1945 Kriegsende in Friedberg

Friedberg: Archivgalerie |

Am 28. April 1945 besetzte die von Augsburg aus in Richtung München vorstoßende US-Armee die Stadt Friedberg, in der sich eine zur letzten Verteidigung bereite SS-Einheit festgesetzt hatte. Nach Zeitzeugenberichten war es dem mutigen Engagement von Friedberger Bürgerinnen und Bürgern zu verdanken, dass eine kampflose Übergabe der Stadt an die Amerikaner ermöglich werden konnte.

Anlässlich der 70-jährigen Wiederkehr der deutschen Kapitulation wird vom 8. Mai bis zum 5. Juli eine umfangreiche Ausstellung in der Archivgalerie Friedberg gezeigt. Sie beleuchtet am Beispiel von offiziellen Dokumenten, Photographien, Erinnerungsberichten aber auch Sachgegenständen Aspekte dieser bewegten Zeit vor und nach dem Kriegsende in Friedberg. Zentrale Themen im ersten Teil der Ausstellung zu den letzten Monaten des "Dritten Reichs" stellen Luftkrieg, Kriegswirtschaft und –alltag, aber auch Zwangsarbeit und Widerstand, sowie letzte Mobilisierungsversuche vor der Niederlage dar. Im zweiten Teil stehen der Einmarsch der Amerikaner und der Beginn der Besatzungszeit im Mittelpunkt. Dokumentiert werden der politische Neuanfang in Friedberg mit dem zunächst von der Besatzungsmacht eingesetzten, Anfang 1946 gewählten Bürgermeister und Stadtrat, aber auch die Probleme infolge des wirtschaftlichen und staatlichen Zusammenbruchs: Wohnungsnot, Rohstoff- und Lebensmittelmangel und den Umgang mit Displaced Persons und Heimatvertriebenen. In einem dritten Abschnitt kommen in einem Medienraum Zeitzeugen in Bild und Ton zur Sprache, um Geschichte erlebbar zu machen.
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Unser "Plus" kennzeichnet alle Beiträge, die durch den Abdruck bei unseren Partnerverlagen noch mehr Aufmerksamkeit bekommen.friedberger | Erschienen am 06.06.2015
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