Friedberg: Februar | Der Festtag des heiligen Valentin
Die bekannten Lieder von der Vogelhochzeit wurden zu Ehren des heiligen Valentin gedichtet und gesungen, denn in Fabeln des späten Mittelalters steht geschrieben, dass an seinem Festtag die Vögel Hochzeit haben.
Bei uns war darum früher der Valentinstag ein bedeutendes Fest, heute wird es als Tag der Freundschaft und der Liebenden gefeiert.
Über den heiligen Valentin ist geschichtlich wenig überliefert.
Der Legenden nach war er ein römischer Priester, der durch sein Gebet die blinde Tochter des Richters Asterius wieder sehend gemacht hat.
Asterius und vierzig andere Personen ließen sich daraufhin taufen.
Kaiser Claudius (41-54) geriet darüber in Zorn und verfügte Valentins Enthauptung.
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Eine andere Deutung:
"Zurück geführt wird dieser Tag auf eine Legende über den Bischof Valentin von Terni. Dieser soll verfolgten Christen geholfen haben und traute auch heimlich Paare. Laut Legende soll Kaiser Claudius Goticus im dritten Jahrhundert das Verbot ausgesprochen haben, Soldaten christlich zu trauen.
Bischof Valentin setzte sich jedoch über dieses Verbot hinweg und musste dafür am 14. Februar Mitte des dritten Jahrhunderts als Märtyrer sterben."
Ob es zu dieser Zeit schon Bischöfe gab?
oder hier:
"Man sagt, dass St. Valentin ein Bischof in der italienischen Stadt Terni war, und zwar im „Dritten Jahrhundert“. Zur gleichen Zeit lebte Kaiser Claudius II, der damals entschied, dass unverheiratete Männer die besseren Soldaten seien und verbot den jungen Männern das Heiraten.
Verliebte wollten aber gerne heiraten und der Bischof traute sie auf Wunsch heimlich. Man sagt, dass diese Ehen unter einem besonders guten Stern standen. Als Kaiser Claudius diese von den Eheschließungen erfuhr, ließ er den Bischof Valentin festnehmen und am 14. Februar 269 hinrichten, weil dieser sein Gesetz übertreten hatte.
Der Bischof liegt in der bayerischen Stadt Krumbach begraben.
Und:
"Um es gleich vorwegzunehmen - der Valentinstag ist keine Erfindung der Blumenhändler, wie oft vermutet wird. In Deutschland verbreitete sich der Brauch des Valentinstags - und damit einhergehend der Blumengeschenke - nach dem 2. Weltkrieg durch den Einfluß der USA. Die Blumenhändler erklärten 1950 diesen Tag nur zusätzlich als "Tag der offenen Herzen"."
So wie Muttertag und Halloween?
"Die ersten Valentinsgrüße soll Valentin selbst aus einem römischen Gefängnis an die Tochter seines Wärters geschrieben haben. In dieses blinde Mädchen soll er sich verliebt und sie auch durch ein Wunder geheilt haben. Den Brief soll er mit "von Deinem Valentin" unterschrieben haben. Eine andere Legende erzählt, die Karten seien nicht von, sondern an Valentin geschrieben worden - und zwar von Freunden außerhalb des Gefängnisses, die ihn vermissten. Die erste Valentinskarte schickte vermutlich Charles, Herzog von Orleans, im Jahr 1415 an seine Frau. Er war damals Gefangener im Tower von London. Die Karte ist erhalten geblieben und heute im British Museum in London zu sehen."
und weiter:
"Welcher Valentin genau am 14. Februar verehrt wird, läßt sich nicht sicher sagen. Die Unsicherheit ist dabei so groß, daß es seit der Reform des römischen Generalkalenders im Jahr 1970 und der daraufhin durchgeführten Reform des deutschen Regionalkalenders 1972 keinen Gedenktag für einen Heiligen namens Valentin mehr gibt!
Es gab drei Männer namens Valentin, auf die der Valentinstag und seine Bräuche zurückgehen könnten.
