Ein Holzkelch als Kopfkissen - Zu Besuch bei den "Himba" in Namibia
Peter Grundler vom TUI-ReiseCenter Friedberg und seine Reisegruppe besuchten zwei Stämme der „Himba“ in Namibia.
Es gibt nur noch etwa 8000 Himba oder auch Ovahimba genannt. In der abgeschiedenen Kargheit des Kaokoveldes im Nordwesten Namibias nahe der Grenze zu Angola leben sie als nomadische Jäger, Sammler und Viehzüchter ohne Personalausweis und Urkunde in extrem einfachen Verhältnissen. Bedingt durch die bergige, trockene Landschaft betreiben sie hauptsächlich Viehzucht. Sie führen ein halbnomadisches Leben und ziehen mit ihren Herden je nach Jahreszeit zu den verschiedenen Wasserstellen.
Die Unzugänglichkeit der Landschaft verhinderte, dass die Himba mit anderen Volksgruppen in Kontakt und Konflikt gerieten. Die traditionellen Lebensformen blieben bis auf den heutigen Tag weitgehend erhalten. Ihre Bekleidung beschränkt sich auf einen knappen Lendenschurz aus Leder.
Bei den Himba haben Kleidung, Haartracht und Schmuck eine besondere Bedeutung und sind Teil ihrer Tradition und Kultur. Die Frauen dürfen sich nicht waschen. Der nackte Körper wird als Schutz vor Sonneneinstrahlung und Feuchtigkeitsverlust mit einer Paste aus Butter und rötlichem, eisenhaltigen Gestein eingerieben. Bevor wir das Dorf besichtigen können, müssen wir die Erlaubnis beim Häuptling und Kralältesten einholen. Wir haben Salz, Mehl und Zucker als Gastgeschenk mitgebracht. Der Empfang im Kral ist ausschließlich positiv. Wir begrüßen die Bewohner mit dem dort üblichen Händedruck und einem „morro morro“, was auf Bayerisch soviel wie „Servus“ bedeutet. Im Dorf sind fast nur Frauen anzutreffen, denn die Männer sind mit den Rinder- und Ziegenherden unterwegs. Anhand der verschiedenen Frisuren, des Kopf- und Körperschmucks kann man erkennen, ob eine Frau schon verheiratet ist. Der Schmuck an den Beinen verrät die Anzahl der Kinder. Wir erfahren viel über die Bräuche und Lebensweise und dürfen auch eine Hütte von innen besichtigen. Der Bau der Hütten ist ausschließlich den Frauen vorbehalten. Sie fertigen diese aus Holz und zu Brei geschlagenem Kuhdung. Der Hütteneingang ist schmal und nicht allzu hoch. An den Wänden hängen Schmuck, Werkzeuge, Pfeile und Felle. Ein Feuer brennt und geschlafen wird auf dem harten Boden. Als Kissen dient ein Holzkelch. Nachdem wir alle Bewohner eigenhändig begrüßt haben, sind auch wir an Händen und Kleidung fast so rot wie die Himba selbst. Der Besuch war sicher einer der Höhepunkte auf dieser Reise und wir freuen uns schon auf den nächsten…
Peter Grundler und sein Team vom TUI ReiseCenter beraten Sie gerne bei Ihrer nächsten Reiseplanung nach nah und fern!


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