Wie umarme ich einen Kaktus?

(Foto: BILD/Fotolia)
Eltern mit pubertierenden Kindern haben es nicht leicht. Oft sind sie ratlos, wie sie mit der Aufmüpfigkeit und Widerspenstigkeit ihres Nachwuchses umgehen sollen.

Dass diese Entwicklungsphase nur ein Übergangsstadium des Kindes hin zum Erwachsenen darstellt, ist für Eltern ein gewisser Trost. Kinder wollen eben mehr und mehr über ihr Leben selbst bestimmen und nicht mehr so gegängelt werden wie in ihrer Kindheit. Eltern müssen also umlernen, damit ihr Kind nicht ins Schlingern gerät, wenn es sich abzulösen beginnt.

Wer einen solchen "Kaktus" bei sich zu Hause hat, sollte diese 10 Tipps beachten:

1. Seien Sie da, wenn Ihr Kind Hilfe braucht. Verkneifen Sie sich Aussagen wie: "Das hab ich dir doch gleich gesagt."

2. Eltern sollen für Teenies wie Sparring-Partner im Boxring sein: maximalen Widerstand bieten und dabei minimalen Schaden anrichten.

3. In der Pubertät ist Erziehung nicht mehr möglich. Deshalb müssen Sie damit aufhören.

4. Die Meinung der Eltern macht nach wie vor einen großen Eindruck auf Jugendliche, das Für und Wider besprechen sie aber lieber mit ihren Freunden.

5. Sie müssen sagen, was sie wollen und für richtig halten. Und Sie müssen lernen damit zu leben, wenn Ihre Kinder sich anders entscheiden.

6. Es gibt keine Rezepte, die für alle Familien gelten. Alle Kinder sind verscheiden, Eltern auch.

7. In der Pubertät werden die Kinder flügge. Jetzt ist es höchste Zeit für Sie, ihnen Vertrauen zu schenken und selbst darauf zu vertrauen, dass Sie als Eltern vieles gut gemacht haben.

8. Sagen Sie, wo Ihre Grenzen liegen, und sagen Sie, was Sie von Ihrem Kind wollen. Erwarten Sie nicht, dass das gleich passiert.

9. In der Pubertät können Jugendliche vieles selbst, aber noch nicht alleine. Dazu müssen Sie oft geduldig die Hand reichen.

10. Jung sein bedeutet, Fehler machen zu dürfen.
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Wir müssen also den Kindern eine Basis schaffen, das Gefühl der familiären Geborgenheit geben. Konkret bedeutet das, immer wieder einen wohlwollenden Blick auf unseren "Kaktus" werfen und ihm so oft wie möglich sagen, dass wir ihn bedingungslos lieb haben ...


(1) http://www.bild.de/ratgeber/kind-familie/eltern/er...
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6 Kommentare
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Kathrin Zander aus Meitingen | 27.11.2013 | 12:58  
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Christl Fischer aus Friedberg | 27.11.2013 | 13:34  
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Katja Woidtke aus Langenhagen | 27.11.2013 | 13:34  
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Axel Haack aus Freilassing | 27.11.2013 | 19:55  
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Karl-Heinz Töpfer aus Marburg | 28.11.2013 | 01:42  
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Axel Haack aus Freilassing | 28.11.2013 | 08:15  
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