Kuba – Zwischen Zigarren und Zuckerrohr
Nach 11 Stunden Flug landen wir bei 38 Grad auf Kuba und werden herzlichst begrüßt. Mit typischen Köstlichkeiten, begleitet vom Rhythmus Kubas, klingt der erste Tag karibisch aus.
Ausgeschlafen geht es am Morgen auf Spurensuche: 400 Jahre gelebte Geschichte.
Im wunderschön verträumten Kolonialstädtchen Remedios erwachen längst vergangene goldene Zeiten vor unserem geistigen Auge. Der alte Stadtplatz mit den herrlichen Kolonialbauten lädt ein inne zu halten, sich auf eine Bank zu setzen und dem bunten Treiben zuzuschauen.
Weiter geht es mit der alten Dampflock nach Santa Clara. Dort besichtigen wir eine Zuckerfabrik. Ein Museum mit alten Handwerksmaschinen und Fotos erinnert an die Sklavenzeit. Wir kauen Zuckerrohr und den frisch gepressten Saft verfeinern wir mit einem Schuss echten Havanna-Rum.
Nach dieser kleinen Stärkung fahren wir zur Tabakfabrik. Hier dürfen wir den Frauen und Männern zusehen, wie sie die weltberühmten und besten Zigarren, die Cohibas, nach alter Tradition per Hand drehen. Ein beruhigender Duft der Tabakblätter liegt in der Luft und wir nehmen einige als Souvenir mit.
Danach geht es weiter zum Che Guevara Denkmal. Hier wird dem Nationalheld große Ehre erwiesen. Ein gemütliches Museum zeugt seiner Zeit: Seine alten Blechpfannen und privaten Habseligkeiten, sowie Kinderfotos sind hier ausgestellt. Dort verweilen wir und lassen die Geschichte Revue passieren. Gänsehaut bekommen wir im kleinen Mausoleum, in dem der Held und seine Anhänger liebevoll zur letzten Ruhe gebettet wurden.
Den Abend genießen wir bei lauen Temperaturen und leckeren kubanischen Cocktails, sinnen über der Geschichte und freuen uns schon auf den nächsten Tag, der ganz im Sinne des Elementes Wasser steht.
Wir machen uns mit einem Katamaran gemütlich auf den Weg. Fröhliche Delphine begleiten uns auf unserer Fahrt, vorbei an Mangrovenwäldern und palmengesäumten Puderzuckerstränden, zur vorgelagerten Insel „Isla Paradiso“. Dort erleben wir einen entspannten Tag inmitten herrlicher, unberührter Natur. Das Naturschutzgebiet ist ein Paradies für Flora und Fauna. Riesige Leguane, Pelikane, bunte Flamingos und „Baumratten“ (eine Biberart) dürfen wir in ihren heimischen Gefilden beobachten. Wir schnorcheln in Höhlen, schwimmen im kristallklaren Wasser mit den Fischen, bestaunen Seesterne und können kaum glauben, dass es noch ein so unberührtes Fleckchen Erde gibt.
Auf der Hauptinsel geht es weiter mit einem Geländewagen oder auf dem Rücken der Pferde kreuz und quer durchs Hinterland. So erkunden wir die Umgebung entlang eines kühlen, frischen Flusslaufes jenseits der Touristenströme. Mit Augen, Ohren und Nase spüren wir die Natur in vollen Zügen und entdecken, wie einst Kolumbus, auf unserer Wanderung wilde Wälder und verfallene Ruinen und tauchen ein in die karibische Kultur.
Mit vielen Erinnerungen und der karibischer Musik im Herzen machen wir uns auf den Weg nach Havanna…
Text: Simone Weiß


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