Die Türken vor Wien

Die Schlacht am Kahlenberg (Foto: Wikipedia-Bild)
Die Grünen in Österreich fordern, dass die Geschichtsbücher umgeschrieben werden, speziell im Hinblick auf die Türkenkriege. Ihre Darstellung darf nicht so sein, dass sich türkischstämmige Österreicher diskriminiert fühlen.

Schauen wir uns einmal an, was derzeit dazu in österreichischen Geschichtsbüchern zu lesen ist:
1683: Die zweite Türkenbelagerung
Im Juli 1683 kamen die türkischen Streitmächte, diesmal unter der Führung Kara Mustafas wieder. - Für die Verteidiger von Wien, Graf Rüdiger vom Starhemberg und Bürgermeister Andreas Liebenberg, brach eine schwere Zeit heran. - Die Vorstädte wurden, wie 1529, abgebrannt und ein Teil der Bevölkerung floh aus der Stadt. - Die Türken kreisten die Stadt wieder vollständig ein. 25.000 Zelte, darunter das Prunkzelt Kara Mustafas, wurden rund um die Stadt aufgebaut. - Das Kräfteverhältnis beider Truppen war jedoch unausgewogen. 17.000 Mann auf der österreichischen Seite und 300.000 Mann auf Seiten der Türken. - Bald schon glaubten sich die Wiener besiegt. Die Munition wurde knapp und in der Stadt brachen an allen Ecken und Enden Feuer aus. Doch als alle schon die Hoffnung aufgeben wollten, kam die Rettung. - Der Polenkönig Sobieski und Herzog Karl von Lothringen stürmten mit ihre Heer über den Kahlenberg ... herab, der von den Türken nicht gesichert wurde. - Nach einem erbitterten Kampf mussten die Türken fliehen. In wilder Flucht zogen sie sich zurück und ließen ihr Lager mitsamt den reichen Schätzen zurück. - Die Wiener waren nicht nur gerettet, sondern machten auch eine große Beute. Die Bedrohung durch die Türken war aber zu Ende. Prinz Eugen konnte einige Jahre später die Türken mit seinem Heer endgültig besiegen. Vom Türkischen Heer drohte keine Gefahr mehr.
(www.lehrerweb.at)

Wie könnte nun der Hergang der 2. Türkenbelagerung so abgemildert werden, dass er auch Türken in Österreich genehm wäre? Ich wage mal einen Versuch:
Im Jahre 1683 befand sich eine größere Zahl türkischer Händler auf der Reise zurück in ihr Heimatland. Als sie in Wien Halt machten und nach geeigneten Quartieren suchten, fanden sie alle Herbergen schon besetzt. Notgedrungen mussten sie mit Zelten vorlieb nehmen, die die Wiener Stadtregierung für sie in aller Eile aufschlug. Um die Gunst der Reisenden nicht zu verlieren, wurden sie mit besten Schmankerln der Wiener Küche versorgt. So gesättigt und gestärkt, brach die türkische Reisegesellschaft anderntags wieder auf und hinterließ aus Dankbarkeit für die erwiesene Gastfreundschaft in jedem Zelt einen Batzen Gold. Ein hochrangiger Österreicher aus adligem Geschlecht ließ es sich nicht nehmen, die türkischen Gäste noch zu eskortieren, bis in der Ferne die Türme Konstantinopels auftauchten.

Sollten die Grünen Österreichs an meiner UMschreibung Gefallen finden und sich damit schulpolitisch durchsetzen, werde ich meine Leserschaft umgehend darüber informieren ...
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Edgard Fuß aus Bühl | 02.03.2014 | 10:58  
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Andreas Köhler aus Greifswald | 02.03.2014 | 12:14  
28.848
Gabriele F.-Senger aus Langenhagen | 02.03.2014 | 17:37  
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Axel Haack aus Freilassing | 02.03.2014 | 22:13  
28.848
Gabriele F.-Senger aus Langenhagen | 02.03.2014 | 22:27  
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Elfie Haupt aus Einbeck | 05.03.2014 | 11:17  
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Karl-Fr. Seemann aus Ronnenberg | 05.03.2014 | 16:44  
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Edgard Fuß aus Bühl | 05.03.2014 | 18:15  
22.682
Karl-Heinz Töpfer aus Marburg | 09.03.2014 | 17:02  
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Edgard Fuß aus Bühl | 09.03.2014 | 18:19  
22.682
Karl-Heinz Töpfer aus Marburg | 09.03.2014 | 22:48  
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