Wenn Wiener granteln

Dem Wiener wird nachgesagt, dass er oft mürrisch ist und seinem Unmut auch gern Luft macht. Klar, dass da Ausdrücke vorkommen, die man einem "Zuagroasten" erst einmal "ausdeutschen" muss.

Hier ein Auszug, wie ein Wiener stilvoll "sudert" oder "raunzt", wenn ihm jemand/etwas auf die Nerven geht:
- Des geht ma so am Oasch!
- Da kriag i soo an Hois!
- Der Trottl geht ma gscheid am Zaga!

Und so klingt es, wenn ein Wiener will, dass jemand verschwinden soll:
- Drah di, Deppata!
- Hau di üba d'Heisa!
- Hupf in Gatsch!
- Geh Leck! Schleich di!
- Du Gfrast du, ziag o!
- Verschwind wie's Wiaschtl aus'm Kraut!

Besonders reichhaltig ist das Wienerische in Bezug auf das Sterben. Doch das hat mit Schimpfen nichts zu tun. Ergiebig sind auch die wienerischen Schimpfwörter in Bezug auf Mann und Frau. So sagt ein Wiener über einen missliebigen Mann:
- Wappler
- Beidl
- Oida
- Dodl
- Schneebrunzer
- Weh
- Hundianer
- Bazi

In Bezug auf eine missliebige Frau kann ein Wiener auf folgendes Vokabular zurückgreifen:
- Hutblume
- Zezn
- Trutschn
- Oide
- Gurkn
- Urschl
- Bissgurn
- Keifn

Wem diese Auswahl Wiener Schimpfkultur nicht reicht, dem empfehle ich das Buch "Stadtbekannt.at, Schimpfen wie ein echter Wiener (Wien 2016)"

(Quelle: SN vom 18.04.16, S. 8)
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8 Kommentare
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Basti S. aus Aystetten | 18.04.2016 | 11:16  
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Karl-Heinz Mücke aus Pattensen | 18.04.2016 | 11:16  
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Axel Haack aus Freilassing | 18.04.2016 | 11:57  
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Helmut F. FRANK aus Bielefeld | 18.04.2016 | 12:44  
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Axel Haack aus Freilassing | 18.04.2016 | 14:52  
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Helmut F. FRANK aus Bielefeld | 18.04.2016 | 15:55  
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Katja Woidtke aus Langenhagen | 18.04.2016 | 16:35  
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Axel Haack aus Freilassing | 18.04.2016 | 19:55  
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