Jetzt beginnt das große Zittern
Nachdem aufgedeckt worden ist, in welchem Umfang Herr zu Guttenberg seine Doktorarbeit zusammen geschwindelt hat, beginnt nun auch das große Zittern unter anderen Akademikern mit Doktortiteln. Mittlerweile ist nämlich bekannt, dass es eine Software gibt, mit deren Hilfe Plagiate leicht aufgedeckt werden können. So mancher Besitzer eines Doktorhutes wird jetzt seine Arbeit noch einmal hervor kramen und sie einer kritischen Selbstprüfung unterziehen, um nicht als Betrüger gebrandmarkt zu werden. Geistiger Diebstahl verjährt nämlich nicht!
In einem Land wie Österreich, wo Titel und Ehrenzeichen immer noch einen hohen Stellenwert haben, gilt das ganz besonders. Wer einen Doktortitel trägt, kommt nämlich beruflich leichter voran und genießt mehr Reputation in der Öffentlichkeit als jemand ohne ein solches Gütezeichen auf seiner Visitenkarte. Ein "Hans Wurst" wird es im Leben immer noch etwas schwerer haben als ein "Dr. Hans Wurst", es sei denn, er hat sich diesen Titel nachweislich erschwindelt und das auch noch als Jurist!
Da ich jedoch gleich zu Beginn meines Studiums darin geschult wurde, wie man eine wissenschaftlich Arbeit abfasst und wie sehr man auf Äußerlichkeiten wie richtiges Zitieren und Fußnotensetzen achten muss, bin ich mir ziemlich sicher, dass meine beiden Examensarbeiten jeder Überprüfug standhalten. Außerdem bin ich nicht so prominent wie mancher Politiker, der nun fürchten muss, dass man auch auf ihn Spezialisten ansetzt, um ihm am Zeug zu flicken ...


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