Erdoğan und Putin auf Kuschelkurs

Vor kurzem noch spinnefeind, jetzt Schulter an Schulter: der Möchtegern-Zar im Kreml und der Möchtegern-Sultan vom Bosporus.

Es ist noch gar nicht lange her, da unterstellte der Kreml ... der Familie Erdoğans, sie sei in den illegalen Ölhandel der islamistischen Terrorbande IS verwickelt und werde reich durch die Unterstützung von Massenmördern.(1) Es ist auch noch nicht lange her, dass die Türkei ein russisches Kampfflugzeug an der Grenze zu Syrien abgeschossen hat und sich wüste Beschimpfungen und Drohungen des Kremlherrschers gefallen lassen musste.


Nun herrscht zwischen beiden Erzrivalen wieder einmal Freundschaft. Ein Zweckbündnis, wie mir scheint, weil beide Länder sich vom Westen ausgegrenzt fühlen und nun ihr Verhältnis zueinander neu ordnen wollen. Dass es Russland gelingt, die Türkei aus der Nato loszueisen oder zu einem Verbündeten im Syrienkrieg zu machen, glaube ich nicht.

Es würde mich nicht wundern, wenn der alte Zwist zwischen beiden Autokraten bald wieder aufbricht, denn sie verfolgen im Nahen Osten entgegengesetzte Ziele: Putin will Assad unbedingt die Macht erhalten, Erdoğan nicht ...

(1) SN vom 10.08.16, S. 4
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5 Kommentare
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Andreas aus Niedersachsen aus Laatzen | 10.08.2016 | 18:50  
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Susanne Lorenz aus Wunstorf | 10.08.2016 | 22:07  
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Axel Haack aus Freilassing | 10.08.2016 | 22:21  
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Susanne Lorenz aus Wunstorf | 10.08.2016 | 22:27  
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Karl-Heinz Töpfer aus Marburg | 11.08.2016 | 18:03  
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