bei welchen Verfehlungen gab es diese Tatzen
Friedberg: Schule | Nach meinen vorangegangenen Beiträgen stellt sich nun die Frage, bei welchen Verfehlungen gab es diese Tatzen oder all die anderen Formen der körperlichen Züchtigung?
Generell , beim Umschauen, beim Einsagen, beim Abschreiben, beim Abschreiben lassen, beim Schwätzen, beim Steckenbleiben von auswendig gelernten Gedichte, beim Spielen mit Griffeln und Bleistiften.
Auch ein Grund waren das Anstoßen des schreibenden Nachbarn, auch Tintenpatzer im Heft, oder wenn man den letzten Satz des Lehrers nicht wiederholen konnte, beim Diktatverbessern noch Fehler machen, das Einmaleins nur stockend aufgesagt, und Schreibwerkzeug auf den Boden fallen lassen, mit den Fingern schnalzen und schwach begabte Schüler auslachen. Auch ungespitzte Griffeln und ungewaschene Tafel brachte den Lehrer in Weißglut.
Doch die Kardinalverbrechen waren: Raufen, Lügen, Fluchen, Zu-spät-kommen, Schreien, toben, Pfeifen und mit Gegenständen werfen. Auch dem Lehrer widersprechen oder ihm ins Wort fallen und noch vieles mehr an Ungezogenheiten.
Leider züchteten die Lehrer auch Schüler wegen schlechter Leistung, mangelnder Begabung oder fehlender Intelligenz und verteidigte sich damit, dass Schlamper, Faulpelze und aufsässige Schüler zur Raison gebracht werden mussten.
Und was ist nun "Tatzen"? - ich weiß es immer noch nicht!
Kirsten, hier habe ich diese Tatzen hoffentlich gut erklären können.
http://www.myheimat.de/friedberg/gedanken/die-gute...
Manches Aufgezählte kenne ich aus meiner Schulzeit.
Ich spielte einmal in der Mathestunde mit den Zöpfen
meiner Schulkameradin --- oh je, meine Finger brannte
danach doch sehr und Schreiben war nicht gleich
möglich
...leider kam ich auch nicht an dieser Prozedur vorbei.
Sprüche 22,15: "Torheit steckt dem Knaben im Herzen; aber die Rute der Zucht wird sie fern von ihm treiben" ;)
Bei mir (1967-77) in Bremen gab es keine körperlichen Züchtigungen mehr. Dennoch - wenn ich die Klassentreffen besuche kann ich nicht feststellen daß aus uns nichts geworden ist.
Prügel erzeugen Angst und Duckmäusertum - das haben sich sowohl der Kaiser als auch der "Führer" zunutze machen können - "Der Untertan" läßt grüßen.
Was sagte Goethe? " Liebst Du den Knaben, so züchtige ihn ".
Weil ich oft den Schulbeginn verträumt habe, bekam ich des öfteren eins
mit dem Rohrstock. Ich bin hierdurch weder ein Duckmäuser, noch ein "Unter-
tan" geworden. Ganz im Gegenteil! Meine Generation war mutiger und lange
nicht so feige oder auch fügsam wie die folgenden Generationen. Wir waren
auch keine sog. Weggucker wie heutzutage üblich. Das, nur mal so nebenbei !
"Meine Generation war mutiger und lange
nicht so feige oder auch fügsam wie die folgenden Generationen. Wir waren
auch keine sog. Weggucker wie heutzutage üblich."
Oh - auch in Eurer Generation gab es jede Menge "habichnichtsvongewußt"... alles andere wäre Schönfärberei.
Diese Wegschauerei habe ich selber mehrfach schon beobachten können - für mich ist es selbstverständlich bei Unfällen zu helfen. Aber dann Zeugen zu finden? Alle haben geglotzt und sich das Unfallgeschehen haarklein erzählt - als es aber um Zeugenaussagen ging "Ich hab aber gar keine Zeit", "Ich hab das sowieso nicht gesehen", "Ich will aber keine Schwierigkeiten haben"...... vornehmlich Leute im Rentenalter die sich sonst über Gott und die Welt ganztags das Maul zerreißen.