1. Valentin von Rom
Dieser Valentin war ein einfacher, frommer Mönch. Er lebte zur Zeit von Kaiser Claudius (Claudius Goticus, 268-270), einem der so genannten "Soldatenkaiser", in Rom. Claudius war der Auffassung, daß unverheiratete Männer bessere Soldaten seien als verheiratete - also verbot er jungen Männern, zu heiraten! Über dieses Gebot setzte sich Valentin hinweg und traute heimlich junge Paare. Außerdem traute er auch Sklaven und Paare, deren Eltern nicht mit der Verbindung einverstanden waren. Als Geschenk bekamen die Frischvermählten eine Blume geschenkt. Am Verhalten Valentins war nicht nur schlimm, daß er überhaupt Trauungen durchführte - da Claudius ein Gegner des Christentums war, war eine Trauung nach christlichen Grundsätzen besonders verwerflich. Claudius erfuhr natürlich von den Trauungen und versuchte zunächst, Valentin von seinem christlichen Glauben abzubringen. Der fromme Mönch lies sich jedoch nicht beirren, sondern versuchte seinerseits, den Kaiser vom Christentum zu überzeugen. Beide hatten keinen Erfolg. Claudius war sehr erbost über das Verhalten Valentins und lies ihn am 14. Februar 269 in Rom hinrichten: nach einer Steinigung wurde Valentin geköpft. Für die christlichen Gemeinden Roms war er daraufhin eine Art Märtyrer und schon bald nach seinem Tod wurde er ein "Heiliger" genannt. Andere Quellen berichten über eben jenen 269 hingerichteten Valentin, er sei bestraft worden, weil er versucht habe, christliche Gefangene zu befreien.
2. Valentin von Terni
Valentin war Bischof in Terni (nördlich von Rom) und starb um 268 als Märtyrer. Er wurde zum Tode verurteilt und geköpft, weil er sich weigerte, eine Statue anzubeten. Von ihm wird berichtet, er habe in Rom einen verkrüppelten Jungen geheilt. Andere Quellen berichten von der Heilung eines blinden Mädchens, wieder andere, er habe eben jenem Mädchen, in das er sich verliebt hatte, vor seiner Hinrichtung einen Brief aus dem Gefängnis geschrieben - den ersten Valentinsgruß. Vor der Kalenderreform wurde am 14. Februar eines heiligen Valentin gedacht. Die Gebeine des Valentin von Terni liegen heute in Terni selbst und in Worms.
Da es relativ unwahrscheinlich ist, daß um 268 zwei Märtyrer dieses Namens hingerichtet wurden, wird angenommen, daß es sich bei Valentin, dem Bischof von Terni, um den oben beschriebenen Valentin, den armen Mönch, handelt. Ein weiterer Umstand könnte ein Hinweis darauf sein, daß es sich bei Valentin von Rom und dem Bischof von Terni um ein und dieselbe Person handelt.
In der römischen Via Flaminia gab es um das Jahr 300 zwei Gräber, die auf einen Valentin hinwiesen. Zum einen das Grab, über dem Papst Julius I. (337-352) eine Basilika "genannt Valentin" hatte bauen lassen, die später von Papst Theodor I. (642-649) renoviert wurde. Hier wurden die Gebeine eines heiligen Valentin verehrt. Quellen aus dem 6. Jahrhundert berichten, daß in diesem Grab ein Valentin liege, der unter Claudius Goticus an einem 14. Februar hingerichtet worden sei. An einer anderen Grabstätte gab es eine weitere Kirche, die einem heiligen Valentin geweiht war. In Überlieferungen aus dem 6. Jahrhundert wird dieser Valentin als Märtyrer und Bischof von Terni bezeichnet, der aber am 14. April hingerichtet worden sein soll.
3. Valentin, Bischof von Rätien
Der Gedenktag des Valentin, Bischof von Rätien, war jedoch am 7. Januar. Er starb im Jahr 475 in Meran, nachdem er lange Jahre in Rätien und Südtirol als Wanderbischof umhergereist war. Seine Gebeine liegen seit 761 in Passau, dessen Patron er ist.
Außerdem gab es noch einen Bischof von Trier mit dem Namen Valentin. Er lebte von etwa 280 bis 350. Sein Gedenktag war bis zur Kalenderreform der 16. Juli. Dies ist der einzige Valentin, bei dem sicher ist, daß er mit dem Valentinstag am 14. Februar nichts zu tun hat.
Wahrscheinlich ist, daß am 14. Februar Valentin von Terni verehrt wird, der Bischof war. Die Figur des Valentin von Rom entstand vermutlich aus den zahlreichen Legenden und Heilungserzählungen und ist identisch mit dem Bischof von Terni.
Im Jahr 496 erklärte Papst Gelasius I. (492-496) den 14. Februar zum Valentinstag.
Im Mittelalter dachten die Menschen, Judas (der Jesus verraten hatte) sei am 14. Februar geboren worden. Daher war der Tag ein Unglückstag für sie. Sie gingen davon aus, daß an diesem Tag geborene Menschen und Tiere nur Unglück haben und bringen. So wurden z.B. am 14. Februar gelegte Eier nicht ausgebrütet.
