Wie weit darf Politikerschelte gehen?
Manchmal kriegen Politiker ihr Fett weg, dass man sich fragt, ob das noch rechtens ist oder im höchsten Maß beleidigend. In Salzburg ist der Juwelier Lährm auf dem Universitätsplatz bekannt dafür, dass er sich in einem Aushang vor seinem Laden immer wieder einzelne Kommunalpolitiker zur Brust nimmt und ihnen gehörig den Kopf wäscht.
Jetzt hat er den Stadtrat Padutsch, der für die Verkehrsplanung zuständig ist, aufs Korn genommen. Dieser "Salzburger Provinzfledermaus" wirft er im einzelnen vor, dass er
- präpotent (frech/unverschämt) sei, weil er irrtümliche Überbezahlungen trotz seines fürstlichen Einkommens nicht rückerstattet habe;
- inkompetent sei, weil es ihm trotz der teuren Poller nicht gelungen sei, aus der Altstadt eine echte Fußgängerzone zu machen;
- deppert sei, eine "Citymaut" vorzuschlagen, weil die v. a. die Einheimischen treffe;
- ein regierender "Kleingeist" sei wie viele andere Stadträte auch, weil er nicht begriffen habe, wovon eine Stadt wie Salzburg lebe und wer ihm sein hohes Monatseinkommen eigentlich zahle;
- anmaßend sei, weil alles, was er für sein Werk betrachte, längst vor seiner Amtszeit geregelt worden wäre.
Kann der Herr Padutsch an solch einem Schild einfach achtlos vorüber gehen? Immerhin sind einige Vorwürfe nach meinem Dafürhalten schon ehrabschneidend. Es sei denn, Herr Lährm ist ein so mächtiger Mann in der Stadt, dass keiner es mit ihm aufnehmen will und sich lieber wegduckt ...


Mit dem Aktivieren des Buttons erlauben Sie einen begrenzten Datenaustausch mit Facebook. Mehr dazu rechts unter .