalle wird saniert und wegen fehlender Fluchtwege ist die Besucheranzahl im Schloss begrenzt. Doch aus der Not wurde eine Tugend: Die Konzerte finden an unterschiedlichen Orten statt und erschließen sich völlig neue Räumlichkeiten.
Außerdem organisierte der Leiter Karl–Heinz Steffens eine weitere Attraktion für das Publikum. In diesem Jahr wird es eine „Lange Nacht der Musik“ geben, die unter dem Motto „Großer Bilderbogen der Stile und Möglichkeiten“ steht.
Der Musiksommer beginnt wie jedes Jahr mit „All that Jazz“. Am Donnerstag, den 5. August, spielt die Friedberger „Traditions-Band“ Jazz aus den 30er und 40er Jahren in der TSV-Halle. Zu Gast ist die Sängerin Yamil Borges. Sie konnte sich am Broadway behaupten und wurde nach der Hauptrolle in „Chicago“ im Theater des Westens zur Wahlberlinerin. Von der Hauptstadt aus betreibt sie nun ihre Karriere als Jazz-Sängerin.
Am Freitag, den 6. August, werden in der Stadtpfarrkirche St. Jakob die Kantaten und die h-Moll Suite von Johann Sebastian Bach präsentiert.
Die „Lange Nacht der Musik“ wird am Samstag, den 7. August, stattfinden. Das Motto des „großen Bilderbogens der Stile und Möglichkeiten“ wird von insgesamt drei Konzerten mit kulinarischen Pausen verwirklicht. Die Zuhörer wechseln zwischen den Abschnitten den Veranstaltungsort. Der Abend beginnt im Archivhof mit bekannten Stücken aus der Klassik. Danach folgt in der Stadtpfarrkirche St. Jakob spätromantische Musik. Den krönenden Abschluss des Abends bildet die „Night Session“ mit kammermusikalischem Jazz im Restaurant „Jedermanns“.
Mit einer Matinee und Kammermusik klingt der Musiksommer wörtlich und im übertragenen Sinne aus. Die Matinee am Vormittag ehrt Robert Schumann in der Remise des Wittelsbacher Schlosses anlässlich seines 200. Geburtstages. Der endgültige Abschluss des Musiksommers wird mit dem Klavierquintett von Robert Schumann sowie mit dem „Quartett für das Ende der Zeit“ von Olivier Messiaën in St. Afra im Felde gestaltet.



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