Schule früher
Natürlich kannte ich schon viele Einzelheiten über die Schule, die meine Eltern als Kinder besuchten: die Sitzordnung nach Leistung, den Rohrstock für ungebührliches Verhalten, die gefalteten Hände auf dem Tisch und die große Klassenstärke zum Beispiel.
Einiges ihrer Zeit habe ich selbst noch in meiner Schule erlebt, besonders nachhaltig auf einem altsprachlichen Gymnasium. Da gab es noch den allmächtigen Hausmeister, der seine Augen überall hatte, die gebohnerten Flure, die immer korrekt gekleideten Pauker, die in Reih und Glied stehenden Holzbänke mit Klappstühlen, die alten Klassenbezeichnungen wie Sexta, Tertia, Sekunda und Prima. Und das stressige Abi, wo alle Prüflinge ab morgens acht Uhr in ihrem Klassenraum warteten und aufschreckten, wenn die Tür aufging und der nächste Kandidat blass wurde, als sein Name aufgerufen wurde.
"Abakus" und "Sütterlin" haben mich nicht mehr erreicht, wohl aber die Schreibtafel mit dem Schwämmchen und der Griffelkasten mit dem Kreidespitzer. Obwohl – einen Griffelkasten mit Tuschfedern habe ich noch irgendwo liegen und mein erstes Schulzeugnis ruht sicherlich auch noch in einem Extra-Ordner. Und "Sütterlin" kann ich trotzdem lesen, teilweise auch schreiben. Die Mutter hatte eben etwas nachgeholfen, damit ich ihren Einkaufszettel auch lesen konnte ...
(Siehe auch http://www.myheimat.de/homberg-ohm/kultur/penne-pe...)


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