Ein Spiel über die Bande

(Foto: Screenshot)
Wir kennen die Redensart: "Man haut den Sack und meint den Esel." Es wird jemand scharf kritisiert, obwohl ein anderer die eigentliche Zielscheibe der Attacke ist. In der Politik ist diese Vorgangsweise dann beliebt, wenn man sich nicht traut, gegen den eigentlichen Adressaten der Kritik aufzumucken. Dann wird stellvertretend jemand anderer abgewatscht.

Genau das macht derzeit Bayern mit Österreich. Ministerpräsident Horst Seehofer und sein Innenminister Joachim Herrmann sind mit der Flüchtlingspolitik von Angela Merkel mehr als unzufrieden. Doch scharfe Geschütze gegen die mächtige deutsche Kanzlerin und Koalitions-partnerin in Berlin auffahren? Dazu fehlt der Mut. Also muss jemand anderer als Blitzableiter für den Zorn der bayerischen Staatsregierung herhalten: Österreich. Ein Spiel über die Bande.
(SNonline)

Morgen werden sich die Großkoalitionäre in Berlin wieder gegenübersitzen und nach Auswegen aus der Flüchtlingskrise suchen. Und wieder geht es um Obergrenzen und Abschottung. Das Ergebnis ist jetzt schon abzusehen: Zwist nach innen und Einigkeit nach außen. Lösungen weiterhin nicht in Sicht, solange man nicht das Übel an der Wurzel packt. Der vergangene Syrien-Gipfel in Wien war ein erster Hoffnungsschimmer, aber ein ganz vager ...
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7 Kommentare
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Andreas aus Niedersachsen aus Laatzen | 31.10.2015 | 18:31  
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Axel Haack aus Freilassing | 31.10.2015 | 18:49  
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Andreas aus Niedersachsen aus Laatzen | 31.10.2015 | 19:24  
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Axel Haack aus Freilassing | 01.11.2015 | 15:30  
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Andreas aus Niedersachsen aus Laatzen | 01.11.2015 | 16:28  
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Axel Haack aus Freilassing | 01.11.2015 | 16:40  
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Andreas aus Niedersachsen aus Laatzen | 08.11.2015 | 02:01  
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