"No cars, just Ludwigstraße!" - Friedbergs Projekt "autofreie Zone" mit sonnigem Start

Strahlendes Sommerwetter, Wochenmarkt und Augsburger Friedensfest - das Projekt "autofreie Zone" in Friedbergs Ludwigstraße begann für zahlreiche Besucher mit den besten Voraussetzungen.
Friedberg: Ludwigstraße |

Dem oft nicht enden wollenden Strom an Kraftfahrzeugen durch die Friedberger Ludwigstraße soll mit einer teilweisen Sperrung Paroli geboten werden. Während eines mehrmonatigen Experiments sollen 70 Meter der Friedberg Hauptstraße am Wochenende für den Kfz-Verkehr gesperrt werden.

Bis Ende Oktober haben im gesperrten Bereich Fußgänger den Vorrang. Mit einem Konzept aus Straßengastronomie und Aktionsflächen für Künstler und Musiker soll es gelingen, Friedbergs Innenstadt als Verkehrsberuhigte Zone für Anwohner und Besucher attraktiv zu machen. Von Freitag sieben bis Samstag 18:00 Uhr dauert die Absperrung im Lauf der Versuchszeit.

Die ersten drei Wochenenden lassen nun vorsichtige Schlussfolgerungen zu. Neben dem durchwegs positiven Echo der Anwohner und Besucher zur neuen Situation gibt es auch einige Tatsachen, welche bei einer dauerhaften Einführung noch auf den Prüfstand gehören. Die Verkehrsführung der AVV-Linienbusse bedarf einer Lösung. Die AVV-Busse können während der Sperrung die Haltestellen Marienplatz und Garage Ost nicht mehr anfahren. Wer vom P+R-Halteplatz Friedberg West in die Friedberger Innenstadt will, muss vom Friedberger Bahnhof zu Fuß laufen. Deutlich zugenommen hat auch der Schleichverkehr in den Nebenstraßen. Anwohner der Haagstraße, Jungbräu- und Bauernbräustraße werden während der Sperrung mit sehr viel mehr Autoverkehr belastet. Als extremes Beispiel gilt hier die Engstelle der Bauernbräustraße: Passierten vor der Sperrung des Ludwigstraßenbereichs 300 bis 400 Fahrzeuge diese Stelle, waren es während des Augsburger Friedensfests am 8. August 1431 Fahrzeuge.

"Von der Idee nicht mehr grundsätzlich abgeneigt", so Aktivring-Vorsitzende Petra Gerber, seien die Friedberger Geschäftsleute. Man wolle die Probezeit zur kritischen Prüfung nutzen, so Gerber. Durchaus positiv sieht auch Friedbergs Bürgermeister Roland Eichmann den Verlauf des Versuchs. Eichmann stellte in Aussicht, dass es im kommenden Jahr noch andere Versuchsmodelle geben könnte. Nicht von der Hand zu weisen sind jedoch einige Variablen, die zum dauerhaften Gelingen oder Scheitern dieses Projekts beitragen werden: Die Wetterverhältnisse und die Aktionen während der Sperrung.

Text: Franz Scherer
Bilder: FS eventfoto Franz und Sabina Scherer (alle Rechte vorbehalten)
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Weiterveröffentlichungen:

myheimat-Stadtmagazin friedberger | Erschienen am 06.09.2014
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