Assadistan

(Foto: Screenshot)
Putins langjährigem Freund Assad droht allmählich sein Land abhanden zu kommen. Die vielen Feinde der syrischen Regierung hatten ihm in letzter Zeit zu stark zugesetzt und ihm nur noch ein Fünftel seines Staatsgebietes überlassen.

Um Assad das Überleben zu sichern, hat nun Russland seine Präsenz in Syrien verstärkt und sein Militär dort massiv aufgerüstet. Vor allem der Küstenstreifen zwischen Latakia und dem russischen Marinestützpunkt in Tartus soll wohl so abgesichert werden und Assad erhalten bleiben, also eine Art "Assadistan" entstehen.

Wer gehofft hat, dass Putin nun auch die westlichen Alliierten im Kampf gegen den IS-Terror unterstützen werde, wird sich wahrscheinlich getäuscht sehen, denn er liefert ja - nach eigenen Angaben - nur Defensivwaffen und entsendet lediglich Militärberater.

Eine vage Hoffnung auf ein größeres Eingreifen Russlands in den Syrienkrieg bleibt allerdings noch: Unter den Dschihadisten sollen sich nämlich etwa 2000 Kämpfer aus Russland befinden. Es könnte ja sein, dass diese eines Tages dorthin zurückkehren und für Terror sorgen.

Es sind also im wesentlichen eigennützige Ziele, die Russland zur Zeit in der Krisenregion Naher Osten verfolgt. Spätestens dann, wenn Putin in NY am UN-Rednerpult steht und seine politische Absichten erklärt, werden wir mehr wissen ...

(Quelle: SN vom 14.09.15, S. 6)
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8 Kommentare
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Axel Haack aus Freilassing | 14.09.2015 | 14:18  
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Axel Haack aus Freilassing | 14.09.2015 | 17:02  
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Annette F. aus Bad Laasphe | 14.09.2015 | 18:33  
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Axel Haack aus Freilassing | 18.09.2015 | 12:54  
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Axel Haack aus Freilassing | 18.09.2015 | 15:32  
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Axel Haack aus Freilassing | 18.09.2015 | 19:09  
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Axel Haack aus Freilassing | 18.09.2015 | 19:35  
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Axel Haack aus Freilassing | 19.09.2015 | 02:58  
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