Was Österreicher aufregt: das Wurstpapier
Nun ist es fix: Ab Jänner 2012 darf das Wurstpapier in Feinkostabteilungen nicht mehr mitgewogen werden. Mitarbeiter müssen dann die "Tara-Taste" verpflichtend drücken, um zu verhindern, dass die Verpackung mitgewogen und vom Kunden mitgezahlt wird. Die entsprechende Novelle des "Maß- und Eichgesetzes" wurde am Dienstag im Ministerrat beschlossen.
Na bitte, da sage noch einer, Politik bewege nichts – und wie sie bewegt! Das rauscht's nur so im Wurstblattlwald. Übrigens: Dünne Trennblätter mit einer Masse von höchstens einem Gramm zwischen Wurst- oder Käsescheiben dürfen weiter mitgewogen werden. Kunden können aber darauf bestehen, dass die Ware ohne Trennblätter verpackt wird. Und für Kaufleute, die noch eine Waage ohne "Tara-Taste" verwenden, gilt eine Übergangsfrist bis Ende 2015. Da wurde wirklich an alles gedacht! (SN vom17.11.10, S. 2)
Was mich obendrein bewegt, ist der Schlusssatz in einer anderen österreichischen Tageszeitung. Da steht: "Das Problem liegt laut Konsumentenschützern darin, dass die Verpackung zum Wurstpreis in Rechnung gestellt wird. Kaufe man eine teure Wurst, erhöhe sich auch automatisch der Preis für das Papier." (http://derstandard.at/1288660286818/Novelle-Wurstp...)
Und ich war bisher der Meinung, das Wurstpapier wäre einheitlich im Preis, egal was man für eine Wurst kauft ...


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