Nutzloses Wissen - gibt es das wirklich?
Durch Zufall ist es mir in die Hände gefallen, neulich beim Herumstöbern in einem Buchladen. Der Titel war es, der mein Interesse weckte: "Unnützes Wissen" Bd. 2 (Heyne Tb., Nr. 60177). Ist es möglich, dass es Wissen gibt, das keinen Nutzen hat?
Nehmen wir nur einmal die Sendung "Wer wird Millionär?". Die Fragen, die da gestellt werden, könnten glatt aus diesem Taschenbuch stammen, zumindest die, wo es um die Wurst geht. Gut, wenn man als Kandidat oder als Kandidatin solch ein Buch vorher in der Hand hatte, um auf skurrile Frage vorbereitet zu sein.
Mir ist beim Lesen aufgefallen, dass nicht alle Fakten, die dort aufgelistet werden, tatsächlich ohne Wert sind. Vielleicht urteilen Sie selbst anhand nachfolgender Beispiele:
- Nr. 143: Die Biografie von Karl Dall heißt "Auge zu und durch"
- Nr. 165: Die Urheberrechte von Hitlers Buch "Mein Kampf" besitzt der Freistaat Bayern.
- Nr. 168: Albert Einstein arbeitete im Jahre 1896 als Elektriker auf dem Oktoberfest.
- Nr. 205: Ludwig Erhard war zwar für die CDU Bundeskanzler (1963-1966) und sogar Vorsitzender der Christdemokraten, aber nie Parteimitglied.
- Nr. 214: Menschen werden häufiger von Nilpferden getötet als von Löwen.
- Nr. 228: Ein Kondom darf nach deutscher Industrienorm erst bei achtzehn Litern Füllmenge platzen.
- Nr. 242: Der Papagei, den Karl-Theodor zu Guttenberg als Kind hatte, wurde vom Familienhund gefressen.
- Nr. 257: Meteorismus ist der medizinische Fachbegriff für krankhafte Blähungen.
- Nr. 316: Die Katze ist das einzige Haustier, das in der Bibel nicht erwähnt wird.
- Nr. 324: In Kuba sind Geschlechtsumwandlungen kostenlos.
(Ebert M./Klotzek, T.: "NEON – UNNÜTZES WISSEN 2" (Heyne Vlg., München 2010)
Ich rechne damit, dass einige LeserInnen mit mir der Meinung sind, dass nicht alles Wissen nutzlos ist ...



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