In unserem Dorf wurde ein US-Pilot von einem Bauern erschossen - nach dem Verhör auf dem Weg zur Wehrmacht. Alle haben gerufen "Schlag das Schwein tot!" (Bei uns gab es keinen einzigen Bombentoten...), hinterher hat sich der Täter versteckt - weniger aus Angst vor den Alliierten, nein, aus Angst vor Denunziation - wie man beflissentlich erst die Hakenkreuz-, dann die weiße Fahne herausgehängt hat. Einige ältere, die das alles mitgemacht haben erzählen heute davon wie es ihnen schlecht wurde vor soviel Kriecherei.
Es gibt viele Aspekte warum wir Deutschen (egal welcher Generation!) heute so oft wegsehen. Sprüche wie "jeder muß selber sehen wo er bleibt" habe ich von den älteren gehört - wer vermittelt denn Normen und Werte?
Der Rohrstock sicherlich nicht.
..Schön, daß es bei Euch keinen einzigen Bombentoten gab. Was war aber
mit Dresden, Leipzig, Hamburg, Köln usw. Die da gerufen haben "schlag
das Schwein tot " hatten vielleicht in den plattgemachten Städten Familien-
mitglieder, Verwandte oder Freunde verloren und reagierten deshalb so
wütend. Ich meinerseits war bei Kriegsende 10 Jahre alt und bin als Kind
in Leipzig von amerikanischen Jagdflugzeugen beschossen worden. Außerdem
war ich 2x in Luftschutzkellern verschüttet und habe bei den brutalen Angriffen
auf Wohngebiete u. Schulen mehrere Klassenkameraden verloren. Ich glaube
hier kannst Du, Edgard, kaum mitreden. Im übrigen sollten wir vielleicht beide nicht zu sehr verallgemeinern. Zu der von Dir erwähnten Kategorie Mensch ge-
höre ich jedenfalls nicht. Auch sehe ich im früheren Rohrstock kein Allheilmittel.
Allerdings auch nicht in der heutigen Vorgehensweise.
Durch die Recherche hierüber und meine Geschichte als Soldat kann ich sehr wohl mitreden, wenn auch jede Zeit und jeder Mensch ein(e) andere(r) ist.
Ich verwahre mich nur dagegen daß Du die nach Dir kommenden Generationen - also auch mich - dermaßen negativ verallgemeinerst und Deine eigene als edel, hilfreich und gut darstellst.
Mir gibt dabei zu denken daß es in Deutschland mehr als hundert Lynchmorde gegen alliierte Flieger gab, in Großbritannien, Frankreich und Belgien dagegen nicht. Aber das ist eine andere Diskussion...
Jedenfalls - ich kenne keinen ernstzunehmenden Beweis daß körperliche Strafen irgendeinen positiven Effekt haben. Ich bin zwar in der Schule nie geschlagen worden, aber zuhause (wenn auch sehr selten). Abgehalten von Streichen hat es mich nie, wie es auch Menschen in den USA, China oder Saudi Arabien nicht davon abhält Strafttaten zu begehen - im Gegenteil. In diesen Ländern ist die Kriminalitätsrate höher als bei uns (es lonht auch mal ein Vergleich USA-Kanada).
Ich erdreiste mich sogar zu dem verdacht daß es vielen "Züchtigern" dabei nicht um Erziehung sondern um Selbstbefriedigung gegangen ist - wie es auch die jüngsten Beispiele zeigen.
Nur noch einige Anmerkungen zu Edgard Fuß vom 15.03.010 :
Vielleicht war der US-Pilot zufällig einer der Piloten, die gern Jagd auf Einzel-
personen (Fußgänger, Radfahrer, Bauern, Frauen u. Kinder) gemacht haben.
Wohlgemerkt, ich wurde als 9-Jähriger beim Milchholen von einem Jagdflugzeug beschossen.
