Wäsche zwischen Weihnachten und Neujahr
Es geht um Aberglaube, den Aberglauben am Ende des Jahres!
Wäsche zwischen Weihnachten und Neujahr würde Unglück bringen. So sagt man wahrscheinlich besonders gerne in katholischen Ländern wie Österreich. Man munkelt, weiße Wäschestücke kämen Leichentüchern gleich und würden bedeuten, dass im neuen Jahr jemand sterben würde. Eine gespannte Wäscheleine wäre auch ein Unglücksbringer. Jemand könnte sich demnächst im Haus aufhängen, sagt man.
Nun bin ich zwar ein gläubiger Mensch, aber kein abergläubiger. Ich habe ja auch an einem Dreizehnten geheiratet, und das noch an einem Freitag. Ein Glückstag, wie sich gezeigt hat! Aber Wäsche zwischen Weihnachten und Neujahr ein Unglücksbote? Meine Gattin ist auch katholisch, aber nicht sonderlich strenggläubig. Kann sein, dass sie auch dieser Aberglaube kalt lässt.
Sicherheitshalber werde ich gleich einmal unsere Wäsche kontrollieren, ob die fein säuberlich gewaschen ist und wohl geschlichtet im Schrank liegt. - So ist es: alles sauber, alles fein! Ich vermute, dass meine Gattin in diesem Punkt mal eine Ausnahme gemacht hat und das fortgesetzt hat, was in ihrem Elternhaus so üblich war zwischen Weihnachten und Neujahr.
Mich juckt es aber noch ein bisschen. Mir ist dieser Brauch nämlich fremd. Und das Schicksal ein bisschen auf die Probe stellen, das wäre doch mal was! Vielleicht ziehe ich nachher mal schnell eines meiner Stofftaschentücher durch das Handwaschbecken und hänge es in der Garage auf, auf einem Rest alter Wäscheleine. Mal sehen, was passiert! Ein Taschentuch ist ja kein Bettlaken. Der Schaden dürfte ja dann dementsprechend klein sein, sofern sich denn überhaupt einer einstellt im neuen Jahr ...






Mit dem Aktivieren des Buttons erlauben Sie einen begrenzten Datenaustausch mit Facebook. Mehr dazu rechts unter .