Rauschkunde als Schulfach!

Die Piratenpartei stellt Forderungen ... (Foto: de: Benutzer: Michael_w)

Ich glaube kaum, dass das jahresfüllend als Unterrichtsfach ist.
Dachte auch erst, das Foto hätte Axel selbst gemacht, aber die Quelle steht ja dort.
Sylvia, ich glaube auch, man sollte im Positiven ansetzen, und die Unterrichts-Zeit für Sport, Neigungsfächer und spezielle Förderung etc nutzen!
Es würde genauso wenig Jugendliche abschrecken wie die Aufklärung über die schrecklichen Folgen des Nikotinkonsums ...
Diese Rauschsituationen gab es immer schon, in jeder Generation nur heutzutage scheinen sich die Neunmalklugen in Potenz zu vermehren und es sieht so aus als gäbe es nur noch erhobene Zeigefinger.
Aufklärung über die schrecklichen Folgen des Nikotinkonsums ...
Ich sage dann meistens: Erzählen sie das mal Johannes Heesters oder Helmut Schmidt, die lachen sich scheckig drüber. Mancher Nichtraucher wäre froh, wenn er so alt werden würde.
Ist es nicht die Piratenpartei, die Drogen legalisieren möchte ...
Ute, Dein Link ist ja echt gruselig ... hab ich vorher nie gehört!
Die Einrichtung eines Fachs "Rauschkunde" wäre für mich pädagogischer Unfug. Wer soll denn das unterrichten? Wie soll denn da der Unterricht ablaufen? Wie sähe denn da die Notengebung aus? Am Ende wäre eine 5 versetzungswirksam ...
Ehe man mit fremden Kräften erfolgreich umgehen kann, müsste man das wohl erst einmal mit den eigenen lernen. Oft ist ein guter erster Schritt schon, erst mal den eigenen Rausch auszuschlafen.
Als Ich-kann-Schule-Lehrer sehe ich die Aufgabe des Lehrers darin, ein mitreißendes Vorbild für echte Problemlösung zu sein. Wenn wir jeden Tag nur den Lehrplan vollstrecken und oft gar nicht wissen, warum, dann ist auch "Rauschkunde" keine Lebenskunde. Wenn wir aber SUCHT verstehen lernen wollen, dann müssen wir sehen lernen, was die in uns vernachlässigten entscheidenden Lebenskräfte SUCHEN. Mit diesen, feinsten und wichtigsten Kräften in uns sollten wir alle einen menschenwürdigen Umgang pflegen (lernen), vor allem außerhalb von Fächern und Schubladen.
Viel Glück!
Franz Josef Neffe
Was wohl jetzt noch alles kommt. Praktiziert muss so ein Lehrer doch dann seinen Unterrichtsstoff schon haben. Sonst kann er ja nicht davon reden.
Auch der Fliegenpilz führt zu Rauschzuständen, steht bei Wikipedia zu lesen ...
Aufklärung über die schrecklichen Folgen des Nikotinkonsums...
Axel....und was ist mit dem noch wesentlich schlimmeren Rauschmittel "Alkohol", das tagtäglich von einer unübersehbaren Heerschar Erwachsener konsumiert wird... tolle Vorbilder für die Jugend.... ihnen gegenüber aber immer mit erhobenem Zeigefinger....??? Passt irgendwie überhaupt nicht!
Aufklärungsunterricht über natürliche Drogen, Designer-Drogen, Tabletten, Alkohol und Nikotin gibt es eh schon in sehr vielen Schulen, nur eben nicht als Dauerunterricht, was ich ebenfalls als übertrieben ansehen würde. Benotung wäre sowieso totaler Unfug und genau so daneben, wie die praktizierte Benotung im Religionsunterricht....
Suchtprophylaxe ist doch schon lange ein Lernthema der Schule. Vor 30 Jahre habe ich bei meiner Anstellungsprüfung in der 7.Klasse einer lernbeheinderten Schule mit den Kindern die "Zigarettenhypnose" reflektiert. Ich erzählte von einem Kollegen, den ich im Krankenhaus besucht und der in einer Stunde 100mal geäußert hatte, er brauche unbedingt was zu rauchen, er halte es ohne Zigaretten nicht aus. Das ist unbewusste Autosuggestion. Auf Nachfrage schätzte er, dass er das etwa 25mal gesagt habe. Drei Viertel seiner Wirklichkeit blieben also im Unbewussten.