Wie viele andere (christliche) Feste, liegt auch der Valentinstag in zeitlicher Nähe zu einem römischen Fest. Die Römer veranstalteten am 15. Februar ein Fest namens "Lupercalia" zu Ehren des Hirtengottes Lupercus (lat. lupus = Wolf). Diesen hatten sie angerufen, damit er die Wölfe, die die Stadt in großer Zahl heimsuchten, von Rom fernhielt. Das Fest war außerdem Faunus gewidmet, dem Gott der Fruchtbarkeit, sowie den Stadtgründern Romulus und Remus. Diese sollen der Legende nach von einer Wölfin gesäugt worden sein, was wieder die Verbindung schafft zu Lupercus. Die Lupercus-Priester versammelten sich vor der Höhle, in der Romulus und Remus von der Wölfin gesäugt worden sein sollen. Dort opferten sie eine Ziege. Sowohl Felder als auch Frauen, die mit der Haut dieser Ziege berührt wurden, sollten im nächsten Jahr besonders fruchtbar sein. Da am 15. Februar in Rom bereits frühlingshafte Temperaturen herrschten, feierte man dieses Fest als Frühlingsfest. Bei diesem Fest wurden auch die Namen aller unverheirateten jungen Frauen auf Lose geschrieben und jeder junge Mann durfte ein Los ziehen. So wurden Paare für das nächste Jahr ausgelost. Manche Ehe wurde auf diese Weise angebahnt!
In England, Belgien und Nordfrankreich gab es im Mittelalter einen ganz ähnlichen Brauch. Dort durfte sich jeder unverheiratete junge Mann ein unverheiratetes Mädchen aussuchen, das für das kommende Jahr seine "Valentine" sein sollte. Mit ihr durfte er ausgehen und schenkte ihr Süßigkeiten, Blumen und Gedichte. Ab dem 17. Jahrhundert war der Valentinstag in England ein sehr beliebter Tag bei Frischverliebten. Schon im 18. Jahrhundert war es üblich, kleine Geschenke und Karten auszutauschen. Englische Auswanderer brachten den Brauch des "Tages der Liebenden" in die Neue Welt. Dort wurde er dann zu einem "Tag der Freundschaft" erweitert und kam langsam zurück nach Europa. In Deutschland ist der Valentinstag erst seit etwa 1950 ein bedeutender Tag für Liebespaare." http://www.feiern-online.de/feiern-online/inhalt-g...
Edgar, da hast Du ja eine menge zu den verschiedenen Legenden und auch Valentins zusammengestellt.
Mit dem Unglückstag am 14. hat mich meine Oma von etwas anderem überzeugt. Sie war an einem 14.02. geboren und wurde 92 Jahre. Zuvor bat sie mich, da mein Jüngster um diese Zeit zur Welt kommen sollte, zu versuchen, es am 14. Februar zu schaffen. Denn sie musste gehen und ein neues Leben sollte da beginnen. Ich ging zwar am 14. Ins Krankenhaus, doch mein Sohn zog es vor,erst am 15. Februar zur Welt zu kommen. Fast hätte es geklappt
Meine Mutter hatte auch am 15. Februar Geburtstag, sie ist aber leider viel zu früh schon in 1991 gestorben.
Ist doch eigentlich ganz egal wann man geboren wird, die Hauptsache ist den Eltern u. den Kindern geht es gut -oder?
LG Elke
Sehr interessant! Aber das Gedönse um diesen Tag ist mir etwas zu viel. Ich kenne Familien, da macht jeder jedem Geschenke - das finde ich übertrieben!
Am 14. Februar feiern hauptsächlich die Kartenhändler und die finnische Post in Finnland. Etwa 10-15 Jahren haben wir den Tag der Freundschaft. Valentin hat den Namenstag doch. Viele Leute denken, dass diesen Tag ein amerikanisches Tingeltangel sei und merken ihn kaum...
@Edgar, vielen Dank für die ausführliche Erklärung.
Ich finde auch, da wird viel zu viel Gedönse drum gemacht, mitte Februar werden die Tage schon länger und der Winter verzieht sich langsam wieder, dass ist der eigentliche Grund zur Freude .... schön mal darüber Berichtet! GW
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Alles Liebe zum Valentinstag
Der Valentinstag.
Man sagt ihm, der am 14. Februar begangen wird, nach, er sei eine Schöpfung geschäftstüchtiger Blumenhändler.
Da aber jeder...
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