Eine europäische Erfolgsgeschichte
Zwei aktuelle Comenius-Projekte an Friedberger Schulen
EU-Zuschuss von über 370.000 Euro für Schwaben
„Schulpartnerschaften im Rahmen des EU-Programms Comenius wirken sich positiv auf alle teilnehmenden Parteien aus“, berichtet Schwabens Europaabgeordneter Markus Ferber. Zu diesem Ergebnis kommt die kürzlich von der Empirischen Gesellschaft in Kassel durchgeführte EU-Studie über europäische Schulpartnerschaften. Ferber: „Laut der Studie steigern Comenius-Partnerschaften den Lernerfolg der Schüler und schaffen in den Schulen eine bessere Lehr- und Lernumgebung.“ Außerdem werden Schüler und Lehrer motiviert, Fremdsprachen zu erlernen, gleichzeitig wird das interkulturelle Verständnis gefördert. „Comenius sorgt dafür, dass Europa in die Klassenzimmer kommt und bereichert somit die Schulbildung“, so Ferber. Es gehe aber nicht nur darum, junge Europäer zusammenzubringen. Comenius unterstütze Schüler und Lehrer dabei, wichtige Kompetenzen zu erwerben und so die Grundlagen für berufliche Erfolge in einer Wissensgesellschaft zu schaffen. Zu Schuljahresbeginn 2007/2008 starteten an 30 schwäbischen Schulen Comenius-Projekte, die meisten mit einer 24-monatigen Laufzeit bis Sommer 2009. Die Gesamtförderung durch die EU beträgt 376.000 Euro. Folgende zwei Friedberger Schulen sind in das laufende Comenius-Programm eingebunden: Staatliche Fachoberschule Friedberg, Programm: „Geburt: Traditionen in Bezug auf Geburt und Entwicklung in den europäischen Kulturen und ethnisch-sprachlichen Minderheiten“, EU-Zuschuss: 8.000 Euro; Theresia-Gerhardinger-Volksschule in Friedberg, Programm: „An airplane full of food“, EU-Zuschuss: 16.000 Euro.
Europa erlernen
Comenius ist Teil des EU-Programms „Lebenslanges Lernen“, das bis zum Jahr 2013 läuft. Es unterstützt Projekte, die Schulen in verschiedenen euro-päischen Ländern gemeinsam durchführen. Ferber: „Schüler und Lehrer arbeiten an vereinbarten Themen und tauschen ihre Ergebnisse in Form von kleineren Veröffentlichungen, Webstes oder DVDs aus.“ 2007 waren mehr als 800.000 Schüler in derartige Partnerschaften eingebunden. 30.000 von ihnen konnten ihre Partner in anderen Ländern treffen. Zu den wesentlichen Resultaten von Comenius gehört laut Studie die verbesserte soziale Kompetenz und Teamfähigkeit von zwei Dritteln aller teilnehmenden Schüler. Auch die Mehrheit der Lehrer profitierte nach eigenen Angaben von der Zusammenarbeit in interdisziplinären Teams. Positiv wirkte Comenius ebenso auf die Motivation, Fremdsprachen zu lernen: Drei Viertel aller Schüler hatten im Anschluss an das Programm ein gesteigertes Interesse an Sprachen, 62 Prozent verbesserten ihre Englischkenntnisse erheblich und 23 Prozent polierten eine andere Sprache auf. Ähnlich erfolgreich wirkten die Partnerschaften auf viele Lehrer. Darüber hinaus verbesserte sich laut 60 Prozent der Befragten das Schulklima, und sogar 80 Prozent der Lehrer gaben an, dass sich ihre Schüler infolge der Schulpartnerschaften mehr für andere Länder und Kulturen inte-ressieren. Immerhin 82 Prozent aller teilnehmenden Lehrer nutzten Comenius, um langfristige persönliche Kontakte mit Lehrern an Partnerschulen aufzubauen. „Diese Resultate zeigen, dass Comenius inzwischen zu einer Erfolgsgeschichte und zu einem festen Bestandteil der Schullandschaft geworden ist“, zieht Ferber Fazit.


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