Während es in Österreich schneibt ...

... schneit es weiter nördlich gar nicht!

Dort " Scheibt " wie du sagst und bei uns gibt nur Regen.
Giuliano, mit deinem "Scheibt" bringst du nun eine weitere Sprachvariante ins Spiel ;))
Zum "schneiben" gibt es bei Google eine recht interessante (etymologische) Erklärung ...
Altphilologen haben sich auch schon an Wortveränderungen die Zähne ausgebissen.
Wenn es nicht gerade Dialekte, die durch "schlampigsprechen" kommen, sind bestimmte Abwandlungen von Worten aus anderen Sprachen eingeführt worden, die teilweise bis ins Mittelalter zurück führen, sie kommen oft aus dem griechischen, lateinischen und in Österreich vielleicht aus dem italienischen.
Eine bessere Erklärung kann ich im Moment auch nicht abgeben.
Bei uns in Bayern/Schwaben sagt man auch "schneiben" oder es hat "g'schnieben", ... ich dachte immer, es hat nur mit Dialekt zu tun.
"Gscheibt" kommt vermutlich davon, wenn die Fensterscheiben mit Schnee bedeckt sind ;)
Axel, bei Google habe ich außer über Dialekte nichts gefunden, da müsste ich vermutlich lange suchen.
Nachdem Du Dich schon schlau gemacht hast, kannst Du es uns bestimmt besser erklären.
Gscheibt- so entsteht wohl ein neuer Schreibdialekt. Solange es nicht berab geht..
"Berab" ist mir auch nicht geläufig. Liegt wohl daran, dass ich aus Hessen komme ;))
Meine Internetrecherche ergab diesen Treffer:
"Althochdeutsch hieß es 's n i w a n' mit langem i, das mittelhochdeutsch zu -ei- geworden ist (wie 'min wip'zu 'mein Weib'). Das -w- des Stammes hat sich auch im englischen 'snow' erhalten. 'sniwan' war ein starkes Verb der "Ablautklasse I" - (wie 'scheinen-geschienen', 'greifen-gegriffen', spei[b]en-gespie[b]en ) daher mundartlich noch 'schneiben-geschnieben [gšnibm]' (wie 'speiben-gespieben': 'speien-gespieen)" [http://www.ostarrichi.org/begriff-16307-at-schneib...
Fragen noch? Ich denke schon: schneiben, schneibte, gschneibt oder besser schneiben, schnieb, geschnieben? Was sagen die süddeutschen Mundartler dazu?
Axel, gut erklärt!
Bei dem Link "ostarichi." hab ich auch nachgesehen und dachte mir: zu einfach, deshalb hab ich mich in die höheren Ebenen der Altphilologie begeben, ... war wohl doch zu kompliziert ;)
"wir" Mundartler sagen: es duat schneiba, es hat g'schnieba oder iatzt schneibt's scho mea ;)
Kannst des lesa, bzw. aussprecha Axel?
LG Lisa
Kein Problem, Lisa!
Mich würde noch die einfache Vergangenheit von "schneiben" interessieren. Heißt die "schneibte" oder "schnieb", wenn ich an den Schneefall von gestern denke?
"schneibte" hört sich schon fast hochdeutsch an ... lach ... , dann doch eher "schnieb" ;) wir sagen zum gestrigen Schneefall jedenfalls, es hat gschnieba, oder g'schneit (wie ich sage).
Dann müssen wir eben mit unklaren Verhältnissen leben, was das Zeitwort "schneiben" und seine Stammformen angeht: schneiben, (schnieb), geschnieben ;))
Axel, ich versuche darüber hinwegzukommen ;-))
manche hier in meiner Heimat, die sich in ihrem Dialekt "vornehm" (sozusagen schwäbisch/hochdeutsch) ausdrücken wollen, die sagen: geschnieben!!! ;-)))
Bei uns schneibts nur ganz wenig. Jetzt solls kalt werden. Vielleicht bleibt das bisserl Schnee liegen.
Es hat gschniebn, oder es hat gschniem sagen wir.
Bei uns wird außerdem aus dem "b" ein "w", also gschniewn.
Bei "gschniewn" erkennt man noch die alte Sprachwurzel, nämlich das "w" aus dem ahd. "sniwan" ...
Allein beim Anschauen fröstelts einen.
In diesem Winter freut man sich, wenn Schnee fällt und für kurze Zeit liegen bleibt, auch in der Stadt Salzburg. Weiter im Norden, also beispielsweise im Raum Hannover, sieht es eher nach Frühling aus. Das ist aber hier weniger mein Anliegen. Mir geht es mehr um eine österreichische Sprachbesondertheit, wenn Schnee fällt. Hier heißt es nämlich "Es schneibt" oder "Es hat gschniebn". Woher diese "b" plötzlich? Vielleicht kann ein ethymologisch gebildeter Mensch mir weiterhelfen ...