Die Kinder erkannten, dass es ihnen in vielem so geht. Und sie verstanden, dass man mit den zuständigen Kräften im Unbewussten etwas Besseres tun kann als ihnen nur ständig das Problem vorzubeten. Durch bewusste Autosuggestion - die allerdings geradezu anders herum funktioniert wie die misserfolgsreichen pädagogischen Anstrengungen - kann man sein Leben ändern.
Davon dass wir dem beschränkten und für das Meiste gar nicht zuständigen bewussten Verstand immer mehr "Wissen" eintrichtern, wächst das Können mitnichten. Unterrichtsstoff aufdrängen ist plump und beeindruckt die tatsächlich zuständigen Geistes- und Seelenkräfte kein Bisschen. Ein gutes, gut nachvollziehbares Beispiel ZIEHT da schon eher. Die Sucht ZIEHT ja auch, und gegen SOG ist mit Druck nichts auszurichten, da muss man sich schon was einfallen lassen, was ZIEHT. Ich grüße herzlich.
Franz Josef Neffe
Als alleiniges Unterrichtsfach kann ich es mir nicht vorstellen (Benotung: Blödsinn), aber als Diskussionsthema/Aufklärung im Unterricht ist es empfehlenswert.
Thema Drogen war und ist in den Schulen immer schon Thema, so kommen auch Drogenbeauftragte in die Schulen.
Rauchen kann tödlich sein, heißt es auf jedem Zigarettenpäckchen. Was hat diese Warnung gebracht? Wenig bis gar nichts! Im Gegenteil: In Österreich hat die Zahl der rauchenden SchülerInnen eher noch zugenommen :((
Weißt du Axel, woher wissen die eigentlich, dass das tödlich ist? Ist von denen schon einer am Rauchen gestorben? Wenn nicht, dann plappern die wie ein Papagei das nach, was andere vorsagen und das ist nicht wirklich intelligent.
Bevormundung bewirkt Berückmundung.
Actio = reactio.
Da Unterricht meist darauf abzielt, dass sich die unten nach dem / der oben richten müssen, bewirkt er ebenso oft bestens das Gegenteil. Lehren & Lernen geht nicht gegen- sondern nur miteinander.
Lehren bedeutet praktisch ein Vorbild im Lernen zu sein. Nur wer achtet schon darauf, warin er grad Vorbild ist?
Ich grüße herzlich.
Franz Josef Neffe
Das Thema finde ich schrecklich. Auch meinen link finde ich ganz schrecklich, und die Bilder verfolgen mich. Am liebsten würde ich den Kommentar löschen, wenn es ginge. Ich hatte ihn gefunden, nachdem ein Zweitklässler mir gesagt hat, dass aus Hustensaft Drogen gemacht werden. Darauf wollte ich mich im Internet informieren. Anscheinend wissen (manche) Kinder wohl mehr als die Erwachsenen??? Der Informationsmangel liegt eher auf Seiten der Pädagogen?
Wahrscheinlich ist es so, dass man sich selbst einmal informieren muss, welchen Gefahren die Kinder ausgeliefert sein können.
Axel ich habe es so verstanden, dass die Piratenpartei Cannabis legalisieren möchte. Sie möchte somit das Geschäft gläsern machen, um schwarzen Schafen, die Cannabis mit sehr harten Stoffen strecken, das
`Handwerk` zu legen.
Desweiteren möchten sie die Kinder durch Unterrichts- Aufklärung auf das `richtige Leben` vorbereiten.
Ist das richtig?
Wenn dem so ist, dann finde ich die Forderung der Piraten aber auch unlogisch. Solche Schwarzen Schafe hätten dann meiner Ansicht nach erst recht freie Bahn.
Der Beitrag ist für mich harter Tobak, ich mag mich eigentlich nicht mit solchen Dingen beschäftigen. Aber ich komme irgendwie nicht umhin.
Es sind Einzelfälle, nicht jeder der Alkohol konsumiert, wird gleich Alkoholiker und die Menge die der Einzelne verträgt ist verschieden. Nicht jeder der in der Jugend Haschisch geraucht hat wird schizophren, nicht jeder der am Glimmstengel gezogen hat, geht jetzt bei Minus 10 Grad nachts um 2.00 in die Kälte um sich Nachschub zu holen, und ein Viertel seines Haushaltetats dafür ausgibt.
Aber die Gefahr existiert und das nicht zu wissen schützt nicht davor? Uns wurde im Biologieunterricht in der Pubertät gesagt, dass Rauchen in der Schwangerschaft zu Problemen führen kann. Ich habe auch geraucht und für mich war vor dem ersten Kind absolut klar, dass ich mir und dem Kind das nicht antun will, und habe aufgehört.
