Die Imbergstiege
SALZBURG | Egal, ob man von der Linzergasse aus oder von der Steingasse aus zum Kapuzinerkloster hinauf will, der Weg ist auf jedenfall steil und macht kurzatmig.
Ich habe beide Wege gemacht: hinauf von der Linzergasse aus und hinunter über die Imbergstiege. Da ich beim Abstieg nicht mehr schnaufen musste, habe ich erst auf diesem Weg Ruhe gehabt, um meine Bilder zu machen.
Den Text dazu habe ich von einer Tafel übernommen, die an der St. Johannes Kirche hing. Ich bin sicher, dass ihn auch die Leser verstehen, die im Umgang mit dem Salzburgerischen nicht so geübt sind.
Um meine Bilder dem Wortlaut des Tafeltextes anzupassen, habe ich mit dem letzten Bild angefangen. Ich bin sicher, dass sich niemand dadurch verwirren lässt ...
Von der Stoangassn auffe
geht an endslange Stiagn
verschwindt in an Bogn,
muaß dann links ummebiagn,
draht sih wiederum anderst
durch a Tor, durch a Haus
windt sih weider und weider
bis zum Kloster obmaus.
Ma wird ganz schön schön schnaufat,
so gach geht’s in d' Höh,
drum tat ich euch ratn,
es wißts as ja eh,
mittndrin is a Kirchn
- übersehgn kannt' ma s' leicht -
schauts eine an wengl,
St. Johannes is s' geweicht.
Dortn mögts a wenig rasten
und andächtig sein,
und ah über d' Kirchn,
da werdts euch iatz gfreun.
Zwoanzig Jahr war s' zuagsperrt,
verstaubt und verrost't;
vielleicht habts a Kreuzerl
wißts eh, was alls kost't ... (E. R.)


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