Kreolisches Hackfleisch oder die Verwendung einer Riesenzwiebel
DAHOAM. Eine riesige Gemüsezwiebel ist eine echte Herausforderung! Ich jedenfalls fühlte mich heraus gefordert, als ich diese Prachtstück beim Gemüsehändler zum ersten Mal sah und nicht gleich damit etwas anzufangen wusste. Wie sie denn schmecken würde, wollte ich wissen. Nicht besonders scharf, eher etwas süßlich, bekam ich zur Antwort. OK, dieses Ding musste mit, weil meine Neugier geweckt war und meine Kochlust auch.
Viel Neuland würde ich nicht betreten müssen, dachte ich mir und ging ans Werk. Doch schon das Schneiden war etwas anders als sonst. Wenn man solch einen Brocken nämlich zerkleinern will, muss man mit Überraschungen rechen. Beim Druck auf die Zwiebelteile passierte es mir immer wieder, dass unten liegende Scheiben davon flutschten und teilweise auf dem Küchenboden landeten. Ärgerlich, denn mein Arbeitsfluss wurde dadurch gestört.
Neu war auch, dass dieses Prachtstück beim Schneiden keine Tränen verursachte, sondern lediglich aromatisch duftete. Ungewöhnlich auch die Berge, die nachher auf dem Schneidebrett lagen und auf weitere Verarbeitung warteten. Also portionieren! Der eine Zwiebelberg wanderte in einen Gefrierbeutel, der andere in die Bratpfanne.
Wie würden Sie solch ein Zwiebelgemüse abschmecken? Nun, ich griff zunächst zu den bewährten Streumitteln Salz, Pfeffer, roter Paprika und dann noch zu einem noch ungeöffneten Streupulver mit der Aufschrift "CAJUN-Kreolische Gewürzzubereitung". Das müsste das Tüpfelchen auf dem "i" werden, dachte ich mir und würzte auch damit das vor sich hin schmurgelnde Zwiebelgemüse. Zum Schluss noch ein paar Spritzer Süßstoff zum Abrunden und fertig!
Danach kam das Faschierte/Hackfleisch an die Reihe, während das fertige Zwiebelgemüse auf einem Teller ruhte. Beim Fleisch kann ich mich kurz fassen, denn seine Zubereitung war dann schon Routine. Das noch warme Gemüse mischte ich anschließend unter das Gebratene und fertig war mein "kreolisches Hackfleisch"!
Geschmeckt hat es vorzüglich, mir erst einmal! Jetzt muss ich nur noch erreichen, dass meine noch zögerliche Gattin auch davon haben will, wenn ich wieder einmal ihre Küche in Beschlag nehme und mit dem Kochlöffel kreativ bin ...


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