Hänsel und Gretel - jugendsprachlich

Hänsel und Gretel verirrten sich im Wald ... (Foto: Gemeinfreies Wikipedia-Bild)

Endlich habe ich ihn, den "Generationendolmetscher". Gleich beim Aufschlagen stieß ich auf das Grimm-Märchen "Hänsel und Gretel", allerdings in der Sprache der heutigen Jugend erzählt. Und so klingt es österreichisch:

Vor urlanger Zeit oida war ein Holzhacker, der war broke. Er lebte mit seinem Wabo und seinen Kindern bei einem fetten Wald – bam oida! Sie waren ultrabroke und hatten nix zu buttn. Sie stressten sich immer mehr rein. Sein Wabo meinte: "Wir müssen die Kinder in den Wald liefern und dort alleine lassen, Alter, sonst sind wir im Arsch. [...]

Am dritten Tag kamen sie zu einer abgefuckten Bude aus Brot. Das Dach war aus Kuchen und die Fenster waren aus Zucker – voll Fett, Mann! Hänsel tschurte gleich ein Stück vom Dach und wollte es buttn, denn er hatte echt voll Bock drauf und einen fetten Hunger. Aber da hörte er eine abgefuckte Stimme von inside the house: "Knusper, Knusper , Knäuschen, wer buttet von meiner Bude?" Die Kinder meldeten: "Der Wind, du Opfa, der Wind, du Opfa, das himmlische Kind, du Opfa!

[...]

Den Fortgang der Geschichte kennen wir schon, sodass ich gleich auf das Ende zu sprechen komme:

Sie ging zum Backofen und steckte ihren fetten Kopf da rein. Da gab Gretel der Alten einen Arschtritt und machte den Ofen dicht. Die Alte fantasierte auf Hilfe schreien und so, aber Gretel machte sich vom Acker. Sie releasde Hänsel endlich vom Stall. Die alte Möchtegern-Hexe kratzte ab und Hänsel und Gretel naschtn durch ihre Hexenbude. Sie fanden voll viele Kisten mit Bling-Bling drinnen. "Die sind ja noch viel krasser als die billigen Kieselsteine oida!", mante Hänsel und tschurte sich ein paar. Sie bogen raus aus dem Hexenwald.

Da Voda war ultrahappy, als er seine Kinder sah. Sein Wabo hatte schon ins Gras gebissen. Hänsel gab seinem Voda das Bling-Bling und sie waren nicht mehr so megabroke. Und wenn sie nicht abgekratzt sind, dann muckn sie noch heute.
(ARGE Miteinander Reden: "Oida! Der Generationendolmetscher", Pustet Vlg. Sbg., 2010, S. 4/5)

Ich gehe davon aus, dass Sie beim Lesen auch ohne Übersetzungshilfen auskommen, weil Sie das Märchen schon kennen und viele Ausdrücke aus dem Zusammenhang zu erklären sind ...

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18 Kommentare zum Beitrag
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Karl-Heinz Töpfer aus Marburg am 26.10.2010 um 10:24 Uhr  
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Doris Thomas aus Pfaffenhofen am 26.10.2010 um 11:21 Uhr  
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Thomas Jacobi aus Annaberg-Buchholz am 26.10.2010 um 14:02 Uhr  
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Axel Haack aus Freilassing am 26.10.2010 um 14:07 Uhr  
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Christl Fischer aus Friedberg am 26.10.2010 um 14:42 Uhr  
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Doris Thomas aus Pfaffenhofen am 26.10.2010 um 16:14 Uhr  
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Axel Haack aus Freilassing am 26.10.2010 um 18:46 Uhr  
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Doris Thomas aus Pfaffenhofen am 26.10.2010 um 18:54 Uhr  
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Axel Haack aus Freilassing am 26.10.2010 um 18:59 Uhr  
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Doris Thomas aus Pfaffenhofen am 26.10.2010 um 19:11 Uhr  
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Thomas Jacobi aus Annaberg-Buchholz am 26.10.2010 um 19:27 Uhr  
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Axel Haack aus Freilassing am 26.10.2010 um 19:37 Uhr  
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Doris Thomas aus Pfaffenhofen am 26.10.2010 um 19:43 Uhr  
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Karl-Heinz Töpfer aus Marburg am 26.10.2010 um 19:45 Uhr  
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Axel Haack aus Freilassing am 26.10.2010 um 20:10 Uhr  
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Lisa Gutekunst aus Wertingen am 26.10.2010 um 23:09 Uhr  
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Thomas Jacobi aus Annaberg-Buchholz am 28.10.2010 um 12:34 Uhr  
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Andrea Loidl aus Freilassing am 28.10.2010 um 17:47 Uhr  
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