Fremdenfeindlichkeit ist politische Dummheit

(Foto: Screenshot aus dem Internet)
Angesichts der bevorstehenden EU-Wahlen nehmen populistische Äußerungen wieder zu. Dabei tun sich bairische Spitzenpolitiker besonders hervor. Ängste der Bürger werden geschürt und Wahlkampf auf Kosten von Migranten gemacht.

Nachdem die Schranken auch für Rumänen und Bulgaren innerhalb der EU gefallen sind, ist es keinesfalls zu einer Masseneinwanderung aus diesen osteuropäischen Ländern gekommen, auch zu keiner "Armutseinwanderung". Tatsache ist, dass v. a. Fachkräfte aus diesen Ländern nach Deutschland einwandern und Arbeit suchen, also genau die Menschen einwandern, die schon qualifiziert sind. Ein Zielland wie Deutschland profitiert also, während die Herkunftsländer den Exodus junger Fachkräfte beklagen.

Das Gerede von ausufernder "Armutseinwanderung" ist also dummes Gerede und stellt eine Gruppe von Menschen unter Generalverdacht. "Wenn eine Minderheit der Zuwanderer Probleme in manchen Städten und manchen Stadtvierteln verursacht, haben die Behörden gemäß den Gesetzen Abhilfe zu schaffen. Sozialbetrug ist zu ahnden, bei Zuzüglern genauso wie bei Einheimischen. Soziale Betrüger sind auch hiesige Arbeitgeber, die arme Migranten durch Hungerlöhne ausbeuten." (1)

Im Grunde genommen sollten wir Deutsche über diese Art der Einwanderung glücklich sein, denn in unserem Land schrumpft die Bevölkerung und ist auf die Erhaltung der Sozialsysteme angewiesen. Fremdenfeindlichkeit ist also eher fehl am Platz. Mehr noch: Sie ist politische Dummheit.

(1) SN vom 18.01.14, S. 1
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6 Kommentare
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Edgard Fuß aus Bühl | 18.01.2014 | 09:37  
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Johanna M. aus Stemwede | 19.01.2014 | 00:24  
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Edgard Fuß aus Bühl | 19.01.2014 | 12:30  
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Axel Haack aus Freilassing | 19.01.2014 | 12:34  
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Edgard Fuß aus Bühl | 19.01.2014 | 12:40  
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Axel Haack aus Freilassing | 19.01.2014 | 18:51  
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