Moskaus hybride Kriegsführung

In der Zeitung bin ich in letzter Zeit mehrfach über das Wort "Hybridkrieg" gestolpert, weil mir dieser Begriff nicht gleich klar war.

Also habe ich mich bei Wikipedia schlau gemacht und unter "hybrid" folgendes gefunden:
Das Substantiv Hybrid und das Adjektiv hybrid beziehen sich auf etwas Gebündeltes, Gekreuztes oder Gemischtes. Diese griechischstämmigen Begriffe – abgeleitet von ὕβρις hýbris „Übermut, Anmaßung“ – haben über das Lateinische hybrida „Bastard, Mischling, Frevelkind“ ihren Weg in u.a. in die englische und deutsche Sprache gefunden. (Wikipedia > hybrid)


In Bezug auf die kommende Autogeneration war mir schon klar, dass damit Fahrzeuge gemeint sind, die sowohl mit Benzin als auch mit Strom fahren. Echte Mischlinge also - umweltfreundlich zwar, aber noch sehr teuer in der Anschaffung.

Und nun das Wort "Hybridkrieg". Meine Tageszeitung, die "Salzburger Nachrichten", definiert das so:
Als Hybridkrieg dient eine Kriegsführung mit Soldaten und militärischer Aurüstung ohne Hoheitsabzeichen, die von Desinformationskampagnen und Cyberattacken unterstützt wird." (SN vom 10.02.15, S. 4)

Natürlich ist das mit Blick auf das Drama gemünzt, was sich momentan in der Ukraine abspielt. Da trifft die ganze Definition zu. Bleibt allerdings die Frage offen, wer hier mitmischt, ohne Farbe zu bekennen. Putingegner werden jetzt wieder auf den wild gewordenen Kremlchef zeigen und Putinversteher auf die dunklen Machenschaften von Obama und Konsorten.

Lettland und Estland sind gut beraten, wenn sie sich jetzt schon gegen solch ein hybrides Szenario wappnen. Die Zeichen stehen auf Sturm, sobald Putin in der Ukraine das bekommt, wonach er mit aller Macht strebt ...
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