Inseln der Azoren: Gärten im Atlantik – Jeder Tag hat vier Jahreszeiten

 

Ich kannte die Azoren nur vom Wetterbericht. Das „Azorenhoch“, das sich regelmäßig über dem Atlantik aufbaut und uns sonniges Wetter verheißt war mir ein Begriff, daß die Inseln zu Portugal gehören auch, aber von der Vielfalt an Pflanzenarten, allein mit 56 Endemischen Pflanzen, die nirgendwo sonst auf der Welt anzutreffen sind war ich überrascht und begeistert.
Wie Trittsteine markiert der Vulkanpark der abgeschiedenen Azoren mit seinen 9 Inseln weit draußen im Atlantik – zwischen 1500 km und 1900 km von Lissabon entfernt – das Ende des ersten Wegdrittels nach New York.
Wir fliegen nach Sao Miguel, der größten und vielfältigsten Insel mit
der Hauptstadt Ponta Delgada. Dort machen wir einen gemütlichen Spaziergang durch das schmucke Zentrum mit seinen altehrwürdigen Bauten, prunkvollen Kirchen und charmanten Gassen. Nach einem Besuch auf dem lokalen Markt und dem örtlichen Museum machen wir einen Ausflug zu den bekannten Zwillingsseen Lagoa Verde und Lagoa Azul. Einer Sage nach füllten die Tränen einer Prinzessin und eines einfachen Hirten, die unglücklich verliebt waren die beiden Seen. Wir stoppen noch auf einer Ananasplantage und probieren den hausgemachten Likör.
Am nächsten Tag fahren wir nach Furnas. Im Tal von Furnas finden wir eine einzigartige Fauna und Flora. Es dampft und brodelt an jeder Ecke. Es gibt heiße Quellen und Thermalbäder im Terra Nostra Park. Am Ufer des Lagoa das Furnas wird die Erdwärme zum Garen der lokalen Spezialität „Cozido“ genutzt - in Töpfen wird eine Mischung aus verschiedenen Fleisch- und Gemüsesorten in der Erde versenkt und gekocht. Auf dem Rückweg besichtigen wir noch die Teefabrik Gorreana. (in Europa gibt es nur zwei!)
Am nächsten Morgen fliegen wir auf die Insel Faial, wegen seiner wunderbaren blauen Hortensienpracht auch die blaue Insel genannt. Zunächst geht es zum farbenprächtigen Yachthafen von Horta, dem Ankerpunkt für Atlantikübersegler. Anschließend geht die kurvenreiche Fahrt weiter zur Caldeira, einem Vulkankrater mit 1,5 km Durchmesser und zum Vulkangebiet Capelinhos – einer atemberaubenden Vulkanlandschaft, die nach dem Ausburch 1957 entstand. Knapp ein halbes Jahrhundert nach dem Vulkanausbruch fegt noch immer die Asche übers Land und vom ehemaligen Dorf sind nur nur noch die Hausdächer zu sehen.
Am nächsten Morgen erwartet uns ein besonderes Erlebnis. Wir beobachten mit einem Schlauchboot Wale in freier Wildbahn. Fast alle Walarten und 8 von 12 Delfinarten tummeln sich in den Gewässern der Azoren. Wir haben Glück und sehen mehrere Finnwale und vier verschiedene Delfinarten die teilweise als Schule quirlig ums Boot sprangen.
Gegen Mittag bringt uns das Boot auf die Nachbarinsel Pico, die von üppiger Natur, schwarzem Basalt und grünem Wein geprägt ist. Bis in die Wolken reicht die Spitze es gleichnamigen Vulkans, der mit 2351 m der höchste Berg Portugals ist. Wir besuchen den Walfängerort Lajes do Pico und das Walfangmuseum in Sao Roque wo wir die harte Arbeit des Walfangs, der bis in die ´80 er Jahre hier ausgeführt wurde nachvollziehen können.
Zurück auf der Insel Faial serviert man uns am Abend noch „Canto da Doca“ (heißer Stein). Am frühen Morgen ist das Erlebnis „Azoren“ leider auch schon wieder vorbei.
…. diese und alle anderen Reisen können Sie bei uns im TUI-ReiseCenter, Peter Grundler buchen.

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Fernando Machado aus Friedberg am 14.05.2009 um 17:03 Uhr  
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