„Toms Traum“ - Friedberger Schule für Musik präsentierte einen traumhaften Musical-Spaß

Traumelf, Tom und der brummige Teddy
 
Bei der Mathestunde

Wieder einmal stellte die Friedberger Schule für Musik unter Leitung von Karola Piel ein unterhaltsames und liebenswürdiges Stück auf die Beine, das am 12. Oktober in Friedberg zur Aufführung gebracht wurde: „Toms Traum“ von Gerhard A. Meyer.

Dabei geht es um den kleinen Tom (Anna Fiorentino), der in der Realität von Mathematik, Liebeskummer und bösen Jungs (Franziska Grasser, Franziska Reiner, Verena Schmaus) und in seinen Träumen von Alpträumen und fiesen Traummonstern geplagt wird. Was Tom allerdings nicht weiß: die Träume der Menschen, seine bösen wie angenehme von anderen, werden in der Traumküche gebraut – und als der Küchenchef (Raphael Bauer) dort einmal Pause macht, darf sein Geselle Felix (Florian Tichawa) den Kochlöffel schwingen: er hat Mitleid mit dem armen Tom und schickt ihm mit seinen Lehrlingen (Marie Engelmaier, Theresa Bauer, Leonie Ritter, Clara Schulan) den besten aller Träume in Form eines schönen Traumelfen (Theresa Bauer). Der bringt Toms Traumwelt richtig auf Vordermann: zusammen mit Toms Möbeln wie dem Kleiderschrank und dem Computertisch, dem Mond und den Sternen, die jeweils von Raphael Bauer, Florian Tichawa und Clara Schulan gespielt wurden, sowie dem brummigen Teddy Josefine Ritter, der schnell die Sympathien des Publikums auf seiner Seite hatte, feiern sie in dieser Nacht eine Fete – bis die Traummonster auftauchen, die doch noch ihren Weg zu Tom fanden. Gemeinsam mit dem Traumelfen vertreibt Tom die bösen Wesen und wird auch am nächsten Tag noch vom Elfen begleitet, der allerdings in der Nacht zurück in den Traumkessel gelangen muss, sonst würde er sich auflösen und mit ihm alle guten Träume der Menschen. So kann Tom in der Schule einen vergnüglichen Tag erleben: die Mathelehrerin (Julia Pfänder) bringt den Kindern Mathe spielerisch als Jonglage mit Zahlen bei, die bösen Jungs verprügeln sich gegenseitig und Lisa (Julia Tichawa), Toms heimliche Liebe, scheint ihn zu mögen – das alles gelingt mit ein wenig Zauberstaub. Mit der Nacht beginnt dann Toms Abenteuer: Lisa, ihm und dem Traumelfen stellen sich verschiedene Hindernisse in den Weg, um sie von der Rückkehr in die Traumküche abzuhalten. Doch gemeinsam sind die drei stark und es gelingt ihnen den Elfen und damit die guten Träume der Menschen zu retten.
Wie immer war das Stück untermalt von abwechslungsreicher Musik, die Juliander Reiner (Klavier), Franziska Bante (E-Bass), Jim Piel (Klangeffekte) und Paul Schmaus (Schlagzeug) beisteuerten. Etwas schade war bei den Liedern, dass zunächst die Technik nicht ganz mitspielte und die jungen Sänger etwas dumpf zu hören waren – was diese aber nicht irritierte. Erstaunlich war auch wieder, was die Kinder, die teilweise mehrere Rollen übernahmen, zusammen mit den Eltern auf die Beine stellen konnten: die selbstgemachten Kostüme waren einfach, aber überzeugend; den Teilnehmern konnte man die Begeisterung anmerken, nach etwa 50 Probestunden das Stück auf die Bühne zu bringen. Unterstützt wurden sie dabei finanziell auch von einem Privatmann und dem Verein zur Förderung der musikalischen Ausbildung in Friedberg.
Um auch dem Publikum, das zahlreicher erschienen war als letztes Jahr, zu danken, hatte die Traumküche eine ganz besondere Überraschung: sie braute den Zuschauern ganz besonders süße Träume für diese Nacht.

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