Als Peiner wissen Sie sicherlich, daß ein Peiner Schüler und seine Freundin am
Herzberg auf dem Wege zum Sundern beschossen u. getötet wurde. Der Leiter
des Peiner Stadtarchivs, H. Utrecht, wird Ihnen beim Auffinden gern behilflich
sein. Oder Sie wissen sicherlich auch um die besondere Gefährdung der Rot-
kreuz Symbole auf Schiffen, Fahrzeugen u. Gebäuden. Oftmals tragisch für Verwundete, Flüchtlinge und sogar KZ.-Häftlinge. In einem Gespräch mit den ehemaligen Peibner Chefarzt, Dr. Kunze, wurden ähnliche Vorfälle in Finnland bestätigt. Aktenkundig wurden Verbrechen dieser Art nach der Invasion 194. Es ist gut, wenn sich die jüngere Generation mit der Geschichte auseinandersetzt, aber Harmlosigkeit und Gutgläubigkeit sind eher hinderlich beim Suchen nach historischen Tatsachen. Es sei denn, man ist wieder einmal darauf aus, böse Taten des eigenen Volkes zu "bekennen" ob wahr oder nicht. Hauptsache, die Sieger sehen den Erfolg ihrer einseitigen Fehlinformationen (Erziehung). Ich habe extra Tatsachen aus Ihrer Wohngegend genannt, um Ihnen die Nachprüfung zu erleichtern.
Nein, der Pilot war Mitglied einer B24 die die Focke-Wulf-Werke in Langehagen bombardieren sollte.
Zwei weitere Besatzungsmitglieder wurden von SS-Leuten aus dem Verhör beim Schedenstedter Ortsgruppenleiter herausgeholt und im Wald zwischen Schmedenstedt und Münstedt erschossen, anschließend mußten Münstedter Bürger die Toten in einem Graben verscharren.
Der Leichnam des Piloten mußte von Jugendlichen auf einem Karren zum Woltorfer Friedhof gebracht und "hinter der Hecke" verscharrt werden. Im Kirchenbuch findet sich darüber "selbstverständlich" kein Eintrag.
Ob der Woltorfer Bauer von den von Ihnen geschilderten Vorfällen wußte ist mir nicht bekannt - wohl aber daß gegenseitige Aufrechnung von Verbrechen zu den gängigen Verdrängungs- und Rechtfertigungsmustern gehört.
Ich stelle hier mal die provokative Frage ob man mit Ihrer Sicht der Dinge überhaupt zun unserem Rechtssystem stehen kann.
"...
Schon 1940, lange vor Beginn des alliierten "Luftterrors", hatte Führer-Stellvertreter Rudolf Heß gefordert, Feindflieger müssten notfalls "unschädlich gemacht" werden. Hitler selbst ließ mit Beginn der großen alliierten Luftoffensive am 21. Mai 1944 alle Hemmungen fallen.
Eine "Führer-Weisung" vom gleichen Tag befahl, in bestimmten Fällen "abgeschossene feindliche Flieger ohne Standgericht zu erschießen"; in einen Leitartikel seines Propagandaministers zum "Luftterror" diktierte Hitler tags darauf einen Passus, wonach, notierte Goebbels, "die deutsche Reichsregierung Erwägungen anstelle, diese Piloten nicht mehr vor der Wut des Volkes zu beschützen". Es sei "zu viel von uns verlangt, wenn man von uns forderte, dass wir deutsche Soldaten zum Schutz für Kindermörder einsetzen", verkündete Hitlers Sprachrohr daraufhin im Reichsfunk.
...."
http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-20794719.htm...
Aber natürlich "müssen" wir das so sehen weil wir ja alle "umerzogen" wurden ... sagen manche.
Aufarbeitung eines vielfachen Massenverbrechens - die (indirekt angeordnete) Ermordung von Kriegsgefangenen war nur eines von vielen - nennen es die anderen.
Gewalt in der Kindheit rechtfertigt bei nicht wenigen Gewalt in allen Lebenslagen, Wer als Schüler Gewalt aushalten mußte gibt diese häufig später weiter - das ist das größte Problem in der Diskussion.
