Der frühe Tod von Babyhähnen

(Foto: Wikipedia > Küken)
Dass frisch geschlüpfte männliche Küken sofort aussortiert und getötet werden, weil sie keine Eier legen bzw. kein gutes Hühnerfleisch liefern, ist sicherlich schon allgemein bekannt.

"Sexen" nennt man das Geschäft, wenn nach dem Schlüpfen die Küken gleich nach Geschlecht selektiert werden. Während die weiblichen Küken zum Eierlegen weiter befördert werden, wandern ihre minderwertigen Artgenossen - immerhin 50% - gleich in die Tonne mit Chlorgas oder werden geschreddert(!). Ganz wertlos sind sie aber nicht, denn sie dienen "immerhin" noch als Tierfutter.

Tierschützer wollen nun dagegen vorgehen und das frühe Sterben von Babyhähnen verhindern. Einzelne Betriebe haben schon etwas unternommen: Sie lassen alle männlichen und weiblichen Hühner gemeinsam aufwachsen. Nach fünfeinhalb Monaten ziehen die Weibchen in die Legeställe um, während die Hähnchen zur Mast dableiben. Erst nach weiteren 4 Monaten sind sie schlachtreif und kommen auf den Markt.

Bei den Konsumenten kommt das Fleisch gemästeter Hähne gut an. Angeblich schmeckt ihr Fleisch noch besser als das von Bio-Hühnern. Natürlich macht sich das auch beim Preis bemerkbar: 1 Kilogramm vom Hahn kostet rd. 20 Euro ...

(Quelle: SN vom 29.04.14, S. 10)
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5 Kommentare
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Karl-Heinz Töpfer aus Marburg | 29.04.2014 | 14:36  
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Axel Haack aus Freilassing | 29.04.2014 | 15:04  
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Karl-Heinz Töpfer aus Marburg | 29.04.2014 | 15:35  
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Christl Fischer aus Friedberg | 29.04.2014 | 15:44  
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Andreas aus Niedersachsen aus Laatzen | 29.04.2014 | 17:51  
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