Sozialkundeunterricht mit MdB Nadine Schön an der Gemeinschaftsschule Freisen

Nadine Schön beim Vortrag an der Gemeinschaftsschule Freisen
Freisen. Das Regierungssystem der Bundesrepublik Deutschland – das kann im Sozialkundeunterricht der 9.Klassen staubtrockene Materie sein. Es sei denn, die Zusammenhänge werden nicht nur mit Hilfe von Arbeitsblättern, Grafiken und Lehrfilmen erschlossen, sondern „live“ erläutert von einer Person, die sich eigentlich damit auskennen müsste – weil sie sozusagen in dieser Materie lebt. So hatten die 9.Klassen der Gemeinschaftsschule Freisen jetzt die Gelegenheit, sich aus erster Hand darüber zu informieren, wie und von wem wir regiert werden. Die CDU-Bundestagsabgeordnete Nadine Schön, seit 2009 Mitglied des Deutschen Bundestages als direkt gewählte Abgeordnete des Wahlkreises 298/St.Wendel, war zu Gast und stellte sich einen ganzen Vormittag lang in der Aula der Freisener Schule den Fragen der Schülerinnen und Schüler.
Nadine Schön erklärte den Jugendlichen zunächst einmal, wie es kommt, dass man Abgeordnete im Deutschen Bundestag wird. Daran anschließend gab sie – unterstützt von einer Präsentation – einen Überblick über ihre Tätigkeit als Volksvertreterin in der Bundeshauptstadt und konnte gleich auch erklären, dass die reine Anwesenheitszeit im Bundestag nur einen Bruchteil der gesamten Arbeit einer Woche in Berlin ausmacht. Anschaulich belegen konnte sie dies mit den Kopien eines aktuellen Wochenplans für eine gewöhnliche Bundestagssitzungswoche, von denen es jährlich mindestens 20 gibt. Da waren die Wochentage zwischen Montagmorgen und Freitagabend ziemlich stark strukturiert, wie sich nach einem kurzen Blick schon herausstellte. Und auch das Wochenende im heimatlichen Wahlkreis war mit offiziellen Terminen versehen.
Bei so viel Arbeit und Arbeitszeit –Was verdient man denn da? Die Frage tauchte auf und Nadine Schön gab unumwunden zu, dass es eigentlich „viel“ ist, aber im Verhältnis zu Manager-Gehältern in der Wirtschaft relativ wenig: „In der Autoindustrie bekommt ein Manager im Monat das, was unsere Bundeskanzlerin im Jahr verdient.“
Was die Bundestagsabgeordnete ihrerseits interessierte, war der Umgang der Schülerinnen und Schüler mit modernen Medien im Unterricht. Der Einsatz von Notebooks und Tablets liegt ihr besonders am Herzen, war zu erfahren, denn als Mitglied im Ausschuss für Familie, Senioren, Frauen und Jugend und im Ausschuss für Wirtschaft und Technologie liegt ein Schwerpunkt ihrer Arbeit in der ständigen Verbesserung des digitalen Bildungsangebotes. Wobei sich dann sozusagen von selbst klärte, wie man in Zukunft in Kontakt bleiben kann, wenn mal wieder Fragen an die Abgeordnete auftauchen. Ganz klar: Über facebook, Twitter und YouTube.
Einige Schülerinnen und Schüler nutzten allerdings nach der großen Runde den allerkürzesten Weg und sprachen direkt noch einmal mit Nadine Schön über ihre individuellen Wünsche und Gedanken. Den Weg hatte zuvor auch der neue Freisener Schulleiter Winfried Kreutzer gewählt, als er die Bundestagsabgeordnete begrüßte. Er informierte die Politikerin über den aktuellen Stand der Schule und sprach auch die Wünsche der Schule in Bezug auf einen weiteren Ausbau der Gemeinschaftsschule an.
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