Ebenso fatal ist das Fehlen von Grenzziehungen und das Fehlen jeglicher Anleitung durch die Eltern.
Ich habe das Buch "Warum unsere Kinder Tyrannen werden" mit wachsendem Unbehagen gelesen - bestätigt es doch u.a. die Erfahrungen die meine Frau als Tagesmutter so macht. Nur - Gewalt ist gerade hier absolut tabu, und dennoch wird sie selbst mit Problemkindern fertig denen im Kindergarten die angemessene Betreuung fehlt....
> "und dennoch wird sie selbst mit Problemkindern fertig denen im Kindergarten die angemessene Betreuung fehlt...."
Denen fehlt es aber eher an angemessener Betreuung im Elternhaus.
Aber das nur am Rande erwähnt...
Ich bekam als Tagesmutter vom Jugendamt auch Problemkinder ins Haus
"Problemkinder" entstehen nicht nur im Elternhaus. Gerade bei Geringverdienern ist die Stituation fatal wenn ein Einkommen nicht ausreicht - leider bleibt die Zuwendung an die Kinder oft auf der Strecke. Einflüsse von aussen kommen hinzu..
Ich halte die Tagesmutterbetreuung für eine bessere Alternative zum Kindergarten, denn die Zahl der Kinder ist mit einer normalen Familie vergleichbar, der Bezug zur Tagesmutter ist viel intensiver (was dann den Abschied für beide manchmal nicht leicht macht) u nd gerade Einzelkinder müssen sich mit anderen Kindern aus verschiedenen Altersgruppen arrangieren.
> "Gerade bei Geringverdienern ist die Stituation fatal wenn ein Einkommen nicht ausreicht - leider bleibt die Zuwendung an die Kinder oft auf der Strecke"
Muss man halt auch mal Prioritäten setzen. Und manche machen das ja auch.
"Geringverdienst" ist auch oft relativ. Ich mache die Erfahrung, dass die Zuwendung an die Kinder mit steigenden Einkommen sinkt bzw. umgekehrt.
> "Einflüsse von aussen kommen hinzu.."
...die ausreichend Zuwendung und Erziehung abfangen können.
> "Ich halte die Tagesmutterbetreuung für eine bessere Alternative zum Kindergarten"
K.A. - aber zumindest scheinen die Kindergärten nichts zu taugen, wenn die Kinder immer problematischer werden, obwohl es schon Standard ist, sie massenweise reinzutreiben.
"Ich mache die Erfahrung, dass die Zuwendung an die Kinder mit steigenden Einkommen sinkt bzw. umgekehrt."
Wo machst Du diese Erfahrungen?
"K.A. - aber zumindest scheinen die Kindergärten nichts zu taugen, wenn die Kinder immer problematischer werden..."
Pauschales Fehlurteil.
Aufgrund der Struktur sind Kindergärten kaum in der Lage diesen Kindern die notwendige Betreuung zukommen zu lassen.
Wieviel Kinder hast Du?
Edgard, ist die Frage an mich gerichtet?
Ich habe 4 eigene kinder und 3 Enkelkinder.. Seit 25 Jahren arbeite uich für den Kinderschutz und das Jugendamt. Im Durchschnitt habe ich 3 bis 4 Kinder vom Baby bis zum Kindergartenkind in Aufsicht.
> "Wo machst Du diese Erfahrungen?"
Überall.
Wohlstandsvermehrung und Karriereausbau beider Eltern geht halt nur, wenn das Kind in die Fremdbetreuung ausgelagert wird - was ja wohl eine sinkende Zuwendung bedeutet.
Problemkids kommen auch aus betuchteren Elternhäusern.
Amokläufer sogar überwiegend.
Usw.
> "Pauschales Fehlurteil. Aufgrund der Struktur sind Kindergärten kaum in der Lage diesen Kindern die notwendige Betreuung zukommen zu lassen."
Na, sagte ich doch auch. Wieso ist es dann ein Fehlurteil, wenn ich es sage?
Hi Christel,
nein - ich meine Dich natürlich nicht....
