Frisches aus der Bundeswehrkantine

von Joachim Meyer aus Friedberg | am 16.02.2010 | 767 mal gelesen | 3 Kommentare | 1 Bildkommentar | 1 Bild
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Wenn semi-prominente Sozialfälle rohe Känguru-Hoden essen müssen, heißt die Trash-Veranstaltung „Dschungelcamp“. Die Gourmets tragen Namen wie Costa, Désirée oder Mausi. Einige von ihnen gingen vor dem tierischen Geschlechtsteilschmaus durchaus ehrenwerten Berufen (Pornostar, Schlagerbarde, Soap-Schauspielerattrappe) nach, andere dagegen durften den Kakerlaken-Verzehr getrost als veritablen Höhepunkt ihrer Vita ansehen. Ähnliche Initiationsriten herrschen scheinbar auch im oberbayerischen Mittenwald. Wenn Rekruten rohe Schweineleber zu sich nehmen müssen, heißt das Event Bundeswehr und verursacht ein moralinsaures Rauschen im deutschen Blätterwald. Das Gebirgsjägerbataillon wurde unversehens zum australischen Dschungel, der Busch gegen das Edelweiß ausgetauscht. Dabei wusste BILD ganz schnell, warum US-Marines ihren verweichlichten, larmoyanten Feinden an Giftigkeit und Reaktionsschnelligkeit überlegen sind. Die Soldaten müssen bei ihrer Militärübung Cobra Gold 2010 „tapfer“ das Blut einer Giftschlange trinken („Einmal Kobra-Cocktail, bitte!“). Hoffentlich verfolgen deutsche Programmdirektoren aufmerksam diese Debatte. Unabschätzbare Synergie-Effekte könnte man erzielen, würde man die genannten „Rohpotentiale“ miteinander verknüpfen. Denn auch Sterneköche wissen den Geschmack von zart rosa Gebratenem zu schätzen und die Unterschiede zwischen den Garstufen „rare“ und „medium“ sind eh fließend. Mein Vorschlag: eine vierstündige Marathon-Kochshow im ZDF mit dem Generalinspekteur der Bundeswehr sowie den beiden bewährten rohbrutzendeln Fachkräften der Mainzelmänner. Arbeitstitel: „Lafer, Lichter, Leber – Frisches aus der Bundeswehrkantine“!

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3 Kommentare zum Beitrag
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Andreas aus Niedersachsen aus Laatzen am 16.02.2010 um 18:51 Uhr  
18.336
Wilfried Bauer aus Königsbrunn am 20.02.2010 um 20:11 Uhr  
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Gerhard Fritsch aus Gersthofen am 21.02.2010 um 18:32 Uhr  
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