Freistoßspray statt Pfefferspray

(Foto: Screenshot)
Bei der jetzigen Fußball-WM scheint ein Spray in Mode zu kommen, das Abwehrspielern ein klare Grenze setzt, wenn ein Freistoß droht. Bevor der Freistoß ausgeführt werden darf, sprayt der Schiedsrichter den Abwehrspielern eine weiße Linie vor die Füße, die sie nicht übertreten dürfen. Vorsichtshalber wird auch noch ein kleiner Kreis um den Ball gesprayt, um den genauen Freistoßpunkt zu markieren.

Diese Prozedur hält zwar etwas auf, weil der Schiedsrichter nicht nur die 9,15 m zwischen Ball und Abwehrspieler abschreiten, sondern auch noch die Freistoßlinie aufsprayen muss. Aber es scheint zu helfen. Kein Freistoß musste bisher wiederholt werden, weil kein Spieler gewagt hatte, die Spraygrenzen zu ignorieren. Ergo: Wenn Grenzen gesetzt werden, beachtet sie der Mensch auch, sofern er es in der Kindheit gelernt hat.

Wenn wir mal das Fußballfeld verlassen und uns übelegen, wo dieses Freistoßspray noch eingesetzt werden könnte, dann kommt mir auch schon eine Idee. Dieses "Vanishing Spray" zeichnet sich ja dadurch aus, dass es schon nach spätestens 120 Sekunden wieder verschwunden ist. Also wäre es doch ein guter Ersatz für ein Pfefferspray, das einen Angreifer kurzfristig außer Gefecht setzt. Ein Freistoßspray, Angreifern schnell vor die Füße gesprüht, wäre nicht nur harmloser, sondern auch genauso wirksam, weil es Angreifer von der unmittelbaren Verfolgung abhält. Man hätte also viel Zeit, um sich in Sicherheit zu bringen und die Verfolger abzuschütteln.

Diese alternative Abwehrmöglichkeit hätte nur zwei kleine Haken: Die Angreifer müssten gelernt haben, Grenzen zu beachten. Und sie müssten sich im Fußball gut auskennen ...
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5 Kommentare
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Stefan Kaiser aus Lehrte | 19.06.2014 | 23:54  
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Axel Haack aus Freilassing | 20.06.2014 | 08:45  
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Karl-Heinz Töpfer aus Marburg | 21.06.2014 | 00:33  
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Axel Haack aus Freilassing | 21.06.2014 | 05:21  
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Alexander Steichele aus Augsburg | 24.06.2014 | 15:27  
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