"Wohlstandsvermehrung und Karriereausbau beider Eltern geht halt nur, wenn das Kind in die Fremdbetreuung ausgelagert wird - was ja wohl eine sinkende Zuwendung bedeutet."
Du solltest Dir mal die betreffenden Untersuchungen über "Fremdbetreuung" wie Du es nennst ansehen.
Das Wort "Auslagern" zeigt mir deutlich daß es Dir nicht um die Sache ansnich geht - im Gegenteil, Du verwendest hier ausgerechnet die Argumentation kirchlicher Hardliner.
Kinderkrippen, Spielgruppen und ähnliche betreuungen sind mitnichten ein Zeichen dieser Zeit sondern seit Altersher gang und gäbe - wir leben heute im Paradies; in früheren Zeiten war es unumgänglich daß beide Elternteile arbeiten mußten - ob als Bauern, Tagelöhner oder als Arbeiter - ohne Schwangerschafts- oder Mutterschaftsurlaub!
Sorry, aber Du hast von der Materie keinen blassen Dunst. Welcher der Amokläufer war denn als Kind Fremdbetreut?
Ich war es übrigens auch.
In Ländern wie Frankreich oder Skandinavien haben Kinderkrippen, Vorschulen und Tagesmütter einen wesentlich höheren Stellenwert.
Nochmal, lieber Andreas: Wieviel Kinder hast Du denn großgezogen?
...Der große "Meister " hat gesprochen.
Bitte, ganz vorsichtig argumentieren, sonst landet man bei Edgar sehr leicht in der "Rechten Ecke".
Edgard, ich verstehe gar nicht, warum du so aggressiv und persönlich wirst.
Dass die Amokläufer sozusagen die klassischen mordernen Lebenserfahrungen hatten - und somit auch den Kindergarten u.ä. durchlaufen haben - konnte man bisher immer ganz gut den Berichten entnehmen. Überwiegend stammten sie auch aus sogenanntem guten Haus und waren materiell gut versorgt, besuchten die höheren Schulformen, usw. Eigentlich konnte man solchen Informationen gar nich entkommen (ausser, man verschließt sich ihnen absichtlich).
Ausserdem gibt es noch massenweise andere Problemkids - und die sind meist auch fremdbetreut worden. So pädagogisch wertvoll kann das also nicht sein. Soll und kann es ja auch nicht, sondern es ist halt eine Abgabemöglichkeit und mehr nicht.
Die Vergleiche mit anderen Zeiten und/oder Kulturen sind unterschiedlicher Natur, weil auch die Zeiträume sehr groß sind.
Dass früher die Familie bei der Betreuung eine viel größere Rolle spielte, weißt du sicher auch. Frauen blieben auch früher oft bei den Kindern oder diese betreuten ihre kleinen Geschwister. Auch gemeinsame Arbeit spielte früher eine große Rolle
> "Das Wort "Auslagern" zeigt mir deutlich daß es Dir nicht um die Sache ansnich geht - im Gegenteil"
Es ist eine schlichte Bezeichnung für eine Handlung.
> "Du verwendest hier ausgerechnet die Argumentation kirchlicher Hardliner"
Nein. Mit denen hab ich auch nichts am Hut.
Ausserdem ist dein Vorwurf widersprüchlich, denn grad die Kirchen sind gravierende Anbieter in der Fremdbetreuungsbranche und versuchen darüber an die Kinder zu kommen.
> "Wieviel Kinder hast Du denn großgezogen?"
Ist doch egal, was ich darauf antworte - dir wird die Antwort eh nicht passen, weil die Frage doch eh nur zum Ablenken dienen soll und völlig irrelevant für die Diskussion ist. Du hättest dann sicher eins mehr und deshalb wieder mehr Recht o.ä. ;)
> "Bitte, ganz vorsichtig argumentieren, sonst landet man bei Edgar sehr leicht in der "Rechten Ecke"..."
K.A. - Aber da ich eher gegen die Fremdbetreuung bin, kann ich ja weder in der rechten, der linken noch in der religiösen Ecke landen ;)
OK, Andreas !
