Integration mit Geschmack - das Kulinarium Salzburg
Um 10 Uhr bin ich mit Herrn Maringer, dem Leiter des "Kulinarium Salzburg", verabredet. Er empfängt mich in seinem Büro im Erdgeschoss des Wohnkomplexes "Neue Mitte Lehen".
Was mich freut ist, dass sich Herr Maringer Zeit nehmen will für mich und meine Fragen. Schnell wird klar, dass ich ihn mit keiner meiner Fragen mehr überraschen kann, denn seit der Eröffnung des Kulinariums im Dezember 2008 hat er sich sicherlich schon manch anderem Fragensteller gegenüber gesehen. Seine Antworten kommen so prompt und so präzise, dass ich Schwierigkeiten habe, mir zwischenzeitlich Notizen zu machen. Dankbar nehme ich den "Flyer" über diese Einrichtung an, den er mir nach unserem Interview überreicht.
In dieser Informationsbroschüre steht zu lesen, dass ...
- das Kulinarium eine Einrichtung für 22 Menschen mit Beeinträchtigungen ist;
- 17 Beschäftigungsplätze und 5 Teilqualifizierungsplätze zur Verfügung stehen;
- das Ziel dieser integrativen Berufsausbildung für 5 Lehrlinge ist, sie für den 1. Arbeitsmarkt (als Koch) zu qualifizieren;
- die Hauptaufgabe in der Herstellung von hochwertigen und wettbewerbsfähigen Speisen für Catering, Mittagstische und Pausenbuffets besteht;
- die Teilqualifizierungsmaßnahme sich über 2 Jahre erstreckt und bei Bedarf um 1 Jahr verlängert werden kann;
- zur Betreuung der 22 Menschen mit Beeinträchtigungen Fachpersonal eingesetzt wird (KöchInnen, pädagogische MitarbeiterInnen, Zivildienstleistende, diakonische HelferInnen);
- die 17 Jugendlichen eine Beschäftigungsprämie (Taschengeld) erhalten bzw. die 5 Auszubildenden eine normale Lehrlingsentschädigung;
- dieses Projekt finanziert wird aus Mitteln der Beschäftigungsoffensive der österreichischen Bundesregierung für Menschen mit Behinderungen.
(Quelle: Informationsbroschüre des Bundessozialamtes, Landesstelle Salzburg)
Meine Notizen weisen noch darauf hin, dass ...
- momentan 200 Mittagessen das Kulinarium verlassen und vorwiegend an Firmen ausgeliefert werden;
- die Konsumenten montags bis freitags zwischen einer Hausmannskost und einem vegetarischen Menü wählen können;
- Vor- oder Nachspeise im Preis von 4,40 Euro eingeschlossen sind;
- Pausen für alle Beschäftigten wichtig sind;
- Caterings besonders bei den Beschäftigten beliebt sind, weil sie nicht nur bei der Zubereitung mithelfen, sondern auch beim Service, wo sie immer wieder viel Anerkennung erfahren;
- man viel Geduld bei der Betreuung aufbringen muss und keine schnellen Erfolge erwarten kann.
Nach unserem Gespräch führt mich Herr Maringer hinunter in die Großküche. Hier herrscht reges Treiben. Freudig werde ich empfangen. Man posiert gerne für ein Foto und lässt sich auch bereitwillig bei der Arbeit über die Schulter schauen. Kein lautes Wort, eine ruhige Arbeitsatmosphäre. Paula Obenaus kommt aus einem Kühlraum mit einem großen Konservenglas in der Hand. Charmant neigt sie ihren Kopf zur Seite, als ich sie fotografiere. Vorsichtshalber erkundige ich mich bei Herrn Maringer, ob ich denn die Fotos aller Beschäftigten veröffentlichen dürfe. Er nickt zustimmend ...
Ein sehr interessanter und aufschlussreicher Bericht!
Toller Bericht, Tolle Bilder, Tolle Leistung!!!
Eine Vorzeigeeinrichtung, die wirklich großes Lob verdient! - Ich bedanke mich auch noch einmal auf diesem Wege bei Herrn Maringer für sein großes Entgegenkommen und wünsche ihm und seinen MitarbeiterInnen weiterhin viel Glück und Erfolg bei ihrer vorbildlichen Arbeit ...
Ein gelungenes Beispiel sozialer Integration und Akzeptanz von Menschen mit einem Handicap, das Schule machen sollte!
Herr Maringer teilt mir in einer PN mit, dass er den Bericht auch für gelungen hält und ich jeder Zeit im Kulinarium willkommen wäre. - Mal sehen, wie unser Speiseplan nächste Woche aussieht ...
Axel, Informationen satt, sehr gute Fotos und eine tolle Einrichtung. Ein feiner Beitrag.
Gruß Günther
Kann mich den Vorkommentatoren nur anschließen.
SUPER!!! Ein klasse Beitrag mit erstklassigen Bildern!!







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