Ich hatte mit 18 meinen ersten kleinen Rausch, aber dann wusste ich dass ich das nicht brauche- einmal und nicht wieder. Ich denke schon, dass eindringliche Bilder über die Gefahren im Aufklärungsunterricht wichtig sind. Das Thema ist sehr vielschichtig... Ich kenne Leute, deren Eltern Alkoholiker waren, und die aufgrund dessen nie einen Tropfen anrühren- ihr Glück... Viele von uns haben doch in der Jugend geraucht um dann für immer die Finger davon zu lassen?
Und die Bilder von den ganz harten Drogen haben viele auch für immer davor bewahrt. Dass einige Menschen aber trotzdem auf diese Bahn kommen um auf ihr auf den Abgrund zuzurasen- das hängt von so vielen Faktoren ab.
Ich weiß aber, dass die abschreckenden Bilder, die uns im Biologieunterricht gezeigt wurden von Opfern der harten Drogen ihre Wirkung getan hatten und bei mir sehrwohl eine Sperre eingelegt haben.
Der Weg den die Piratenpartei gehen will, um Drogenmissbrauch entgegenzuwirken, finde ich mehr als fraglich. Wenn es so ist, wie Franz Josef geschrieben hat, dass
Bevormundung Berückmundundung` bewirkt, dann ist es im Gegenzug so, dass die absolute Nicht-Bevormundung dann Gesetzlosigkeit bewirkt und somit
das Chaos auslösen würde.
So, jetzt habe ich alles gesagt, was ich zu sagen habe und das Thema ist soweit für mich gegessen. Puh. Habe mich entledigt, werde den Hausputz machen, uns was Leckeres kochen. Dann mit den Kindern etwas lernen und zur Belohnung uns beim Bowling herausfordern. Vielleicht zwischendrin ein schönes Motiv zum Fotographieren suchen. Euch auch ein tolles Wochenende, genießt Euer Leben!
Kompliment, Ute, für deinen überaus engagierten Kommentar!
Es musste einfach so heraus Axel. Nicht so gut strukturiert, wie ich es gern können würde, aber es war ja, Entschuldigung, auch in der Überschrift und in Deinen Zwischenkommentaren nicht genau definiert, auf was der Artikel hinaus will.
( Lisa, inwieweit soll Rauschgift erlaubt sein, von den Piraten aus gesehen?
Sylvia; gute Frage, woher man weiß, dass Rauchen tödlich ist... Vielleicht sollte man die Lungenkrebsstatistiken anschauen.
Ebenso wie Gabiele ist mir auch die Volksdroge Alkohol eingefallen, die auch nicht harmlos ist. Wie jeder weiß, ist er ja z.B. eine der häufigsten Unfallursachen.
Religion als Schulfach ist auch Auslegungssache.)
Naja, jeder muss es selbst wissen, oder?
Bevor- und Berückmundung ist die unterste Ebene der Konfrontation.
Gehen wir aus der Konfrontation und Weltverbesserungssucht heraus und erheben uns erst einmal selbst über dieses niedrigste Niveau, dann können wir uns einen Überblick verschaffen.
Dann können wir auch das Reiz-Reaktionsschema gut beobachten und was es auslöst und wovon es lebt. Es ist der Hunger der Seele - die Sucht - die bei der Verausgabung im Kampf für das Gute immer größer wird.
Wenn wir den Hunger der Seele erkannt haben, können wir ihr doch EINFACH was Gutes zu essen geben. Davon wird das Gute stark. Der Kampf dafür überflüssig.
Auf Drogen ist man ja so süchtig, weil sie endlich mal was für die Seele bieten. Sind wir wirklich alle soviel dümmer und impotenter als Drogen, dass wir nichts für die Seele tun können? Und wenn es so wäre, muss das dann so bleiben?
Ich grüße freundlich.
Franz Josef Neffe
Axel, du schreibst eine Schlagzeile ohne weitere Hintergründe. Dann mal weiter in diesem Stil...
http://www.youtube.com/watch?v=khbW4CZprnA
oder auf einem Infoblatt bei einem Vortrag in der Montessorischule:
www.sueddeutsche.de/leben/cannabis-konsum-wer-spricht-denn-da-1-362738
Die Aufklärung in Schulen über die Gefahren von Alkohol, Zigaretten, Cannabis und den schneller zerstörenden Drogen ist das eine. Leider suchen sich die Kinder die prägenden Vorbilder nicht immer unter den Lehrern.