Bei dieser Gelegenheit wünsche ich ein frohes Osterfest.
"Im Streit über den weiteren Ausbau von Krippenplätzen hat der Augsburger Bischof Walter Mixa erneut Bundesfamilienministerin Ursula von der Leyen scharf angegriffen. Die Politik der CDU-Ministerin sei "zutiefst unsozial und familienfeindlich", sagte Mixa der "Passauer Neuen Presse". Von der Leyens Pläne seien "gesellschaftspolitisch völlig verfehlt und in hohem Maße ideologiegeleitet". Die Ministerin bediene veraltete feministische Forderungen, wenn sie die Berufstätigkeit von Müttern forciere.
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Was glauben Sie? Sind die Familienpläne von Ursula von der Leyen tatsächlich "veraltete feministische Forderungen aus den 70ern"?
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Bisherige Beiträge (9) Deutschland brauche vor allem stärkere finanzielle Hilfen für Mütter und Familien, die ihre Kinder in den ersten Lebensjahren selbst erziehen wollten, so der Bischof. "Besonders alleinerziehende und finanziell schlechter gestellte Mütter haben derzeit keine echte Wahlfreiheit zwischen eigener Kindererziehung und Berufstätigkeit", wird Mixa zitiert.
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Der Bischof kritisierte auch die Ankündigung von der Leyens, alle bisherigen Leistungen für Familien auf den Prüfstand stellen zu wollen: "Das kann nur bedeuten, dass die Berufstätigkeit einer Minderheit von Müttern zu Lasten der selbst erziehenden Familien subventioniert werden soll. Die Politik der Familienministerin fördert einseitig die Bedürfnisse einer gehobenen Mittelschicht."
Der Bischof warf von der Leyen vor, die Berufstätigkeit von Müttern zu einem ideologischen Programm erhoben zu haben und mit diesem Weg vor allem der Rekrutierung junger Mütter als Fachkräfte für die Industrie zu dienen: "Mit dem Ziel einer über 70-prozentigen Berufstätigkeit von Müttern bedient die Familienministerin darüber hinaus vor allem veraltete feministische Forderungen aus den siebziger Jahren des vorigen Jahrhunderts."
http://www.stern.de/politik/deutschland/kinderbetr...
Lieber Andreas, die Frage ist einfach ob Du Kindereziehung und -betreuung aus eigener Erfahrung als Elternteil oder nur vom Hörensagen kennst.
Das ist doch ein großer Unterschied, oder?
Ich brauch und will niemanden in irgendeine Ecke zu schieben - wer sich selber dorthinstellt sollte wenigstens dazu stehen und nicht rumjammern.
Dennoch - jeder Mensch hat viele Facetten und viele "Ecken" - kommt drauf an welche er zeigt.
Sorry - der Artikel sollte eigentlich noch editiert werden...
Ich halte nichts von der altertümlichen, frauenfeindlichen Einstellung - egal, ob sie von Kirchen, Feministinnen oder Rechten stammen.
Mir geht es um die Wichtigkeit der Familie, der Erziehung durch diese und ganz besonders die Wahlfreiheit bei der Frage.
Und da hat selbst ein Mixa Recht, wenn er die ideologisch gewollte Einseitigkeit und Unterstützung anprangert.
Es wird halt die Fremdbetreuung mit Brechstange und Milliardenaufwand durchgepeitscht, während man eigenverantwortlich Erziehende nicht nur finanziell benachteiligt, sondern auch in Medien, Politik und Gesellschaft als dumme, altbackene Deppen darstellt.
Die einfachste Lösung wäre, die ganzen Zuschüsse (die Gebühren werden ja auch immer mehr übernommen) zusammenzufassen und an die Eltern auszuzahlen, damit diese die Fremdbetreuung oder das familiäre Selbsterziehen wahlweise praktizieren können.
Man könnte sogar nach Einkommen/Bedürftigkeit staffeln, denn Betuchten muss man den Spaß ja nicht auch noch finanzieren.






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